Madness of Many

Was macht uns menschlich, was sind wir Menschen? Was sind Gefühle, brauchen wir wirklich Liebe oder Hass? Das sind immer wieder Fragen, die wir uns alle stellen. Doch wie soll man sie beantworten und was ist, wenn man eine gequälte Seele ist, die nichts weiter kennt als Folter, Hass und die Sehnsucht nach dem Tod? Kasper Juhl geht in seinem Debütfilm Madness of Many der Frage vielleicht nicht so genau auf dem Grund, dennoch bekommt man einen düsteren Film geboten.

 

Victoria kennt seit ihrem 8. Lebensjahr nichts außer Erniedrigung, Vergewaltigung und Folter. Als sie flieht, findet sie nicht die Erlösung, sondern noch viel schlimmere Dinge, als sie von ihrer Familie erlebt hatte. So beginnt für uns Zuschauer ein unvergesslicher Trip, denn Victoria hören wir zum größten Teil aus dem Off sprechen und sie erzählt uns von ihrem Leben und lässt ihre Gedanken freien Lauf. Dabei philosophiert sie immer wieder über jenes. So taucht man tief in diese Gedanken Welt ab und sieht dabei Bilder von ihr oder einer ihrer Version. Denn so ganz deutlich macht es der Film nie, was gerade ist Realität und was eine Gedanken Welt oder vielleicht schon die Hölle, welche sich Victoria vorstellt.

 

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Madness of Many ist anders als man erwartet. Zwar bekommt man viele Szenen der Folterung und Gewalt an Victoria zusehen. Doch dazwischen ist der Film sehr ruhig und wir lauschen der Geschichte von Victoria. So ist es ein Mix, der manche Szenen vielleicht noch härter wirken lässt. Denn je mehr man über ihre Gefühle erfährt, desto mehr fragt man sich, ob alles was passiert, vielleicht nicht sogar gewollt ist. Doch der Film lässt hier alles offen. Denn er beschönigt nichts, er zeigt viel mehr, wie eine misshandelte Seele denkt und fühlt.

 

Neben dem Drama und der Handlung gibt es bei Madness of Many natürlich noch die extremen Szenen und die haben es in sich. So gibt es verschiedene Arten von Folter bis hin zu albtraumhaften Bildern. Dazu gibt es ein paar heftige Splatterszenen, die auch ausgedehnt gezeigt werden. Dazu gibt es auch immer wieder Szenen, wo Frauen sich übergeben, meist Blut. Noch nicht so extrem wie bei den Vomit Gore Filmen, dennoch nichts für zarte Schneeflocken.

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Madness of Many ist ein sehr hartes Drama um eine gequälte Seele, die uns ihr Leben erzählt. Alles wird von sehr atmosphärischer Musik untermalt. Dabei gibt es immer wieder lange und harte Szenen, die das Leiden und die Qualen von Victoria verdeutlichen. So ist Madness of Many sicherlich kein leichter Film, dafür ist er sehr passend zu dem Thema.

 

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
  • 7/10
    Intensität - 7/10
  • 6/10
    Extrem - 6/10
7/10
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Handlung:

MADNESS OF MANY beschreibt die Geschichte einer jungen Frau namens Victoria. Seit ihrer Kindheit ist sie von ihrer Familie missbraucht worden. Eines Tages entschließt sie sich zur Flucht, doch die Welt ist gegen sie und bald darauf wird sie in ein Inferno aus Folter und Bestrafung hineinkatapultiert. Dies verursacht ihr unvorstellbare Qualen, jedoch wird sie sich auch des wahren Sinnes ihres Lebens gewahr.

 

Videothekenkind bedankt sich bei Black Lave Entertainment für die Bereitstellung der DVD.

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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