A Girl Walks Home Alone at Night

Nach Twilight war ja von den Kritikern und auch dem Internet der Vampirfilm als tot erklärt. Doch Vampire sterben nicht so einfach. Serien wie The Vampire Diaries, The Originals oder The Strain, Vampirserien müssen wohl in den USA mit The anfangen,  sind sehr beliebt. Dazu gibt es auch immer wieder Filme die anders sind und das Thema vollkommen anders angehen, wie das kleine Meisterwerk Stoker von Park Chan-wook. Es geht aber auch noch anders, wie die junge Regisseurin Ana Lily Amirpour mit A Girl Walks Home Alone at Night beweist. Doch ist dies etwas Gutes?

Die Handlung von A Girl Walks Home Alone at Night ist so wenig, das sie auf die 100 Minuten Film doch sehr gestreckt wird. So dauert es eigentlich schon sehr lange bis man das Mädchen das erste Mal richtig Nachts durch Bad City laufen sieht. Scheinbar ist sie nur eine Nebenfigur, welche Arash trifft. Der iranische James Dean scheint ein sehr merkwürdiges Leben zu führen, was hier das Drama in den Film bringen soll. Ein Drogensüchtigen Vater, ein Dealer der Geld will. So zieht sich das alles hin, bis das Mädchen auftaucht und alles verändert.

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Man braucht eine menge Geduld und auch Koffein um den Film durch zu halten. Die komplette entschleunigung und das Erzählen im Schneckentempo, bringen zwar wunderschöne Bilder mit sich aber auch eine große Form der Langeweile. Denn irgendwie scheint man hier nur drauf konzentriert gewesen zu sein, Bilder zu zeigen und das sehr ruhig. Man muss schon ein ausgesprochener Cineast zu sein um das noch gut und toll zu finden. Zwar ist A Girl Walks Home Alone at Night dadurch anders und komplett gegeben moderne Sehgewohnheiten, was auch etwas gut ist. Doch irgendwie ist das alles zu lang und andere Filme wie Amer oder Der Tod weint rote Tränen, machen es dann doch etwas anders.

Das Vampirthema ist im Film eigentlich auch vollkommen egal, selbst wie die weibliche Hauptfigur ein Vampir ist, es wird zwar nie wirklich thematisiert. Zwar sterben ein paar Menschen. Doch es ist schon fast normal in Bad City. Natürlich ist der Film außergewöhnlich in den USA gedreht im Iran spielend und in persisch gesprochen, doch der Exzotenbonus zieht halt nicht immer. Denn bei den vielen wunderschönen Bildern und langen Shots, will man halt auch etwas mehr Handlung. Denn man kann sich zwar treiben lassen von den Bildern doch bei 100 Minuten ist das viel zu lang und langweilig. Es wird halt auch optisch zu wenig geboten.

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A Girl Walks Home Alone at Night lässt einen zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite hat man einen Film der anders ist und auch anders mit dem Vampirthema umgeht. Er ignoriert den Elefanten Vampir im Raum einfach komplett. Liefert auch wunderschöne Bilder, doch dafür gibt es einfach zu wenig Grundsubstanz. Die Handlung und die Figuren sind einem eigentlich egal. Da wird die Katze schon ein Highlight. So muss man am Ende sagen A Girl Walks Home Alone at Night, hat zu wenig von allem, will dabei aber zu viel. Er ist manchmal einfach zu lang und man wird müde, durch die hypnotischen Bilder.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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