Der Schrecken vom Amazonas (Creature from the Black Lagoon)

Vor 61 Jahren erschuf Jack Arnold ein Monsterfilm, der sicherlich einmal wegweisend für ein ganzes Genre war. Während in Japan im selben Jahr, 1954, Godzilla anfing, auf dem Kinoleinwänden zu wüten. War es in den USA ein Monster aus der schwarzen Lagune, als Der Schrecken vom Amazonas (Creature from the Black Lagoon) entstand, war das Fernsehen gerade neu und eine starke Konkurrenz zum Kino. So ging man immer wieder neue Wege um die Leute ins Lichtspielhaus zu bekommen, hier war es das 3D und natürlich ein Monster und eine schöne Frau.

Was vor 61 Jahren vielleicht erschreckend und spannend war, funktioniert heute nur noch bedingt, denn wenn man ehrlich ist. Ist Creature from the Black Lagoon heut zutage nur noch ein filmhistorisches Dokument aus einer anderen Zeit, ein Film, der vielleicht mal ein Vorreiter war für ein Genre. Doch schaut man wieder nach Japan, funktioniert Godzilla immer noch, Der Schrecken vom Amazonas tut das weniger. Die Handlung ist eh sehr dünn mit einer Forschergruppe, die ein Fossil entdecken und dann auf das Monster stoßen, ist selbst für 80 Minuten Laufzeit nicht viel.  Wenn man jetzt aber bedenkt, dass viele Filme vor über 60 Jahren anders erzählt wurden, langsamer und vor allem mit mehr Bildern als Dialog. Es gibt natürlich ausnahmen, sei es Filme von Hitchcock oder Orson Welles.  Doch Jack Arnold ist neunmal nur noch bekannt für die vielen Monster und Tierhorrorfilme, die er gedreht hat und somit ein paar Horrorsubgenres den Weg bereitet hat.

black lagoon 1

Dem Film fehlt es vor allem an Spannung und der Bedrohung, nichts wirkt irgendwie so als sei es gefährlich. Wenn die einzige Frau der Gruppe entspannt im Fluss badet und das Monster unter sie schwimmt und sie auch etwas berührt, sollte das eigentlich Angst und schreckend auslösen, doch sie schwimmt weiter und guckt nur etwas irritiert. Als Zuschauer gibt es hier den kurzen Moment der Spannung, der dann aber wieder weg ist. So ist es die ganze Zeit im Film. Er baut immer wieder Spannung auf und enttäuscht dann. Dazu wirkt das Monster halt wie ein Typ in einem Gummianzug, nicht dass es so schlecht aussieht, es funktioniert einfach nicht mehr so. Irgendwas fehlt, vielleicht hat man einfach schon zu viele andere Monsterfilme gesehen.

Kommen wir aber mal zu etwas possitiven bei Der Schrecken vom Amazonas, er sieht gut aus. Vor allem im HD Zeitalter sieht alles in Schwarz Weiß vielleicht nicht so beeindruckend aus, als wär es farbe, doch der Kontrast und die Tiefenschärfe sind stechend scharf.  Das setting sieht gut aus, die Amazonas gegend und die Unterwasser aufnahmen, das war sicherlich vor 61 Jahren beeindruckend, heute ist es ein schöner Blick auf ein Hollywood was es nicht mehr gibt.

blak lagoon 2

Der Schrecken vom Amazonas ist ein Film, den man sich nur anschauen sollte, ist man an der Vergangenheit interessiert und wie Monsterhorrorfilme vor 61 Jahren ausgesehen haben, denn die Handlung ist so langsam erzählt, dass kaum Spannung aufkommt, gibt es mal welche wird sie schnell zerstört. Einzig die tollen Bilder retten den Film und natürlich das Er ein Stück Filmgeschichte ist, doch es gibt viele andere Filme, die man eher sehen sollte als Der Schrecken vom Amazonas.

 

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Handlung:

Ein amphibienartiges Monster wird von Wissenschaftlern betäubt und gefangen genommen. Es verliebt sich in die Assistentin des wissenschaftlichen Leiters. Dem einsamen Wesen, einem fehlenden Glied in der Kette vom Amphibium zum Menschen, gelingt es zu entkommen und das Objekt seiner Zuneigung zu entführen. Der wissenschaftliche Leiter setzt alles daran, die junge Frau zu retten und das geheimnisvolle Wesen zurück in die Tiefen zu verbannen.

 

black lagoon poster

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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