Kritik: Seed 2- The New Breed (Director’s Cut)

Als letztes Jahr Seed 2 erschienen ist, war klar, dass viele Leute den Film einfach so zerreisen würden, weil der erste Teil von Uwe Boll war. Eine Kontroverse war vorprogrammiert, dabei ist Seed 2 von Marcel Walz. Es gab einige Kritikpunkte, die nonlineare Erzählweise, störte viele, weil es doch sehr sprunghaft geschnitten war und der Film wie ein puzzel wirkt, ein Experiment was nicht immer postiv entgegen genommen wurde. Jetzt knapp ein Jahr später, erscheint mit dem Director’s Cut wohlmöglich die bessere Version von Seed 2, dieses Mal chronologisch und im Original Bildformat von 21:9.

Wie man eine Geschichte erzählt ist wichtig, dies merkt man auch bei Seed 2, so wirkt der Director’s Cut komplett anders als die normale Version. Denn man bekommt hier die typische Terrorfilm Handlung erzählt. So gibt es immer noch Wendungen, doch es wirkt einfach runder. Man hat mehr das Gefühl in die Handlung einzutauchen. Zwar ist die normale Version auch interessanter, da man nie weiss, was als Nächstes passiert und man so immer neue Details erfährt. Kennt man diese schon im Director’s Cut von Seed 2.  So gibt es ein komplett neues Erlebnis.

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Wenn man bedenkt, das Seed 2, die erste internationale Regiearbeit von Marcel Walz ist und er eigentlich nur in den deutschen Horrorkreisen bekannt war. So tritt er doch in große Fußstapfen von Uwe Boll. Diese füllt er aber gut aus und schafft es sogar die Brücke zum ersten Teil zu schlagen und dies auf eine sehr interessante Art und weise.  Dies gipfelt in einigen Wendungen, hier lohnt es sich sogar den Abspann komplett anzuschauen, es kommen noch zwei Szenen.  Auch die Schauspielerinnen, passen in ihre Rollen. Da es ein Marcel Walz Film ist, darf wie fast immer Annika Strauss nicht fehlen, welche eine deutsche spielt, dies ist gut mit gedacht und erklärt natürlich auch den deutschen Akzent im englischen. Doch auch Nick Principe als Max Seed ist eine perfekte Wahl für diese Rolle, durch sein Körperbau und größe, wirkt er sehr bedrohlich.

Es hat sich viel geändert im Director’s Cut, doch eins ist gleich geblieben, die Effekte von Ryan Nicholson. Er leiste wie immer eine wirklich gute Arbeit ab. Alleine die Kreuzigungsszene bleibt sicher im Gedächtnis. Denn ein Film wie Seed 2 lebt natürlich von dem Terror der Bösen und den Effekten. Durch das neue Bildformat wirkt Seed 2 natürlich auch etwas anders, es wirkt fast schon wie ein klassischer Hollywoodfilm, denn so oft werden Filme nicht mehr in diesem Format gedreht.  Die Aufnahmen der Wüste wirken dadurch viel mehr imposanter und auch die Stimmung ist bedrückender.

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Der Director’s Cut von Seed 2 macht den Film anders und runder, vielleicht auch einfacher zum Anschauen, auch das Bildformat von 21:9 lässt den Film anders aussehen und wirken. So erlebt man den Film von Marcel Walz ganz anders. Auch wenn man Seed 2 schon kennt, die neue Version macht einen anderen Film daraus. Für alle die alles gern chronologisch erzählt haben ist der Director’s Cut genau die richtige Version.

 

 

 

 

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