Maggie

Der Zombiefilm ist wohl immer noch In, durch serien wie The Walking Dead, erlebten die Untoten ein neues hoch. Doch im Kino sind sie zwar da aber es wird immer absurder wenn es darum geht, weil man einfach schon alles gesehen hat. Maggie versucht es dennoch und zeigt die Menschen, wie sie damit umgehen und was passiert wenn ein Familienmitglied langsam zu einem Zombie wird. Hier ist ein Virus die Ursache für den Ausbruch.

Die Handlung dreht sich um Maggie und wie sie langsam dem Ende näher kommt. So sollte jedem klar sein, ein Happy End bekommt ihr bei dem Film nicht. Es ist von Anfang an klar, keine Wendung die irgendwie ins Positive verläuft. So gehört der Film sicherlich zu solchen die einem einen glücklichen Tag, doch noch in Depressionen verfallen lässt, vielleicht anders als bei Lars von Triers Melancholia. Dabei verzichtet die Handlung und der Film auf Szenen wo es um das töten von Zombies geht und macht schnell klar, das ist ein Drama und kein Unterhaltungsfilm. So sollte man sich klar sein, das Schwarzenegger hier kein Actionheld ist, sondern ein Familienvater der seine Tochter retten will.
A1oc5z0Gz6L._SL1500_
Abigail Breslin ist hier eigentliche die Hauptfigur, man wirbt natürlich mit Arnold Schwarzenegger, denn er ist bekannter. Obwohl Breslin schon in jungen Jahren mit 10/11 für den Oscar als beste Nebendarstellerin in Little miss Sunshine nominiert war. Sie hat auch mehr talent als Arnie, der wirklich alles gibt und zeigt das er doch etwas Talent hat, was manche damals nach Herkules in New York, wahrscheinlich bezweifelt hätten. Doch er ist viel mehr eine Nebenfigur. Die zwar in den wichtigen Szenen dabei ist. Doch Abigal Breslin zeigt hier die langsame verwandlung in einen Zombie perfekt. Denn es ist wirklich etwas anderes. So erleben wir viele Qualen und Ängste, einer normalen Teenagerin, in eine postapkalyptischen Welt, wo es kaum noch Hoffnung gibt.

Der Look von Maggie erinnert etwas an den von Interstellar, jedenfalls die Szenen welche auf der Erde spielen. Alles ist Grau und düster und ruhigen Bildern eingefangen. Manchmal folgt man Minuten lang einen Charakter durch eine trostlose Welt, der sich die Reste anschaut. Das erzeugt mit dem Soundtrack eine düstere Atmosphäre. Mit dieser ruhe schreitet der Film voran und liefert wunderschöne Bilder in so einer traurigen Welt. Bis zum Ende hin.

91Zj2SizTaL._SL1500_

Maggie ist vielleicht der Wendepunkt in einem Genre, wo man es immer absurder wurde. Erfischend anders ist das Zombiedrama aufjedenfall. Ein düsterer, melancholischer Film über eine Teenagerin und ihre letzten Wochen als Mensch, ist kein einfaches Thema. Doch Maggie erzählt das Thema gut und nicht zu sperrig. Dennoch werden Splatterkiddies und die Gorebauern, keine Freude an dem Film haben. Ist er doch ab 16 und nicht wie auf dem Cover ab 18.

 

 

There are no comments yet

Why not be the first

Kommentar verfassen

More 313 posts in FIlmkritik category
Recommended for you
P.O. Box Tinto Brass
P.O. Box Tinto Brass

Ist P.O. Box Tinto Brass pure Selbstverliebtheit oder ein erotisches Meisterwerk? Tinto Brass gehört zu...