Stray Cat Rock: Sex Hunter!

Die Filme in den 70ern, nie wieder haben wir so eine Buntes, schräges und abgefahrenes Jahrzent der bewegten Bilder erlebt. Es war alles möglich. Durch die Konkurrenz des TVs, die Lockerung der Zensur Beschränkungen auf der ganzen Welt und Pornos waren auch noch Nischen Produkte. Gab es viel Sex und Gewalt auf der Leinwand. Sehr originell ging es dabei in Europa und Japan zu. Stray Cat Rock: Sex Hunter! ist einer von 5 Filmen und leider der Einzige, der in Deutschland erschienen ist. Hier geht es um eine Mädchengang und in der Hauptrolle die bezaubernde Meiko Kaji.

 

Bis man eine Handlung erkennen kann, bei Stray Cat Rock: Sex Hunter! dauert es etwas, denn man fängt einfach an uns die Figuren zu zeigen. Da wir uns im Dritten von fünf Teilen befinden, werden die Charaktere auch nicht weiter eingeführt. So ist man als Zuschauer vor allem am Anfang etwas hilflos. Man findet sich aber irgendwann in die Handlung rein und ab dem Punkt wird sie interessant. Denn die Mädchengang ist zum Teil in dem Film nur zweitranig. Wahrscheinlich auch, weil man einen anderen Teil gleich mit gedreht hat.

 

Da wir in den 70ern sind, verarbeitet Japan immer noch seine Besetzung durch die USA und das spiegelt sich in der Handlung von Stray Cat Rock: Sex Hunter! wieder, denn die Männergang jagt Mischlinge und vertreibt sie aus der Stadt. So ist Rassismus und seine Folgen das Thema in dem Film. Natürlich sollte hier niemand eine Abhandlung erwarten oder eine tiefgründige Aufarbeitung. Es zeigt viel mehr das Zeitgefühl, das damals wohl anherrschte. Dazu ist es auch ein Mittel zum Zweck. Denn die Figuren müssen sich weiter entwickeln, auch wenn Meiko Kajis Charakter Mako irgendwie immer teilnahmslos zuschaut und nur manchmal beschließt zu handeln.

 

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Da Stray Cat Rock: Sex Hunter! von 1970 ist, gibt es noch etwas weniger Sex und Gewalt als die Jahre später es der Fall war. So ist vieles nur angedeutet. Dafür werden Drogen genommen als gäb es kein Morgen mehr. Auch ist der Film moralisch sehr fragwürdig. Wenn die Männer versuchen die Frauen zu vergewaltigen um zu Zeigen, das sie die stärkeren sind und Liebe so was wie das Böse ist im Film. Merkt man schnell das man es mit einer düsteren pessimistischen Welt zu tun hat. So regiert Sex und Gewalt den ganzen Film. Dennoch sind die Frauen stark dargestellt in Stray Cat Rock: Sex Hunter! nehmen sie sich doch immer was sie wollen, vor allem Meiko Kaji als Anführerin ist eine Frau die vielleicht, nicht schnell handelt, dafür aber immer wieder den Männern die Stirn bietet.

 

Gefilmt ist Stray Cat Rock: Sex Hunter! sehr interessant aber auch wieder sehr typisch für sein Jahrzent und sein Land. Denn in Japan war man bei solchen Filmen immer sehr experimental. So ist eine Lokation im Film immer nur im kastenförmigen Bildformat zu sehen, das verleiht dieser Bar etwas unwirkliches, so als ob es eine ganz andere Welt ist. Auch sonst nutzt man das Cinemascope Format immer wieder und platziert Figuren am Rand und lässt im Hintergrund die Handlung spielen, so gibt es bei Stray Cat Rock: Sex Hunter! immer wieder unterschiedliche Perspektiven. Doch auch hier ist man erst bei den Anfängen und es wird noch wilder und verrückter.

 

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Stray Cat Rock: Sex Hunter! ist vielleicht nicht der beste Mädchengang Film aus Japan, dafür ist er aber immer noch sehr interessant. Leider ist der Film der dritte Teil von fünf und somit hat man kaum eine Charaktereinführung oder weis, wie die Mädels sonst so drauf sind. Am Ende ist Stray Cat Rock: Sex Hunter! ein Film, der eine Generation von Filmen widerspiegelt, die so nie wieder gedreht werden.

 

 

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
  • 7/10
    Soundtrack - 7/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
6/10
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Handlung:

Die abgebrühte Girl-Gang „Alleycats“ zieht reichen Geschäftsmännern das Geld aus der Tasche. Ihre Anführerin Mako umgibt sich mit dem ultracoolen Baron, dem Kopf der dreisten Boy-Gang „Eagles“, der sich geschworen hat, alle „Mischlinge“ aus der Stadt zu jagen. Als Mako dem Fremdling Kazuma hilft, nach seiner verlorenen Schwester zu suchen, brennen bei Baron die Sicherungen durch, Denn Kazuma ist Halbafrikaner und erregt in Mako mehr als nur Nächstenliebe. Rasend vor Eifersucht und Fremdenhass entfacht Baron einen erbarmungslosen Krieg…

 

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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