When Animals Dream

Der Werwolffilm ist heut zutage eigentlich kaum ein Genre, was noch große Beachtung findet, in Filmreihen wie Twilight sind es ja eher Formwandler die zu Wölfen werden. Das moderne Kino hat diese klassische Legende fast vergessen, doch es gibt immer mal wieder ein paar Filme, die das Thema aufgreifen. Im Fall von When Animals Dream versucht man da ganze auch anders anzugehen, irgendwie versucht man dasselbe wie bei So Finster die Nacht, das Genre aus einem anderen Blickwinkel zu zeigen. Doch man scheitert auf ganzer Linie doch wieso?

Das Problem bei dem Film ist, das er sich nie entscheiden kann, was er am Ende ist, Coming of Age Drama, Familiendrama oder einer der langweiligsten Horrorfilme, die ihr je gesehen habt. Denn nichts funktioniert bei dem Film, was auch am Erzähltempo liegen mag, denn der Film baut keine Spannung auf und nimmt das Tempo raus, auch wenn man die nordische Kälte spürt, ist When Animals Dream einfach zu langsam erzählt. Denn man baut keine wirkliche Verbindung zur Hauptfigur auf. So erleben wir eine junge Frau, die langsam erblüht, doch das ist so ruhig erzählt und die Momente, wo Spannung aufkommen könnte, werden gleich wieder zerstört. Der Film steht sich immer wieder selbst im Weg, da man den Mythos anders erzählen will, uns aber als Zuschauer nie erklärt warum das alles, wieso. Es werden keine Fragen beantwortet, was natürlich als Stilmittel durchgeht. Doch dafür wird nie was zu Ende erzählt, dadurch wirkt das Ganze eher episodenhaft.

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Zwar sieht When Animals Dream wunderschön aus, hier gab man sich wirklich viel mühe und die Optik ist gelungen. Doch reicht das einfach nicht, man kann nicht mit der Figur mitfühlen, warum das alles passiert. Da helfen die starken Bilder nicht weiter. Ein Film erzählt zwar viel über die Bilder, doch wenn sie zu ruhig sind und nur die hübsche Landschaft oder die Einsamkeit zeigen, ist das schon viel zu viel Pseudokunst Anspruch, man will mehr sein und bedeutungsvoller als man am Ende ist. Denn wenn man als Zuschauer am Ende aus den Bildern sich alles zusammenbauen muss, ist man irgendwie verloren.

Man sollte keinen Werwolf Film erwarten, zwar sind die Effekte gut, doch es passiert alles zum größten teils im Off und auch wie der Werwolf umgesetzt ist, nun vielleicht ist es eine Mythologie aus Dänemark, die man kennen sollte, um das zu verstehen. Denn es fällt immer wieder auf das, wenn man dem Zuschauer nichts erklärt, ist man am Ende gelangweilt und es ist einem, egal was passiert, weil man nie weiß, warum es passiert.

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When Animals Dream ist ein langsam erzählter Film, wer auf pure Langeweile im Film steht, mit schönen Bildern, die vielleicht bedeutungsschwanger sind, kann sich den Film anschauen. Doch muss man nicht, man verpasst keinen neuen Beitrag zu irgendwas. Man wird über 80 Minuten nur gelangweilt. Langsamkeit und Monotonie müssen nicht immer was Gutes sein.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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