Romeo Must Die

Das Jahr 2000 die Filmwelt vor allem Hollywood war in einem Umbruch, die Wachowski Brüder (Damals noch Brüder heute Geschwister) haben 1999 mit Matrix die Action im westlichen Kino für immer verändert. Denn sie brachten Animeelmente und Martial Arts mit extremer Coolens auf die Leinwand. Zwar hatte Jackie Chan schon ein paar Jahre vorher mit Rush Hour seinen entgültigen Durchbruch in Hollywood und auch Jet Li folgte mit der Rolle des Bösen in lethal Weapon 4. Doch Matrix hat alles verändert. Im Jahr 2000 war Hip Hop und R’n’B in den USA ganz groß, vor allem dank Aaliyah die leider kurze Zeit Später bei einem tragischen Flugzeugabsturz verstarb. Doch ihr Filmdebüt kam noch in die Kinos, als sie lebte. Die Rede ist von Romeo Must Die.  Jet Li in seiner ersten Hollywood Hauptrolle, Das Regiedebüt des Kameramanns Andrzej Bartkowiak und jede menge Wireworks und abgefahrene Ideen in dieser Actionversion des Shakespeare-Klassikers.

Zugegeben die Handlung von Romeo Must Die ist jetzt 15 Jahre später, noch lächerlicher als sie es damals schon war. Ein Gangkrieg zwischen Afroamerikanern und Chinesen, angezettelt wegen der NFL, welche von einem weißen geleitet wird. Man merkt halt, das man irgendwie versucht hat das klassische Martial Arts Kino in die Moderne zu bringen. Was nicht immer funktioniert und man hier halt eine sehr einfache Handlung hat, die am Ende sogar mit ein paar Wendungen daher kommt die aber keinen mehr hinter dem Ofen vorholen. So bringt die Handlung schnell Aaliyah und Jet Li zusammen und die erleben nebenbei ein Abenteuer, denn irgendwie passiert alles, was wichtig ist, immer nur am Rande.

romeo must die 1

So lebt Romeo Must Die von seiner Action und hier merkt man, das man noch an den Anfängen war in Hollywood bzw. es sich einiges geänert hat. Wenn man schaut was Regiesseur Andrzej Bartkowiak danach so gedreht hat wie Exit Wounds oder Born 2 Die, dann merkt man das die Filme eigentlich alle gleich aussehen, was natürlich der Stil des Regisseurs ist und auch das gleiche Team dahinter. Da Jet Li in Hongkong schon eiige Filme mit Wireworks gedreht hat, wirkt es nicht so befremdlich bei Romeo Must Die. Dennoch merkt man immer wieder das Matrix hier Vorbild war. So ist die Optik und auch die Kämpfe ganz anders gefilmt als man es aus Martial Arts Filmen aus Hongkong oder B-Action Filme der 90er Jahre gewohnt war. Der Schnitt bei den Kampfszenen, zwar lässt man immer wieder einige Movies durchziehen, doch es folgen immer wieder Schnitte, die dem aber auch Tempoverleihen und es wirkt nicht so abgehackt wie es bei Rush Hour noch der Fall war.

Die Martial Arts Szenen in Romeo Must Die sind natürlich das Highlight des Films, auch wenn Jet Li keinen richtigen Gegenspieler hat, so macht man das Beste draus und die Szene mit dem Feuerwehrschlauch wurde sogar Später in Transporter – The Mission nochmals gezeigt. Doch ein besonderes Highlight sind die X-Ray Aufnahmen in manchen Kämpfen. Denn man setzt die Idee aus dem Sonny Chiba Film Der Wildeste von allen, hier bei Romeo Must Die natürlich nur verbessert dank CGI. Das ist das Highlight des Films und auch nicht übertrieben eingesetzt.

romeo must die 2

Romeo Must Die wirkt nach 15 Jahren zum Teil lächerlich, wegen der Handlung und auch einiges anderes wie zum Teil die Optik. Man merkt halt wirklich, von wann er ist. Doch dank Jet Li und paar überzeugender Actionszenen, ist der Film immer noch sehr unterhaltsamer Hollywood Actiontrash der nicht auf ganzer Linie überzeugen kann aber wenn man ihn betrachtet als das was er ist, ein Film einer neuen Welle von Actionfilme aus Hollywood, so kann er mit vielen Ideenpunkten. Aber eher was für Retrofans und welche die den Film aus ihrer Kindheit kennen.

 

 

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