13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi

Wenn Michael Bay heimlich einen Film dreht, kann dabei so was wie Pain & Gain dabei raus kommen, im Moment immer noch sein bester Film oder es kommt dabei ein Kriegsactionfilm, der eindeutig auf dem Hype von American Sniper mit schwimmen will. Denn 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi beruht auf etwas, was wirklich passiert ist. Doch es ist immer noch ein Film, so ist die Frage. Rufen wir danach USA USA USA und sind Islamkritischer wie eh und je oder versucht der Film das was passiert nüchtern auf zu arbeiten und vielleicht etwas Militärkritischer zu zeigen.

 

Die Handlung des Films beginnt nicht gleich mit den genannten 13 Stunden, sondern man versucht wirklich so etwas wie Charakterentwicklung. Doch hier wird deutlich, das Drehbuch und die Figuren haben so viele schwächen, dass sie einem als Zuschauer egal sind. Dabei wird der Film dennoch nie langweilig. Was an dem Humor liegen muss, also wenn man den Film nicht zu ernst nimmt. Denn der Patriotismus ist echt überall vorhanden. Dazu kommt aber auch das man beim Handlungsaufbau sich in der ersten Hälfte bei Homeland bedient hat, inklusiver blonder Agentin.

 

Die zweite Hälfte ist das dann ähnlich wie John Carpenters Klassiker Assault – Anschlag bei Nacht. Hier sieht man nie wirklich die Bösen oder liefert einen Grund warum sie Angreifen. So sieht man zwar ein paar, doch die Bösen bleiben Namen und gesichtslos. Sie sind in der Handlung einfach die Bösen. Oder geht man noch weiter zurück, was hier passender ist. Dann passt Howard Hawks Rio Bravo mit John Wayne in der Hauptrolle. Den irgendwie wirken die Soldaten in dem Film wie moderne Cowboys.

© 2015 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED.

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Bei der Action in 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi zeigt sich dann das können von Michael Bay. Die ist wirklich gut in Szene gesetzt. Auch wenn ein paar Wackelkamera aufnahmen vielleicht für den ein oder anderen zu viel sein könnten. Die Action sieht gut aus und ist auch recht Hart. Wär es kein Kriegsfilm, wär 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi  sicherlich auch ab 18. So bekommt man vor allem in der zweiten Hälfte sehr viel Action zu sehen. Die aber wie schon angesprochen nach dem Prinzip von Rio Bravo oder Assault – Anschlag bei Nacht funktioniert. Die Bösen sieht man nicht wirklich und die amerikanischen Soldaten sind die Helden und schießen alles nieder, was sich bewegt.

 

Im Finale zitiert sich Michael Bay dann auch noch mal selbst, in dem er eine Aufnahme aus Pearl Harbor kopiert, dieses Mal ist es keine japanische Fliegerbombe, sondern eine Mörsergranate. Dennoch sind die Aufnahmen sehr ähnlich. Hier inklusive Slow Motion Aufnahme, welche auch zu den schönsten Szenen des Films gehören. Denn er wurde Digital gedreht und in manchen Szenen merkt man das sehr deutlich, da wirken die Aufnahmen eher billig als Hochglanz. Hier muss man auch sagen, bis auf die wehende US-Flagge, hat der Film kaum etwas von einem typischen Michael Bay Film.

© 2015 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED.

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13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi ist ein guter Kriegsactionfilm, wenn man den Patriotismus ausblendet oder das gesagt nicht so Ernst nimmt. Denn er schafft es sogar Spannung aufzubauen und der zweiten Hälfte gibt es typische Michael Bay Action. Dies macht 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi zu einem besseren Michael Bay Film.

 

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
7.0/10

 

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Handlung:

Es ist die Nacht des 11. Septembers 2012 – genau 11 Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center – als das US-General-Konsulat in Bengasi, Libyen, überraschend mit schwerem Geschütz angegriffen wird. Als ein eindeutiger militärischer Rettungsbefehl aus Washington ausbleibt, entscheidet sich ein Team privater Sicherheitskräfte für den Alleingang. Sie, die in einem geheimen CIA-Stützpunkt in der Nähe stationiert sind, wollen die Botschaft den Angreifern nicht kampflos überlassen. Dabei riskieren die ehemaligen Soldaten Jack, Rone, Tanto, Boon, Oz und Tig nicht nur ihr Leben, sondern setzen sich auch über einen Befehl hinweg. Denn um die Existenz des geheimen CIA-Stützpunkts zu sichern, wird ihnen ein Eingreifen strengstens von oberster Stelle untersagt. Ein 13-stündiger, selbstloser Einsatz gegen Befehl und Gehorsam und für das Leben ihrer Landsleute beginnt …

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