Kritik: Sindbad – Herr der sieben Meere

Enzo G. Castellari warsheinlich einst einer der Reigsseure italiens, denn lieferte er doch so manchen Exploitationsfilm ab und sein Name stand immer für ein gewisses maß an Niveau. Quentin Tarantino hat sogar ein Remake von Castellaris Ingolrious Bastards gedreht. Doch ende der 80er war die Welle des Exploitationsfilm entgültig vorbei und auch die Zeit des Enzo G. Catellari, doch bevor dies passieren sollte gab es noch mal ein Highlight. Denn Sindbad mit Lou Ferrigno ist vielleicht nicht der beste Film, dennoch spürt man deutlich wer hier Regie geführt hat.

 

Man muss zugeben, das der Film schon SEHR Trashig ist, denn alleine schon die Idee das Edgar Allan Poe hier Pate für die Handlung stand und er die Abenteuer aus 1002 Nächte geschrieben hätte, zeugt von Kreativität. Doch das wird im Vorspann schon absurdum geführt, da man da schon verrät, das die Handlung von jemanden anderen ist. Doch die eigentliche Handlung des Films wird vorgelesen, als gute Nachtgeschichte.  Hier zieht man schon so einiges Absurdes heran, doch das geht mit den Begleitern von Sindbad weiter, neben eien zwerg, einen Schiffskoch, gibt es noch einen Samurai, in der deutschen Synchronisation ist er Chinese, einen Wikinger und einen Prinzen.

Dazu der Bösewicht mit seinem langen Fingernagel, die Prinzessin und noch andere Figuren. Hier wird alles geboten, was man von einem Sindbad Film eigentlich erwartet, doch wir sind in einer Zeit, wo man einfach gemacht hat was man wollte, hier nimmt man sich nicht so ernst und versucht so manche Dummheit einfach nicht mehr zu vertuschen. Das macht dem Charm des Films aus.

sinbad 1

 

Lou Ferrigno passt natürlich als Hauptdarsteller, ist er doch ein unterschätzter Schauspieler, zwar ist er bekannt geworden durch seine Rolle als Hulk, doch er gibt hier den Helden glaubwürdig, so weit wie es natürlich noch geht. Dazu ist er halt auch sehr muskulös und es scheint so als ob an ihm ein 80er Jahre Actionstar vorgegangen wär, denn er zeigt hier das er drauf hauen kann und überzeugt auch in der dürftigen Handlung. Auch der restliche Cast ist überzeugend, was das Drehbuch halt her gibt. Denn es ist immer noch einer der letzten alten Exploitationsfilme.

 

Durch Enzo G. Castellari  als Regisseur bekommt der Film so einige tolle Aufnahmen und er schafft es auch das der Film eine Atmosphäre bekommt, die in manchen Szenen wirklich glänzt. So hat man hier etwas mehr Niveau als bei anderen Filmen. Doch man merkt immer wieder das hier vielleicht etwas großes hätte bei raus kommen können. Doch es ist am Ende nur eine billige Produktion, die durch das Talent des Regisseurs hochwertiger aussieht.

 

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Sindbad – Herr der sieben Meere ist vielleicht einer der letzten wirklichen italienischen Exploitationsfilme, man merkt an das man hier versucht hat etwas neues zu erschaffen, doch das Drehbuch und die Absurden Ideen lassen den Film sehr trashig wirken und er weit davon entfernt wirklich gut zu sein. Doch durch Enzo G. Castellari als Regisseur bekommt der Film etwas mehr Niveau.

 

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Handlung:

Der böse Zauberer Jaffar hat die irakische Stadt Basra mit einem Fluch belegt und darüber hinaus die schöne Prinzessin entführt. Um seine Macht zu brechen, müssen Seefahrer Sindbad und seine Mitstreiter – darunter ein Zwerg, ein Wikinger und ein Samurai – fünf mystische Steine finden und es mit übermächtigen Feinden aufnehmen.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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