Die tödlichen Fäuste der Shaolin

Chang Cheh ist wohl der bekannteste Shaw Brothers Regisseur und der Vorreiter und Lehrmeister von John Woo, Cheh prägt das Action und Martial Arts Kino. Denn er schrieb auch die Drehbücher zu vielen seiner Filme, so gibt es immer wieder das Thema von Freundschaft, Brüderlichkeit und Familie. Wie sie John Woo später auch genutzt hat. Dazu hat Chang Cheh auch ein Gespür für Action. 1974 drehte er Die tödlichen Fäuste der Shaolin, hier geht es auch um Verrat, doch eigentlich ist es die generisches Martial Arts Handlung, die man sich vorstellen kann.

Die Handlung des Films dreht sich mal wieder über die bösen Manchus welche ein Shaolin Tempel zerstört haben, doch ein Shaolin Meister kann entkommen. Ein andere wandert durch die Gegend und wird von den Manchu benutzt den flüchtigen Shaolin zu fangen. So beginnt die Handlung, die mit Verrat beginnt und in Brüderlichkeit endet. Es ist eine Handlung wie man sie unzähligen anderen Shaw Brothers Filmen schon gesehen hat, sei es Die Gnadenlosen 5 oder Shaolin – Die Rache mit der Todeshand. Die sind auch von Chang Ceh, der scheinbar eine Vorliebe für dieses Thema hatte.

fäuste shaolin 3

Die Handlung bei Die tödlichen Fäuste der Shaolin ist eigentlich nur dafür da um eine Actionszene mit der nächsten zu verbinden. Denn es vergehen keine fünf Minuten ohne das Es zu einem kurzen oder längeren Kampf kommt. So vergehen die ersten 50 Minuten schnell, dann geht das Tempo etwas zurück für die Handlung. Natürlich nicht lange und es geht zum Finale. Man hat hier einen typischen Martial Arts Film der Shaw Brother Studios vor sich. So sind die Kämpfe dank Chang Cheh gut in Szene gesetzt, doch es ist halt immer nur Aktion und Reaktion, also anders als man es vielleicht von jackie Chan und Bruce Lee gewohnt ist. Es sieht natürlich immer noch gut aus und ist brutal. Es war wohl damals zu brutal, denn die Fassung hat leider eine Vorabzensur, wenn es zu hart wird, im Finale wird das Bild rot eingefärbt oder es gibt für ein paar Frames ein rotes Bild zu sehen. Was die Gewalt etwas abmindern soll.

Die Action stimmt im Film, auch das Schauspiel ist natürlich in Ordnung, Alexander Fu-Sheng und ChenKuan-Tai sind beide sympathisch und agieren auch zusammen gut. Da Fu-Sheng groß Teils des Filmes trägt und er immer ein sympathischer Schauspieler war, hat man kein Problem damit die Charaktere zu mögen. Auch wenn die bösen halt Böse sind und von Dahlia Lama ausgebildet wurden sind. Ist aus heutiger Sicht natürlich schon etwas lächerlich.

fäuste shaolin 2

Die tödlichen Fäuste der Shaolin überzeugt mit seiner menge an Martial Arts Action und sympathischen Schauspielern. Die Handlung ist sehr generisch und sehr typisch für die Zeit, doch dank der Produktion der Shaw Brothers und Chang Cheh als Regisseur bekommt man einen Martial Arts Film geboten, der über den Durchschnitt ist.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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