The Tribe

Film ist eine Welt, wo man sehr viel probieren kann. Doch es gibt immer noch Dinge, die man noch nie gesehen hat. Es gibt zwar ein paar Filme die viele lange One Takes haben oder sogar aus einem bestehen wie Victoria. Doch ein Film wie The Tribe gab es noch nie. Denn er ist anders, in seiner Umsetzung kompromisslos. Denn der Film spielt in der Welt der Gehörlosen. So benutzt man die Zeichensprache, doch für alle die sie nicht Sprechen gibt es keine Untertitel oder einen Sprecher aus dem OFF. Wir sind alleine als Zuschauer in dieser Welt, wie das wirkt und am Ende funktioniert, dem geht diese Review auf dem Grund.

 

Schon bei der Handlung von The Tribe hat man als Zuschauer das Problem, wenn man die Handlungsangabe nicht gelesen hat, sieht man einen Film über ein Jungen der neu an dem Internat für Gehörlose ist und da sich anderen Jungs anschließt die eine Gang sind, die sogar andere Schülerinnen anschaffen schicken. So entwickelt sich die Handlung von The Tribe und man wird in den Bann gezogen. Auch wenn man die Dialoge nicht versteht, so merkt man der Körpersprache der Figuren, worum es geht. Aber man kennt keine Namen, keine Details und dennoch funktioniert die Handlung, weil sie wie ein Stummfilm erzählt wird. Einzig es gibt auch keine Filmmusik.

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Da The Tribe so kompromisslos vorgeht, ist es ein Erlebnis was man so noch nicht kennt. Denn da es weder Dialoge oder Filmmusik gibt. Fühlt man sich wie die Gehörlosen, man fühlt sich fremd. Eine sehr beklemmenden Atmosphäre baut sich dadurch auf. Denn die paar Geräusche, die man hört, sind die aus der Umgebung. Im laufe des Films vergisst man aber irgendwann das die Figuren nicht hören können, was uns das Finale aber wieder verdeutlicht. Da die Zeichensprache mit dem ganzen Körper gesprochen wird, macht es das Schauspiel uns als Zuschauer leichter die Emotionen zu erkennen. Hier zeigt sich dann auch das können der Schauspieler, welche auch im echten Leben gehörlos sind.

 

Der Film besteht gerade mal aus 34 Szenen, bei einer Laufzeit von 126 Minuten ist das nicht viel. Doch jede Szene besteht aus einer Aufnahme. So hat man von sehr langen Aufnahmen eines Bildes, wo sich alles abspielt, bis hin zu langen Kamerafahrten. So hat man sehr viele One Takes im Film. Das macht ihn auch so einzigartig. Denn als Zuschauer wissen wir nicht, ob die Dialoge so stimmen. Man kann sich auf der DVD aber die Extras anschauen und merkt das die Crew hören konnte und Regisseur Miroslav Slaboshpitsky hatte Zeichensprache Dolmetscher um mit den Schauspielern zu kommunizieren und zu überprüfen ob alles stimmt.

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The Tribe ist ein einzigartiger Film durch seine kompromisslose Inszenierung. Wird man als hörender Zuschauer in eine Welt geworfen, wo man die Figuren nicht versteht, spricht man keine Zeichensprache. So erlebt man eine Handlung die es dennoch schafft Spannung aufzubauen. The Tribe ist sicherlich kein Film für ein Mainstream Publikum, wer aber was neues sucht, das wirklich anders ist, ist hier genau richtig.

 

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Intensität - 9/10
  • 9/10
    Spannung - 9/10
  • 6/10
    Erotik - 6/10
8.0/10

 

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Handlung:

Sergey ist neu auf dem Internat für Gehörlose. Schnell kommt er mit Jugendlichen einer organisierten Gang zusammen, „The Tribe“ (Der Stamm), in der Gewalt und Schikane mit schonungsloser Dynamik das Leben bestimmen. Notgedrungen muss auch Sergey sich durchsetzen und durch Diebstähle, Raubüberfälle und Zuhälterei sichert er sich seinen Rang innerhalb der Hierarchie. Als er sich in Anna verliebt, die wie die anderen Mädchen der Gruppe vom Anführer zur Prostitution gezwungen wird, durchbricht Sergey den Kodex des Stammes und ist plötzlich auf sich allein gestellt.

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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