Atemlos

Remakes gibt es immer wieder, mal sind sie gut, mal sind sie schlecht und manchmal wissen wir gar nicht das es ein Remake ist. Doch es gibt auch Remakes die an einem vorbei gehen. Wie Atemlos. In all den Jahren und bei der Vorliebe für Jean-Luc Godard, ging dieses Werk an dem Autor vorbei. Doch dank dem Mediabook von Capelight, kommt man in den Genuss von Atemlos, sogar im tollen HD.

 

Atemlos ist das Remake von Außer Atem und das merkt man auch immer wieder bei der Handlung. Nur das die Rollen hier vertauscht sind. Denn der Film spielt in den USA und so ist Richard Gere als Jesse dieses mal Amerikaner und Monica kommt aus Frankreich.Auch ist sie keine Autorin für eine Zeitung, sonst Architekturstudentin. Das ist eine von vielen Änderungen der Handlung. Was dem Film am Ende auch das Genick bricht. Denn alles, was den Film von Jean-Luc Godard ausmacht, fehlt bei Atemlos.

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Auch wenn die Dialoge  bei Atemlos zum Teil eins zu eins aus Außer Atem stammen, so können Richard Gere und Valérie Kaprisky sie nicht so gut rüber bringen, wie Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg. So merkt man zwar das auch hier vielleicht Liebe im Spiel ist und Jesse wahrscheinlich wirklich in Monica verliebt ist. Doch es fehlt etwas. Das wird im ganzen Film immer wieder deutlich. Die Änderungen der Handlung und das der Film zehn Minuten länger geht,tut Atemlos nicht gut.

 

Eine andere Änderung ist der Stil des Films. So ist Atemlos ein ganz normaler Film, keine langen One Takes oder Jumpcuts. Der Schnitt und die Regie sind typisch Hollywood der 80er Jahre.Der Film ist grell und bunt. Was auch zu der Handlung passt. Doch es nimmt halt auch alles was Außer Atem so großartig machte. Einzig das Atemlos freizügiger ist, es gibt mehr Sex. So kann Frau Richard Gere komplett nackt sehen und für die Männer gibt es Valérie Kaprisky, die damals wirklich wunderschön war.  Doch ob das nun das Remake besser macht, muss jeder selbst entscheiden.

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Atemlos ist leider nicht so gut wie seine Vorlage. Hätte man sich mehr an den Stil von Jean-Luc Godard gehalten, hätte es das Remake besser gemacht.So bekommt man einen typischen 80er Jahre Hollywood Film, der zwar versucht das zu zeigen, was den Film von Godard ausgemacht hat, doch schafft es nicht.

 

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 6/10
    Regie - 6/10
  • 5/10
    Schnitt - 5/10
6.0/10
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Handlung:

Schmalspurganove Jesse (Richard Gere) liebt schnelle Autos, Jerry Lee Lewis, den Comic-Helden Silver Surfer und kurze, aber heftige Abenteuer. Doch am meisten liebt er die französische Studentin Monica (Valérie Kaprisky). Für eine Spritztour zu ihr nach Los Angeles knackt er im Vorbeigehen einen Porsche. Dass er während seines Trips kurzerhand einen Cop erschießt, erfährt er erst am nächsten Tag aus der Zeitung. Jesse flüchtet zu Monica. Der Beginn einer wilden Zeit der Leidenschaft und Begierde …

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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