Die Schlange im Schatten des Adlers

Jackie Chan hat wie kaum ein andere das Martial Arts Genre verändert, nach dem Bruce Lee den Realismus und die härte in das Genre gebracht hatte. War Chan der erste der Humor mit Akrobatik verbunden hat.  Zwar gab es das Konzept schon vorher, doch mit Die Schlange im Schatten des Adlers fing alles erst so richtig an.

Die Handlung des Films verbindet eigentlich zwei typische Elemente des Martial Arts Film der 70er Jahre, es geht um Rebellen die gegen die Bösen Kämpfen und auch der Ausbildung zum Kung Fu Meister. So ist Jackie Chan zwar eine der wichtigen Figuren im Film, doch es ist eher wie eine große Nebenrolle, Großteile der Kämpfe finden ohne ihn statt. Doch er kann in der Handlung als Schüler glänzen durch seinen Humor, der in der deutschen Snychronfassung schon sehr typisch 70er ist. Paar lockere Sprüche hier und da. Selbst beim Kampf kommt so mancher noch über die Lippen, auch wenn die sie sich nie bewegen. Dabei ist die Handlung aber großteils Nebensache. Sie dient eigentlich nur dazu wie in vielen Filmen einen Kampf zu zeigen.

Doch was die Schlange im Schatten des Adlers so besonders macht sind die Kampfstile im Film, es ist nicht das typische Kung Fu, was man aus vielen Shaw Brothers oder anderen Martial Arts kloppern kennt. Hier wurden Stile erfunden, die alle etwas mit Tieren zu tun haben und extrem gut vor der Kamera aussehen. So ist der Schlangen Stil dann auch Hut zutage in verschiedenen Videospielen und anderen Filmen wieder zu finden.

Natürlich zeigt Jackie Chan hier schon etwas was er kann und es gibt ein paar der Szenen, die ihn berühmt gemacht haben. Man muss natürlich bedenken das hier ist der Anfang von etwas Großem und die wirklichen Highlights in Sachen gewagte Stunts und Akrobatik kommen erst später. Dennoch verlor im Finale sogar ein paar Zähne, was man im Film sieht und die Wunde vom Schwert ist auch echt.

Auch hat der Film ein paar sehr interessante Kameraeinstellungen, vor allem beim ersten Training von Jackie, im POV gedreht, das verleiht dem ganzen was Besonderes, auch gibt es Einstellungen die eigentlich unüblich für ein Martial Arts Film waren. So kann Die Schlange im Schatten des Adlers auch hier überzeugen.

Interessant bei dem Film ist auch die Nutzung des Soundtrack, man nutze hier einfach Songs von anderen Filmen oder Künstlern, vor allem Jean-Michel Jarres Oxygen 2 bleibt im Ohr, ist es doch ein sehr typischer Synthie Sound, doch auch Musik aus Star Wars kann man entdecken. In Hongkong war denenn das egal, sah es rechtlich für sie so ungefährlich aus, hätte man sie doch da verklagen müssen.

 

Die Schlange im Schatten des Adlers ist der Anfang von Jackie Chans großer Martial Arts Karriere und zeigt deutlich warum. Darum ist der Film auch dafür verantwortlich das sich in Hongkong im Martial Arts Film einiges geändert hat. Der Film funktioniert immer noch und durch die interessanten Kampfstile ist er sehr unterhaltsam.

 

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