Guilty of Romance

Sion Sono macht es uns Zuschauer ja nie leicht, doch „Guilty of Romance“ ist nochmal was anderes als „Love Exposure“ oder „Cold Fish“, beide sind Vorgänger der Hasstrilogie. „Guilty of Romance“ ist nun der Abschluss. Wie hier aber Hass dargestellt wird und alles gezeigt wird, ist zwar typisch Sono, doch irgendwie wieder etwas komplett Neues. Zwar wird der Pfad des gewohnten hier weniger verlassen wie noch bei „Love Exposure“ doch dafür um so Extremer.

 

Man erlebt ein Film der wie ein düsterer Pinku Eiga daher kommt, doch auch ein Thriller ist, der auf die Suche nach dem Mörder in einem bizarren Mordfall ist. Wir sehen 2 Handlungen, man weiß am Anfang nicht mal, ob das nun parallel verläuft oder eine doch davor. So baut sich die Spannung auf und wir erleben die frustrierte Hausfrau, die langsam in die Welt der Prostitution abdriftet, die Hure die schon lang dabei ist und die Kommissarin, die auf der Suche ist. Alle scheinen nichts gemeinsam haben. Doch je länger der Film läuft des düsterer wird er und desto mehr erfahren wir über die Figuren.

 

Der Hass ist hier eigentlich nie im Vordergrund, es wird lange aufgebaut, bis uns klar wird, warum. Jedenfalls glauben wir es. Denn es bleiben viele Dinge offen, die wir uns selbst zusammenreimen müssen. Doch genau das will der Film. Er lässt uns im Regen stehen, denn in dem Handlungsstrang der Kommissarin regnet es meist.

 

Die Bildsprache des Films ist wie immer unglaublich, es gibt so viele Dinge, so viele Kamera Einstellungen, die man sonst so selten sieht und die immer etwas zu bedeuten scheinen. Dazu sollte man sich drauf einstellen, dass es viel Nacktheit und Sex im Film gibt. Vor allem am Anfang des Films gibt es viel davon. Es passt in den Film rein, doch für den ersten Moment wirkt es doch irgendwie fremd.

 

„Guilty of Romance“ ist definitiv kein Einfacher Film, auch nicht für den Mainstream geeignet. Er ist irgendwo zwischen düsterer Kunst mit wunderschönen Bildern und eigentlich einen 08/15 Thriller. Doch so wie er aufgebaut ist, wird alles zu einem tollen erlebnis. Was man definitiv nicht so schnell vergisst.

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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