The Hateful 8

Quentin Tarantino und seine Filme, viele Fans auf der Welt sind immer gespannt was er als Nächstes drehen wird.  Als The Hateful 8 angekündigt wurde und es wieder ein Western sein würden. War die Frage was nach Django Unchained noch kommen soll groß. Als dann auch noch das Drehbuch Online auftauchte und das Projekt abgesagt wurde, waren Fans und Tarantino enttäuscht und sauer. Doch dann änderte Quentin Tarantino seine Meinung und änderte einfach das Ende und so wurde The Hateful 8 doch noch gedreht.

 

Nachdem Tarantino bei Django Unchained auf die Erzählung in Kapitel verzichtete, gibt es bei The Hateful 8 wieder welche. In 5 Kapiteln erfahren wir alles über Kopfgeldjäger, den Bürgerkrieg und natürlich gibt es Verrat und Mord. Die Unterteilung in Kapitel ist fast schon egal bei der Handlung, vor allem am Anfang, es wird erst ab Kapitel 4 wichtig, weil hier wohl in der Roadshow Version die 15 Minuten Intermission stattfindet. Für die normale Version ist es schon etwas merkwürdig, wenn Tarantino als Sprecher uns dem Zuschauer erklärt was in den vergangen 15 Minuten passiert ist. Das wirkt etwas unlogisch.

 

Da sich Quentin Tarantino sich viel Zeit lässt bei The Hateful 8, alle Charaktere einzuführen, dauert es auch etwas, bis sie bei Minnie’s Haberdashery ankommen und man die Frage gestellt bekommt, wer ist hier eigentlich da um Daisy Domergue zu befreien. Hier zeigt sich die Stärke von Tarantinos Dialogen und vor allem Samuel L. Jackson kann mal wieder richtig glänzen. Die Stimmung in der Hütte ist ähnlich wie bei Reservoir Dogs, da teile der Schauspieler auch bei diesem Tarantino Film mitgespielt haben. Kommt der Vergleich sehr schnell auf.

 

Hateful 8 2

 

Nach den ganzen Dialogen gibt es bei The Hateful 8 einen Moment, wo die ganze Handlung umschwenkt und es losgeht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Film sehr sehr blutig aber nicht so brutal. Die Szenen in der die Figur von Jennifer Jason leigh immer wieder geschlagen werden, könnte man als grenzwertig auffassen. Doch die Figuren im Film selbst erklären, dass es kein Unterschied macht, ob Mann oder Frau, Verbrecher ist Verbrecher, sie behandeln alle gleich. Die Bluteffekte sind wie bei Django Unchained schon sehr übertrieben und das Blut spritzt wie in einem John Woo Film.

 

Das neuste für den Film ist aber der Soundtrack, hat Quentin Tarantino sonst immer nur Popmusik dabei oder Songs von anderen Filmen genommen, ausgenommen Kill Bill Vol. 1 wo RZA auch ein Song beigetragen hat, welcher aber auch auf Samples eines anderen Soundtrack bestand. Doch bei The Hateful 8 hat Ennio Morricone den Soundtrack geschrieben, was sich bemerkbar macht, denn Morricone hat für viele Western schon die Musik gemacht. So wertet das den Film nicht nur auf, sondern untermalt die Spannung und Atmosphäre sehr und bringt das Westerngenre wieder zurück auf die Leinwand.

 

Bei den Bildern merkt man die Liebe von Tarantino zum Film, nicht nur das die Kamera, wie ein Charakter wirkt. Die wunderschönen Bilder der Schneelandschaft, die sicherlich auf einer riesen großen Leinwand noch besser aussehen. Drehte er den Film doch auf 70mm Film und das macht sich bemerkbar. Es ist anders als moderne digitale Bilder. Die Filmkörnung und Farbgebung des Filmmaterials ist anders und man hat wirklich das Gefühl einen richtigen Kinofilm zu sehen.

Hateful 8 3

The Hatful 8 zeigt, dass es noch richtige Kinofilme gibt und der Western noch existiert. Auch wenn Tarantino hier vielleicht etwas zu viel Dialoge dabei hat und manche Zuschauer vielleicht gelangweilt werden. So bekommen Fans genau das, was sie erwarten.

 

  • 9/10
    Handlung - 9/10
  • 9/10
    Schauspiel - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
  • 9/10
    Unterhaltung - 9/10
8.6/10

 

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Handlung:

Wyoming, einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Eine Kutsche bahnt sich mühsam ihren Weg durch den Schnee in Richtung der Stadt Red Rock. An Bord befinden sich der Kopfgeldjäger John „The Hangman“ Ruth (Kurt Russell), dessen Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) sowie der Anhalter Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson), der früher Soldat war und nun ebenfalls als Kopfgeldjäger sein Geld verdient, und Chris Mannix (Walton Goggins), ein Deserteur aus den Südstaaten, der behauptet, der neue Sheriff der Stadt zu sein. Ein Schneesturm zwingt die Gruppe zu einem Zwischenstopp in Minnies Kleinwarenladen. Sie treffen dort zwar nicht auf Minnie aber dafür auf den mysteriösen Mexikaner Bon (Demian Bichir), auf den verschwiegenen Cowboy Joe Gage (Michael Madsen), auf den Konföderierten-General Sandford Smithers (Bruce Dern) sowie auf Oswaldo Mobray (Tim Roth). Während der Sturm draußen immer heftiger tobt, begreifen die acht Fremden, dass ihr Zusammentreffen vielleicht gar nicht so zufällig ist und sie Red Rock möglicherweise nie erreichen werden…

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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