Thanatomorphose

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen auf der Erde denn ihre Sterblichkeit bewusst ist. Wir wissen das wir irgendwann sterben müssen. So ist es eins der Themen in Filmen immer wieder. So auch bei Thanatomorphose. Doch hier ist einiges anders. Auch wenn es in den Grundzügen an einen Zombiefilm erinnert. So sagt der Titel schon alles aus. Der Titel besteht aus zwei Wörtern. Thanatos was altgriechisch für der Tod ist und Morphose was einfach eine Wandlung bzw. Veränderung. So verwandelt sich hier jemand in den Tod. Doch nicht etwa in einen Serienkiller, die Hauptfigur zerfällt langsam.

 

Fangen wir mit dem größten Problem von Thanatomorphose an, die Handlung. Denn die ist kaum existent und das bei einer Spielzeit von fast 100 Minuten. Denn man sieht Minuten lang den Figuren beim normalen Leben zu. Das ist nicht gerade spannend und baut auch keine Charakterbindung auf. Denn die paar Informationen, die man bekommt, hätte man auch kürzer erzählen können. Natürlich kann man jetzt Argumentieren, das gehört zu dem Film er will auch Kunst sein. Doch das bringt nichts. Es ist einfach zu uninteressant. So das man als Zuschauer sich einfach langweilt. Denn bis Laura anfängt zu zerfallen, dauert es über 30 Minuten. In diesen erfährt man, das Ihr Freund sie schlägt und sie vielleicht draufsteht, jedenfalls ist er ein Arschloch, doch sie ist so Submissive, dass es ihr sogar egal ist.

Thanatomorphose 2

Doch die Langeweile zieht sich durch den ganzen Film. Auch wenn Laura anfängt richtig zu zerfallen und wahnsinnig wird in ihrer Wohnung. Passiert nicht viel. Als Zuschauer ist es eine Geduldsprobe. Denn Kayden Rose spielt wirklich gut und bemüht sich das alles wirklich gut darzustellen. Doch durch die Limitierung der nicht vorhanden Handlung. So geht das leider unter. Thanatomorphose macht keinen Spaß zu zuschauen und hier sind wir nicht mal bei den Effekten oder dem Ekelfaktor. Denn bis dahin kann man als Zuschauer schon abgeschaltet haben.

 

Kommen wir zu dem Punkt, wo Thanatomorphose überzeugen kann. Die Effekte, hier bekommt man wirklich was geboten. Der Zerfall wird wirklich gut dargestellt. Angefangen bei den Leichenflecken, die immer mehr werden bis zu dem Punkt, wo Laura anfängt, zuverfallen. Alles sieht sehr gut aus. Bis auf die Nase die am Ende fehlt ist alles CGI frei. Das ist ein großer Aufwand für das Effektteam und auch für Kayden Rose. Hier kann der Film wirklich punkten. Es wird auch im Laufe des Films sehr eklig und hart. Vor allem das Ende.

 

Thanatomorphose 3

Thanatomorphose ist sicherlich kein Film für die breite Masse und auch kein Horrorfilm für jeden. Denn er ist sehr langatmig und langweilig auf der einen Seite, auf der anderen gibt es wirklich gute Effekte, welche den Ekelfaktor in die Höhe treiben. So muss man wohl auf anspruchsvoll Kunstfilme tun, die kein Erzähltempo haben und man muss auch extreme Filme mögen. Sollte man zu der Schnittmenge gehören, sollte man sich Thanatomorphose auf jeden Fall anschauen.

 

  • 3/10
    Handlung - 3/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 9/10
    Effekte - 9/10
  • 2/10
    Unterhaltung - 2/10
  • 7/10
    Extrem - 7/10
5.6/10
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Handlung:

Laura ist eine brotlose Künstlerin, welche unter innerer Leere, Ideenlosigkeit und den krankhaften Beziehungen, aus denen sie nicht entkommen kann, leidet. Als sie sich einen Seltsamen Virus einfängt, denkt sie zunächst nichts böses und denkt, dass er von alleine weggehen wird. Sie ahnt nicht, dass dieser Virus schlimmer ist als alles, was sie jemals gesehen hat. Er lässt ihren Körper verwesen und verrotten und von Tag zu Tag verliert sie mehr Körperteile. Laura wird langsam bewusst, dass es für sie keine Heilung und keinen Ausweg gibt.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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