Red Sniper – Die Todesschützin

Kriegsfilme gibt es wie Sand am Meer, doch immer nur sind die Männer die Helden und Frauen werden selten beachtet. Egal woher der Film kommt. Doch es gibt auch weibliche Kriegshelden, auch schon im Zweiten Weltkrieg. Die Scharfschützin Lyudmila Pavlichenko ist wohl die berühmteste. Hat sie 309 Nazis erschossen in der kurzen Zeit wo sie an der Front kämpft. Das alles gerade mal als sie 24 Jahre alt war. Sie war so Heldenhaft das es ein Wunder ist, das Sabaton noch kein Lied über sie geschrieben hat. Sie war sogar die erste Frau aus der Sowjetunion, die ins weiße Haus durfte. Der Film Red Sniper – Die Todesschützin erzählt nun ihre Geschichte.

 

Der Film wird in Rückblenden erzählt. Dabei erzählt uns Eleanor Roosevelt die Geschichte von Lyudmila Pavlichenko, wie sie 1942 im Weißen Haus kennengelernt hat. So gibt es hier dann immer wieder rückblenden, welche uns das Leben von Lyudmila erzählt, wie sie eigentlich zum Militär kam und was sie im Krieg geleistet hat. Dabei bleibt man größten Teils faktisch, ändert von der Handlung nur Dinge ab, welche ein besseren dramaturgische Wirkung haben. So bekommt man einen sehr interessanten Film zu Gesicht. Denn Red Sniper zeigt eindrucksvoll die Leistung einer jungen Frau in einer Welt, die von Männer dominiert wurde.

red sniper 2

Dass das Schlachtfeld kein schöner Ort ist, zeigt Red Sniper immer wieder. Denn wir sehen auch die Schattenseiten was mit Lyudmila passiert. Sie leidet und erleidet Traumas. Hier wird nichts verschönt. Auch gibt es kaum Patriotismus. Natürlich kämpft sie für die Sowjetunion und man kämpft in einem Krieg für sein Land. Doch Russland wird nicht als übermacht dargestellt. Sondern so wie es wirklich war. Sie hatten die deutschen falsch eingeschätzt. So zeigt Red Sniper was Krieg mit den Menschen anstellt.

 

Die Kriegsaction im Film ist im vergleich zu anderen Filmen wenig. Dafür haben es die Szenen in sich. So g ist das erste Gefecht wo Lyudmila mit kämpft, mit langen Sequenzen gefilmt. Ihr eintritt in den schützen Graben besteht aus einem One Take, der zwar nicht so lang ist, doch als Zuschauer wird man mit ins Gefecht gezogen und fiebert und leidet mit. Dazu gibt es auch immer wieder Kameraeinstellungen, die sehr interessant ist, so verfolgt die Kamera schon mal eine Kugel und die Luftschlacht, welche recht kurz ist. Doch sie zeigt auch beeindruckenden Szenen. Doch die meiste Zeit konzentriert sich die Action auf die Sniperkünste der Hauptfigur. Was in einem sehr spannenden Finale gipfelt.

 

Yuliya Peresild gibt hier eine unglaubliche Leistung ab als Lyudmila, denn sie verkörpert die Scharfschützin perfekt. Die eher wie ein Mann agiert, schüchtern und zurückhalten und den Krieg manchmal nur als einen Wettkampf sieht. Dazu lies sie sich für eine Szene auch vergraben. Doch auch der restliche Cast ist überzeugend. Das Einzige was etwas merkwürdig ist, sind die drei Männer die was von Ljudmila wollen, vielleicht soll die aber nur verstärken, welche Wirkung die hübsche und starke Frau auf Männer hatte.

red sniper 3

Red Sniper – Die Todesschützin ist alleine durch seine Handlung sehr außergewöhnlich. Denn ein Kriegsfilm mit einer Frau in der Hauptrolle, die an der Front gekämpft hat. Dabei beruht das alles auf der wahren Geschichte von Lyudmila Pavlichenko. Auch zeigt man die Folgen des Kriegs und das Trauma welches Lyudmila hat. So ist Red Sniper sicherlich einer der interessantesten Kriegsfilme der letzten Jahre.

 

 

  • 9/10
    Handlung - 9/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 7/10
    Action - 7/10
  • 8/10
    Charakterentwicklung - 8/10
7.8/10
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Handlung:

Kiew 1941. Ljudmila Pawlitschenko ist noch Studentin, als die deutsche Wehrmacht unter dem Decknamen Unternehmen Barbarossa die Sowjetunion angreift. Bald schon steht die junge Frau mit der Waffe in der Hand an vorderster Front. Verehrt und gefürchtet als Lady Death steigt sie zur erfolgreichsten und kaltblütigsten Scharfschützin des Zweiten Weltkriegs auf: 309 Soldaten sterben durch ihre Kugeln. Ihr Mut und ihre Zielgenauigkeit machen Ljudmila über die Grenzen ihres Landes hinaus zu einer Legende und ihre herausragende Tapferkeit führt sie bis auf die politische Bühne des Weißen Hauses. Doch die Unmenschlichkeit des Krieges fordert auch bittere Opfer von Ljudmila und ihre Berühmtheit bringt sie in tödliche Gefahr…

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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