Kritik: Kesse Teens – Die erste Liebe

Die 70er Jahre, ein Jahrzehnt welches die Filmwelt für immer verändert hat und viele hängen noch an ihm. Denn es gab damals Film die heute nicht mehr ins Kino kommen oder gar gedreht werden. Der Sexploitationsfilm. Sei es Deutschland mit Schulmädchenreport oder auch so manche Erwin c. Dietirch Produktion. Doch auch Italien war ganz oben mit dabei und 1974 hatte eine legende dieser Ära ihren erste Hauptrolle in einem Film und auch ihren ersten Auftritt. Die Rede ist von Gloria Guida in Kesse Teens – Die erste Liebe oder im Original La Ragazzina, was soviel wie die Teenagerin bedeutet. Was der bessere Titel für den Film gewesen wär. Doch reißerische Titel gehören zu den 70ern dazu.

Die Handlung von Flotte Teens – Die erste Liebe (Der Film hat viele Namen die ich alle unterbringen werde) ist eigentlich nicht wirklich eine Komödie, es ist viel mehr ein Coming of Age Drama, dabei driffte es aber immer wieder auch in de Thriller ab, die Nachwehen vom GIallo scheinen 1974 immer noch gewirkt zu haben. So spielt Gloria Guida die 15 Jährige Monica und es dreht sich alles darum das sie 16 wird und ihre Sexuallität erwacht, eigentlich etwas was in ein Coming of Age Drama passt, doch dann schlagen die 70er Jahre zu und es gibt viel Nacktheit, keine Angst Gloria Guida war 1974 schon 19 Jahre alt.

Durch das Alter der Hauptfigur in Kesse Teens und der erste Sex, wirkt alles auch etwas wie eine Lolita Version. Verdreht doch Monica vielen Männern im Film den Kopf und alle wollen mit ihr Schlafen. Doch sie ist noch Jungfrau und sie spielt immer wieder mit den Männern. Durch die neben Handlung um den Anwalt, der ein wirklich schmieriger Typ ist und der gern junge Mädchen kauft um mit ihnen Sex zu haben. Alles ist andere als eine einfache Komödie. So ist Monika – Die erste Liebe
definitiv nicht das was die Titel sagen.

Der Film ist eine arte Sommerfilm, er hat eine Leichtigkeit, obwohl viele Themen im Film nicht gerade einfach und leicht sind. Es erinnert auch etwas an Eis am Stiel, wo neben der Nacktheit, dem Sex und der Komödie, auch das Drama dabei war, vor allem im ersten Teil. Doch Kesse Teens ist auf Gloria Guida fokussiert und ihrer Rolle als Monika. Das merkt man immer wieder, wenn man ihre Gedanken hört und was sie sich alles überlegt. Doch der Sexploitation kommt immer wieder durch, wenn sie sich Minuten lang im Spiegel beobachtet, hier werden wir als Zuschauer zum Voyuer, denn man beobachtet halt. Diese Voyerismus des Films ist wohl auch das Problem der FSK, denn eine Szene scheint nicht ganz komplett zu sein, wenn man Monika auf einer Party unter dem Rock schaut, weil ihr der Slip ausgezogen wurde. So könnten ihr ein paar Sekunden fehlen.

La Ragazzina ist ein Sexploitationsfilm, der sich als Coming of Age Drama tarnt und das auch gut macht. Dabei gibt es viel Nacktheit und fast alles dreht sich nur um Sex. Doch durch die Nebenhandlung und die Wendung am Ende, macht es dem Film am Ende etwas besser als der übliche durchschnitt und Gloria Guida war wirklich eine Schönheit, vielleicht jetzt nicht mehr dem modernen Modebild entsprechend, wir sind halt in 70er da war alles etwas haariger.

 

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