Regression

Wenn du Ethan Hawke und Emma Watson in einen Horrorthriller steckst und dazu das Drehbuch und auch die Regie Alejandro Amenábar übernimmt, welcher The Others und Tesis gedreht hat. Kann eigentlich nicht viel schief gehen oder? Doch Regression ist am Ende anders als man erwartet und geht den Trend, den aktuell viele Filme gehen, die als Horror ausgegeben werden.

 

Die Handlung von Regression beschäftigt sich mit Vorfällen die wohl Anfang der 90er und in den 80ern die USA beschäftigt hat: Der Satanskult. Dazu auch die Regressionstherapie. Doch die Handlung entwickelt sich langsam, dafür baut sie Spannung auf. Dennoch wird einem als Zuschauer vielleicht klar, das nicht alles so ist, wie man glaubt. So ist die Handlung am Ende nicht so befriedigend, wie erhofft. Es gibt keine plötzlichen Wendungen oder etwas Überraschendes. So erklärt man nicht mal alles, sondern blendet Texttaffeln ein um alles zu erklären. So geht Regression denselben Weg wie Babadook. Man erschafft etwas zerstört es im Film. Doch Regression ist dabei der bessere Film. Da man bessere Schauspieler hat und die Handlung auch mehr Möglichkeiten bietet.

regression 2

Das Regisseur Alejandro Amenábar sein Handwerk versteht, merkt man schon beim Beginn des Films, die erste Szene ist wichtiger als man denkt und wiederholt sich im Film auch noch mal. Er baut in Regression die Spannung auf, auch bis wir das erst mal das Opfer sehen, dauert es. Auch das Thema rund um Satanismus wird interessant gezeigt. Die Schwarze Messen und was alles passiert sein soll, ist zwar etwas Klischees. Doch der Film gibt einen auch immer wieder Hinweise drauf wie man das aufaßen soll, meist im Hintergrund, achtet mal auf die Sachen die Ethan Hawke im TV schaut.

 

Doch in Regression werden auch andere Stilmittel interessant eingesetzt. So ist die Stimme aus dem Off nicht nur für uns hörbar, sondern die Figur von Ethan Hawke hört sich Gespräche mit dem Opfer an und besucht dabei den Ort, den sie beschreibt. Das glänzt auch bildlich durch gelungen Montagen. So zeigt der Film hier seine Stärken. Denn Regression entwickelt sich zu einem spannenden Thriller mit einem enttuschenden Ende, der auch Horrorelemente hat. Lässt man das Ende außen vor, hat man einen spannenden Film vor Augen.

 

Wenn ihr Leser euch jetzt fragt, warum schreibt er nicht zu Emma Watson und der einen Szene. Hier habt ihr es. Emma Watsons Rolle im Film als Opfer sollte man kaum besprechen, weil sie wichtig für die Handlung ist und es sich alles um ihre Aussagen dreht. Die Szene, die durch das Internet gegangen ist. Nein das ist sie nicht, das ist eine andere Schauspielerin.

regression 3

Regression ist ein guter Film, der zwar ein enttäuschendes Ende hat, weil man irgendwie etwas anderes erhofft hat. Dennoch baut der Film Spannung auf und auch die Schauspielerische Leistung von Ethan Hawke ist hervorragend, genauso wie die von Emma Watson.

 

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 9/10
    Schauspiel - 9/10
  • 7/10
    Spannung - 7/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.4/10
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Handlung:

Eine Kleinstadt in Minnesota im Jahr 1990: Detective Bruce Kenner ermittelt im Fall der jungen Angela Gray, die ihren Vater John des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Als sich dieser unerwartet und ohne sich überhaupt an die Tat erinnern zu können, schuldig bekennt, wird der renommierte Psychologe Kenneth Raines hinzugezogen, um Johns verdrängte Erinnerungen mit Hilfe einer Regressionstherapie wieder hervorzuholen. Dabei tritt allmählich ein Geheimnis von ungeahntem Ausmaß zutage. Angela scheint nicht nur das Opfer ihres eigenen Vaters, sondern auch einer satanischen Sekte geworden zu sein. Kenners Ermittlungen in diese Richtung bringen den Polizisten bald um den Verstand. Er wird von Wahnvorstellungen und Alpträumen heimgesucht. Wer treibt hier sein böses Spiel?

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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