Seekers

Der deutsche Genrefilm hat es schwer denn ins Kino kommt er so gut wie und im Heimkino wird er immer wieder abgestraft von den Zuschauern. Dabei haben wir talentierte Macher in Deutschland. Einer davon ist Michael Effenberger, der neben Marcel Walz die Regie bei Tortura übernahm und dann auch mit Survival, einen Zombie Martial Arts Horrorfilm überzeugen konnte. Sein neuster Film ist Seekers ein Found Footage Film.

 

Die Handlung von Seekers begleitet eine Gruppe von Geocatchern auf ihrer modernen Schnitzeljagd. So lernen wir sie am Anfang des Films kennen und durch die Limitierung des Found Footage Genre, wirkte manches halt realistischer. Dabei ist es aber auch interessant den Figuren bei ihrer Suche zu zuschauen. Denn es ist ein interessantes Thema und auch das verlassene Hotel, was sie finden, bietet eine unheimliche Atmosphäre. So baut sich die Handlung nach und nach auf und lässt zum Glück einige Fragen offen und liefert kaum Erklärungen ab, was natürlich auch am Genre liegt, aber bei einem Horrorfilm von Vorteil sein kann. Denn das Unbekannte, wie in Seekers, das immer mehr in Erscheinung tritt sorgt für die Spannung und die Atmosphäre.

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Ein Found Footage Film hat so viele Limitierungen, dass man als Macher dadurch auch sehr kreativ sein kann. Bei Seekers nutzt man den Kameramann und auch eine Handkamera. Hier täuscht man es nicht nur vor, wie in vielen US Produktion, sondern das Bild der Handkamera ist wirklich anders und von ihr gedreht. So kann man mehr Dynamik in den Film bringen, durch schnitte und muss lange Szenen nicht neu drehen, sollte sich jemand versprechen. Im Verlauf von Seekers kommen aber noch mehr verschiedene Kameras zum Einsatz. Das hat den Vorteil, dass wir auch sehen können, was passiert, wenn sich die Gruppe trennt und im Finale baut man dadurch noch mehr Spannung auf.

 

Auch sehr positiv man verzichtet auf Jumpscares bei Seekers, zwar gibt es ein paar Schreckmomente, die durch einen Spiegel erzeugt werden. Doch man setzt mehr auf die Handlung und die Atmosphäre um den Grusel zu erzeugen. So ist der Film unheimlicher, weil man nie so genau weiß, was gerade passiert und was als nächstes kommen wird oder wie er enden wird.

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Seekers ist durchdachter als andere Found Footage Filme. Durch das Setting wirkt er auch erfrischend anders. Auch versucht man mehr Dynamik in den Film zu bringen, durch verschiedene Kameras und schnitt. Auch der Verzicht auf die für das Genre üblichen Jumpscares, hebt ihn deutlich von der Konkurrenz ab. Seekers zeigt das Deutschland auch Found Footage kann, ein gelungener Genre Beitrag.

 

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 7/10
    Atmosphäre - 7/10
7.3/10
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Handlung:

Begleitet von einem Kameramann begeben sich die vier Freunde Mike, Eileen, Sarah und George in die tiefen Wälder Polens um eine Dokumentation über Ihr Hobby zu drehen: Geocaching, eine moderne Form der Schatzsuche. Bei Ihrer Suche stößt die Gruppe auf ein altes verlassenes Hotel, in welchem Sie die Nacht verbringen. Doch das Anwesen birgt ein dunkles Geheimnis… Als dann auch noch ein Gruppenmitglied mitten in der Nacht verschwindet, durchlebt die Gruppe eine Nacht des Grauens. Was als harmloser Ausflug begann, endet in einer blutigen Verfolgungsjagd!

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

2 Gedanken zu „Seekers

  • 3. April 2016 um 0:17
    Permalink

    Blairwitch meets Paranormal Activity…

    Antwort
  • 19. Oktober 2017 um 8:05
    Permalink

    Ich kann dieser Bewertung nicht zustimmen. Habe dem Film eine Chance gegeben und wurde massiv enttäuscht.
    Die Handlung wird schnell vorhersehbar, die schauspielerische Leistung ist auf der von Elftklässlern, die sich zum ersten mal am Schauspiel versuchen, der Film startet viel zu langsam, ohne uns eine interessante Charakterentwicklung als Ersatz zu geben.
    Horror muss uns nicht viel über die Hauptcharaktere sagen, aber um ihn mit einem anderen Film des allgemeinen Horror-Genres zu vergleichen, der so langsam startet: Alien braucht ebenfalls beinahe eine Stunde, bis der Horror wirklich beginnt, und bis zu diesem Punkt haben wir die Hauptcharaktere so weit kennen gelernt, dass wir wissen wollen, was mit ihnen passiert und mit ihnen mitfiebern. Das bietet uns Seekers nicht im geringsten. Nach der ersten Stunde hat man die Charaktere nicht nur nicht kennen gelernt, man hat sogar offenkundig das Gefühl bekommen, dass zumindest einer von ihnen überhaupt keinen Spaß an seinem “Hobby” hat, was ihn für mich zu einem unsympathischen Nörgler gemacht hat. Die Gruppe bietet uns nichts, das sie für uns interessant macht, während sie uns die erste Stunde langweilt.
    Ich würde dem Film für Schauspiel, Handlung, Spannung und Athmosphäre durchgehend 1/10 geben. Das einzige, wo ich eine 5/10 geben würde, wäre Spezialeffekte, die, soweit ich das sehen konnte,keinerlei CGI beinhalteten. Aber das rettet keinen schlechten Film.
    Finde ihn einfach furchtbar.

    Antwort

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