Frankreich privat – Sex-Casting mit Jean-François

Jean-François Davy begibt sich auf die Suche in seiner Dokumentation, nach der Schönheit der Frau und des Films und will dies zusammenbringen. Dabei will er aber immer wieder grenzen überschreiten und wie kann man das am Einfachsten machen? Genau man dreht ein Porno. So passt der Originaltitel Transgression schon perfekt, der deutsche Frankreich privat – Sex Casting mit Jean-François ist da schon etwas zurück haltender, da dies alles bedeuten kann. So wie die Dokumention auch.

 

Film kann eigentlich alles wie Kunst, doch was ist Kunst? Was ist Erotik, was ist Pornografie? Genau über diese Fragen philosophiert Jean-François Davy im Laufe der Dokumentation aus dem Off immer wieder. Dazu gibt es bildlich immer wieder eine sinnliche Liebeserklärung an die Frau aber zeigt auch deutlich, mit welchem Mitteln man sich Sex erkaufen kann. Denn es geht um das Casting für einen Pornofilm. Dafür fährt man nach Osteuropa und zeigt immer wieder Casting und die Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.  Immer wieder sieht man Jean-François Davy dabei, wie er sich vielleicht doch in eins der Mädchen verliebt, oder ist es nur für die Dokumentation?

 

Optisch bietet der Film ein Tagebuch, so gibt es viele Überblendungen der Szenen, wo man Großaufnahmen von Augen oder dem Gesicht einer der Darstellerinnen sieht, dies zieht sich durch den ganzen Film, es soll den Tagebuchaspekt des Films vermitteln. Da der Film natürlich versucht grenzen zu überschreiten, ist es klar das Er provoziert und mit seinen Thesen geht Jean-François Davy auch gegen dem Feminismus vor. Doch dies ist nichts Neues, wurde des bei „Baise Moi“ ja auch schon gezeigt, nur ist es hier eine Dokumentation, die das in ein Pornofilm Casting verpackt. So ist es als Zuschauer manchmal schwer das gezeigt gleich zu verstehen.

 

Frankreich privat – Sex Casting mit Jean-François ist eine provokante Dokumentation, dabei ist es aber eine Liebeserklärung an die Frauen, die das Schönste sind, was je erschaffen wurde. Dabei gibt es zwischen Philosophie und Kritik, viele Thesen, die man nach dem Film diskusstieren kann und es auch sollte. Eine Offenbahrung für die aktuelle Diskussion über Sexismus ist der Film nicht aber ein richtiger Weg, der zeigt, dass man Frauen selbst entscheiden lassen soll, was sie wollen.

 

Regie:  Jean-François Davy

Darsteller:  Jean-François Davy, Kitty Kat

Label: Neue Pierrot Le Fou

 

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Handlung:

Wenn Erotik eine Kunst ist, so muss sie einerseits ihr Publikum begeistern, andererseits aber auch das Laster in uns offenbaren – das rastlose sexuelle Verlangen. Hiervon ist Jean-François Davy überzeugt. Als der bekannte Porno-Regisseur die Hauptdarstellerin für seinen neuen Film castet, wird er zunehmend von einer der Kandidatinnen in deren Bann gezogen. Als sie den Raum betritt, jung und von betörender Schönheit, ist es sofort um ihn geschehen. Er ist fasziniert von ihren tiefblauen Augen, dem verführerischen Blick und ihrem ausgeprägten Selbstbewusstsein. Daher entscheidet sich Davy zu einem gewagten Experiment. Er selbst wird zum Protagonisten und stellt schonungslos und radikal sein sexuelles Verlangen zur Schau und hinterfragt dabei unsere gesellschaftlichen Tabus.

Ein Film ohne Grenzen, der die gesellschaftliche Prüderie in Sachen Pornografie in Frage stellt und mit seiner deutlichen Bildsprache schockiert.

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