Kritik: Die Fürsten der Dunkelheit

John Carpenter ist einer der Meister des Horrorfilms, doch in den 80ern hatte er einige andere Probleme. Bevor er Die Fürsten der Dunkelheit drehte, schuf er Big Trouble in Little China, doch das ist eine andere Geschichte. Aus Frust auf die großen Labels drehte er für 3 Millionen Dollar Die Fürsten der Dunkelheit und kehrte damit auch zum Horrorgenre zurück und schuf ein Werk, was oft vergessen wird, dabei ist der Film wohl einer der unterschätzen seiner Art.

Von der ersten Minute an nimmt der Film einen in seinen Bann, langsam baut sich die Handlung auf und John Carpenter nimmt sich zwar Zeit und das Setting aufzubauen, doch durch alles was da schon passiert und welche Hinweise man bekommt, um was es gehen könnte, wird so viel Spannung erzeugt, wie selten in einem Horrorfilm. Mag die Handlung des Films vielleicht am Anfang noch absurd sein und klingt vieles, was geredet wird, merkwürdig. Doch es funktioniert, so bald erst mal die Ereignisse in der Kirche los gehen, erlebt man Carpenter von seiner besten Seite.

fürsten der dunkelheit 2

So zeigen Die Fürsten der Dunkelheit auch sehr deutlich, was man schmerzlich bei vielen modernen Horrorfilmen vermisst. Hier wird auf Atmosphäre und Spannung gesetzt, nicht auf Jumpscars. Sondern man baut die Handlung immer mehr auf und irgendwann bricht das Chaos aus und man ist förmlich an seinem Sitzplatz gefesselt und will nur noch wissen, wie es weiter geht, was steckt dahinter, was haben die Träume zu bedeuten. Könnte es wirklich sein, was man sieht und erzählt bekommt. Wie kaum ein anderer treibt Carpenter hier auch durch seinen komponierten Soundtrack die Spannung in die Höhe.  Der Synthiesound passt perfekt zu Die Fürsten der Dunkelheit.

Wen man bedenkt, dass Die Fürsten der Dunkelheit nur 3 Millionen Dollar gekostet haben, sieht man es dem Film an keiner Stelle an. Natürlich wirken manche Effekte vielleicht etwas sonderbar, doch sie funktionieren noch immer. Das merkt man immer wieder deutlich, je weiter der Film läuft und je näher man dem Finale kommt. Vorher hat Alice Cooper auch einen kurzen Auftritt und eine Szene wirkt wie eine Hommage an Psycho von Alfred Hitchock. Die Kamera ist hier fast auch noch ein Werkzeug um uns als Zuschauer in die Welt mit hinein zuziehen, denn wir sehen nie mehr als die Figuren im Film, manchmal nur um Spannung oder ein Schock Moment mit aufzubauen.

fürsten der dunkelheit 3

Die Fürsten der Dunkelheit gehört zu den Meisterwerken des Horrorfilms, die Handlung, die Spannung, die Atmosphäre, damit liefert John Carpenter ein Film ab, den man mehr als einmal anschauen kann, ohne das er seine Wirkung verliert. Denn er lässt die richtigen Fragen offen und baut so eine Mystik auf, das man beim erneuten Anschauen sich vielleicht fragt auf was sollte ich jetzt achten. So gehört Die Fürsten der Dunkelheit zu einem der Horrorfilme, die man gesehen haben muss.

 

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Handlung:

Plötzlich auftretende Veränderungen in der Umwelt und schreckliche Naturkatastrophen verheißen für all diejenigen, die die Zeichen deuten können, nichts Gutes: Die Wiederkehr Satans steht kurz bevor. In einer zerfallenen Kirche mitten in Los Angeles, gefangen in einem gläsernen Schrein, schlummert seit Jahrhunderten das Böse. Als Wissenschaftler diesem furchtbaren Geheimnis auf den Grund gehen wollen, erwacht die dämonische Kraft des uralten Anti-Gottes. Mit Hilfe eines Priesters versuchen sie verzweifelt, dem Bösen zu trotzen. Doch alle Anstrengungen sind vergebens. Nach und nach werden alle Beteiligten zu Zombies. Satan hat seine Fesseln abgelegt und bereitet mit rasender Wut alles vor, um seinem Vater, dem Anti-Gott, einen würdigen Empfang zu bereiten…

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