Open Windows

Der Cyberspace ist ein Ort wo wir uns gerade alle befinden, doch das World Wide Web ist ein Ort, wo fast alles möglich ist. So natürlich auch Hacker angriffe, Fanseiten für Schauspieler und alles was wir uns vorstellen können. Im Film ist es ein Thema, was öfters vorkommt, vor allem in den 90ern, sei es das Netz, Hackers oder Porject Swordfish. Doch wenn Ausnahme Regisseur Nacho Vigalondo sich dem Thema annimmt, kommt etwas komplett anders dabei raus. Denn Open Windows nutz hier das Grapic User Interface oder auf Deutsch die Benutzeroberfläche als Stilmittel.

Der Film lebt eigentlich davon das wir als Zuschauer alles sehen was auf dem Laptop der Hauptfigur passiert sehen. Doch dies ist auch der Punkt, wo es vielen schwerfallen wird, dem Film zu folgen, denn diese Stilmittel ist verwirrend, denn wir haben nicht immer den kompletten Überblick, es wirkt dadurch aber sehr Original und fast schon als ob der Film am Stück gedreht wurden ist, jedenfalls wirkt es wie Echtzeit. So baut der Film auch Spannung auf und man will wissen, wie es weiter geht, denn vor allem am Ende gibt es so einige Wendungen, die wirklich überraschend sind.

open windows 2

Elijah Wood zeigt hier wieder, dass er mehr ist, als nur ein kleiner Hobbit, dieses Mal ist er zwar nicht so ein Psychopath wie bei Maniac, doch die Rolle des großen Fans der Schauspielerin, der in etwas hinein gezogen wird, wo er nicht genau weiß, was vor sich geht, spielt er wirklich gut. Auch zeigt Sasha Grey deutlich das Sie viel mehr Talent hat, als glaubhaft Körperakrobatik darzustellen. Beide interagieren zwar nie wirklich zusammen, doch harmonisieren irgendwie zusammen. Nacho Vigalondo schafft es hier beide Darsteller sympathisch und authentisch darzustellen, auch verbirgt sich viel mehr hinter den Rollen, als man Anfang erwartet.

Der Film lebt von dem unvorhersehbaren, denn als Zuschauer kann man zwar versuchen zuerraten was, als Nächstes passiert, doch meist macht Regisseur und Drehbuchautor Nacho Vigalondo einem immer einen strich durch die Rechnung. Hat man sich erst mal an das Stilmittel des Films gewöhnt, so wird er spannend und man will wissen, wie das alles endet. Das ist natürlich ein großer Pluspunkt, zwar wird manches am ende schon fast zu übertrieben mit den Wendungen, doch es passt zum Thema und man kann sich natürlich fragen, warum hab ich das nicht eher gemerkt.

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Open Windows ist schon fast ein Experiment, denn die genutzten Stilmittel sind anders, als man sie kennt aus Filmen und auch wie sie eingesetzt werden und wie lang, ist außergewöhnlich. So schafft Nacho Vigalondo hier einen Film, der wirklich unverwechselbar ist. Ein spannender Cyberthriller wo Elijah Wood und Sasha Grey glänzen können. Vielleicht wirkt manches doch eher unglaubwürdig, dennoch bleibt Open Windows spannend bis zum Schluss.

 

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Handlung:

Nick (Elijah Wood) freut sich auf ein Date mit der launischen Schauspielerin Jill (Sasha Grey), das er bei einem Online-Wettbewerb gewonnen hat. Doch die Diva sagt kurzfristig grundlos ab. Da hackt sich der mysteriöse Chord – angeblich Jills Manager – in Nicks Rechner ein und macht dem Fan ein seltsames Angebot: “Wenn du machst, was ich dir sage, wirst du Jill auch gegen ihren Willen sehen können – über ihre Webcam.” Dem kann der gekränkte Nick nicht widerstehen und lässt sich auf ein undurchdringliches Spiel ein, bei dem er schnell schmerzlich zu verlieren droht…

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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