La Bête – Die Bestie

Walerian Borowczyk ein Regisseur der das ein oder andere erotische provokante Werke geschaffen hat, im Jahr 1975 drehte er wahrscheinlich sein bekannteste Werk La Bête – Die Bestie. In diesem Film wandelte er die unschuldige romantische Geschichte von Die Schöne und das Biest in etwas erotische um. Dabei geht er auch auf das Thema Zoophilie ein, dies aber nur leicht am Rande. Viel mehr geht es um ein Familiengeheimnis, eine Hochzeit und wie Frauen mit Gegenständen Masturbieren, die eigentlich nicht für die sexuelle Befriedigung gedacht sind.

 

Eine alte Adelsfamilie in Frankreich kurz vor dem Untergang, der Sohn muss unbedingt bald Heiraten, damit die Familie erben kann. Die Hochzeit steht kurz bevor, doch es gibt so einige Probleme. Alles dreht sich um den Sohn und das Geheimnis, was ihm umgibt. Was ist es? Warum bereitet es der Kirche solche Probleme. Dass es Streit in der Familie gab.  Auch wenn dies eigentlich das Hauptthema des Films ist, so passiert das alles immer nur am Rande. Denn irgendwie schweift Walerian Borowczyk mit seiner Handlung immer wieder ab, doch das hat seine Gründe, stößt es uns doch eigentlich immer wieder genau auf den Kernpunkt des Films und steuert auf dem Höhepunkt hinzu.

 

Da La Bête sich um ein Biest dreht, ist es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis wir es sehen. Doch Borowcyzk lässt sich damit Zeit. Davor sehen wir wie man es von ihm gewohnt ist, einige erotische Szenen, obwohl es hier im Vergleich zu anderen Filmen am Anfang wenig nackte Haut gibt. Doch dafür ist der Film zum Teil an der Grenze von Pornografie und überschreitet sie auch, doch das auf eine sehr fantasievolle Art und Weise. Wie in der Einleitung schon beschrieben, gibt es in La Bête ein paar Szenen, wo Frauen im Film mit Gegenständen masturbieren. Das alles ist sehr Provokant und deutet auf dem Höhepunkt hin. Der wirklich sehr provokativ ist und wahrscheinlich damals und heute sicherlich immer noch zarte Seelen schockieren kann.

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Kommen wir nun endlich zum Finale von La Bête, dem Höhepunkt, der hier schon oft erwähnt wurde. Es geht dabei natürlich um das Motiv die Schöne und das Biest. Das hier Walerian Borowcyzk sehr grafsch und mit vielen Details in Szene gesetzt hat. In HD sieht man zwar, dass das Biest vielleicht doch nur aus Gummi besteht, doch manches wirkt sehr detailreich und es ist wohl sehr fantasievoll, wie man hier die am Anfang noch Vergewaltigung von dem Biest mit der Schönen umgeht. Was wohl die erste Provokation ist. Denn im Verlauf gefällt es Ihr. Da hätten wir die nächste Provokation und so geht es weiter. In dem Finale von  La Bête sind auch einige Fetische vertreten.

 

Das Finale ist von der Klaviermusik von Domenico  Scarlatti unterlegt, genauer gesagt seine Sonta K 209. Diese Heitere Meldoie verleiht dem ganzen noch etwas anderes. Etwas mehr Anspruch und würde. Dazu verändert es auch die ganze Szene, von dem bruatalen Biest, was die arme holde Maid nimmt.

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La Bête – Die Bestie ist eine provokante erotische Umsetzung von Die Schöne und das Biest. Dabei steuert alles auf dem Höhepunkt zu, der sehr fantasievoll aber auch pornografisch mit dem Thema umgeht.  Walerian Borowcyzk schuf mit diesem Film sicherlich ein Meilenstein im erotischen Kino.

 

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 8/10
    Erotik - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
  • 8/10
    Soundtrack - 8/10
7/10
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The Beast (1975) on IMDb

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Handlung:

Um den finanziellen Ruin der Adelsfamilie abzuwenden, der nun nach jahrelanger Misswirtschaft droht, sieht Marquis Pierre de l’Esperance nur noch einen Ausweg: sein Sohn Mathurin und Lucy Broadhurst, amerikanische Millionenerbin eines großen Familienunternehmens, müssen unbedingt heiraten so schnell es geht. Die Weichen sind schon lange gestellt, denn die beiden Väter waren gute Freunde und so wurde die Hochzeit der Kinder schon längst beschlossen. Der Onkel des Marquis zeigt sich von der geplanten Hochzeit allerdings wenig begeistert. Ein alter Familienfluch besagt, dass eine Heirat Mathurins Tod bedeutet. Als Lucy und ihre Tante auf dem Schloss eintreffen, sind die Vorbereitungen aber bereits in vollem Gange. Bei ihrem Streifzug durch das Anwesen ist Lucy fasziniert von einem Gemälde Romildas, einer Urahnin der Familie, und findet in einem alten Buch die Zeichnung einer schrecklichen Bestie, mit der Notiz am Rand: „Ich bin ihm begegnet, und ich habe mit ihm gekämpft“. In der darauf folgenden Nacht träumt sie von dieser Begegnung. Doch was als Albtraum beginnt verwandelt sich plötzlich in pure Lust – animalisch, exzessiv, grenzenlos… Schweißgebadet erwacht sie. War alles nur ein Traum?

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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