American Guinea Pig: Bouquet of Guts and Gore

Die japanischen Filme aus der Guinea Pig Reihe haben Kultstatus, vor allem die ersten beide Filme. Unearthed Films Labelchef  Stephen Biro brachte Anfang der 2000er diese Filme in die USA auf DVD. Doch das war scheinbar nicht genug, viele Fans wollten eine Fortsetzung. Also drehte Biro ein Spinoff mit dem Namen American Guinea Pig: Bouquet of Guts and Gore, ganz im Stil der Guinea Pig Filme. Auf Video und Super 8 gedreht in 4:3 Bildverhältnis. Also ganz Retro und sehr passend zu den Fake Snuff Filme.

Die Handlung ist sehr minimal, zwei Frauen werden entführt und das wohl auf eine der dümmste Art und weise, wie sich je ein Drehbuchautor ausdenken hätte können. In einem Auto mit offenen Fenster mit einer Rauchgranate. Wirkt also eher Trashig als düstere und Brutale Welt. Doch danach geht es los bzw. es dauert eine Weil bis Splatterkiddies anfangen können sich einen von der Palme zu Wedeln an der Zerstückelung der Frauen. Vorher erlebt man halt wie es bei so einer Snuffproduktion zu geht. Es gibt Regeln und auch wie gefilmt wird. Denn man dreht auf Video und Super 8, was zu einem Monotonen Effekt führt, immer wenn ein Super 8 Band voll ist muss gewechselt werden, was zu einem roten Bild führt, für Sekunden. Dies wiederholt sich Monoton. Ab dem Punkt wo die Frauen zerlegt werden wird der Film dann auch sehr zäh.

Die Effekte bei American Guinea Pig sind zwar wirklich gut und auch die Umsetzung ist brutal und Extreme, doch irgendwann stumpft man ab und durch die Montone Art des Films werden die 72 Minunten sehr lang und man ermüdet sogar, das wenn man den Film zur späten Stunde schaut auch einschlafen kann. Man muss natürlich Stephen Biro zu gute halten, das was er hier macht natürlich nicht massentauglich ist und er versucht auch ein Spur realismus in die Filme zu bringen. Man muss aber ein Gorebauer zu sein um das richtig Geil zu finden oder ein unerfahrenes Filmkind, was kaum Filme kennt. Die werden hier dann Wörter wie Krass, Brutal oder heftig benutzen. Doch eigentlich ist der Film halt nur ein Splatterfilm ohne richtig zu schocken, man kennt keine Figuren, es gibt kein Tiefgang. Nur etwas Atmosphäre und am Anfang auch der Schockeffekt, weil die Kamera niemals weg schwenkt und man immer drauf hält. Doch da es keine Handlung gibt die irgendwas weiter bringt, als das nächstes Opfer wird es sehr langweilig mit der Zeit.

American Guinea Pig:  Bouquet of Guts and Gore ist der Versuch einen neuen Teil der Guinea Pig Reihe zu drehen. Dies ist Stephen Biro wirklich gelungen, mit sehr guten Spezial Effekten und auch den Retrolook hat er ein Film geschaffen der wirklich seinen Vorbildern Respekt zollt. Doch auch die Schwächen der Originale sind wieder mit dabei. So zieht sich das alles und man stumpft ab und die 72 Minuten ziehen sich in die Länge. Nur etwas für neugierige oder Splatterkiddies ohne Anspruch und Niveau.

 

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