Kritik: Blutjunge Verführerinnen

Ach die 70er Jahre, ein Jahrzehnt der Revolution und Freizügigkeit, vor allem im Kino. Etwas was jetzt 40 Jahre später nicht mehr denkbar wär, war damals einfach möglich. 1970 startet eine Reihe von Aufklärungsfilmen genannt Schulmädchen-Report, war es eine Möglichkeit junge hübsche Frauen nackt zu zeigen und die ältere Generation über die Teenager aufzuklären. Ernst Hofbauer schuf diesen Film. Doch schon ein Jahr später, drehte Erwin C. Dietrich seine Version von dem Thema, schon deutlich erkennen, dass man nicht mehr aufklären will, sondern nur gründe sucht nackte Frauen zu zeigen. So entstand Blutjunge Verführerinnen.

Die Handlung des Films spielt in einem Verlag und man sammelt für eine neue Reihe Ideen, da die Hausfrauen langweilig sind, widmet man sich der Jüngern Generation zu. Ja hier werden einem angeblich echte Geschichten aufgetischt, doch schon der Vorspann zeigt deutlich, worum es eigentlich geht, Brüste und den 70er Jahre Busch zu zeigen.  Es ist halt eine typische Erwin C. Dietrich Produktion. Das merkt man immer wieder bei dem Film, er scheint episodenhafte Filme zu lieben, ist er nicht der Einzige der so erzählt wird.

Eins muss man Erwin C. Dietrich lassen, er versucht wenigsten den Film originell zu gestalten, so wirkt Blutjunge Verführerinnen weniger wie einen schnell abgedrehten Film, alles sieht gut aus und auch die Schnitte und Kameraarbeit ist wirklich gut, so gibt es interessante Aufnahmen und Kamerafahrten von den Körpern der Mädels, dazu auch der Schnitt oder es werden lange Takes genutzt, hier lässt man sich was einfallen. Sollte man den Film die Bett-Hostessen, ebenfalls von Erwin C. Dietrich, kennen, wird schnell klar, dass dort eine Szene aus Blutjunge Verführerinnen wieder verwendet wurde, doch wirkt sie in Die Bett-Hostessen ganz anders.

Schauspielerische Meisterleistungen gibt es bei Blutjunge Verführerinnen sicherlich nicht. Man muss auch bedenken, das der Film sicherlich ohne Ton gedreht wurden ist oder man hat alles nachsynchronisiert, das verleiht dem Film etwas mehr Niveau, da die Sprecher aller wirklich gut sind. Die Mädels sehen auch hübsch aus, sollte man Ingrid Steeger Fan sein, sie ist auch in einer Episode vertreten.

Blutunge Verführerinnen ist sicherlich nicht der beste Film von Erwin C. Dietrich aber auch nicht der schlechteste, er ist halt typisch 70er Sexploitation, dazu ein Ripoff von Schulmädchen-Report. So versucht man hier zwar nicht wirklich aufzuklären, doch bei der kurzen Laufzeit, wird man durch die kreativen Storyideen, doch unterhalten. Doch wer keine Frauen mag die etwas Körperbehaarung haben, sollte Blutjunge Verführerinnen vielleicht nicht anschauen.

 

 

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Blutjunge Verführerinnen:

Im Rahmen der Redaktionskonferenz einer Illustrierten wird ein geeigneter Nachfolgestoff für die soeben auslaufende Serie über grüne Witwen gesucht. Dem Chefredakteur schwebt vor, die geneigte Leserschaft mit einer Reihe über blutjunge Verführerinnen zu beglücken. Er stösst damit auf Wohlwollen bei seinen Mitarbeitern, die sogleich ihren umfangreichen Wissensschatz über das Treiben junger Mädchen auf Badematten, beim Autostopp, im Zug und natürlich in der Schule zum Besten geben.

 

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