Dredd

Seit Deadpool reden alle darüber das auch R-Rated Comicverfilmungen Erfolg haben können und warum man das nicht schon eher gemacht hat. Dabei vergessen viele Filmfans wiedereinmal was alles davor schon existiert, denn Deadpool war nicht die erste Comicverfilmung, die ein R-Rating hatte, der Film war nur erfolgreicher als die davor. Doch es gab schon 2012 eine Comicverfilmung die R-Rated war und alles besser machte als die Version aus den 90ern. Die Rede ist natürlich von Dredd.

 

Die Handlung von Dredd spielt in der Zukunft, die USA sind zerstört, jetzt existiert eine riesige Stadt, die man Mega City One nennt, mit 800 Millionen Einwohnern. Hier gibt es riesige Hochhäuser, eins davon ist der Peach Tree. Dort hin verschlägt es,  Judge Dredd und seine Kadettin Anderson, wegen eines dreifach Mordes. Doch der Ma-Ma Klan will verhindern, dass beide mit dem Hauptverdächtigen das Hochhaus verlassen können und verursachen einen Lockdown. Der Kampf ums Überleben beginnt.

 

Es wird schnell klar, dass man bei Dredd in der Handlung nicht dieselben Fehler macht wie bei Judge Dredd. So behält Dredd den ganzen Film über seinen Helm aus und guckt immer grimmig. Dazu kommt, dass die Handlung bei dem Film sich auf das Hochhaus konzentriert und man sich wohl bei Film wie The Raid etwas Inspiration holte. So baut die Handlung auf dem Überlebenskampf der beiden auf. Bringt beide Charaktere in diese extrem Situation. Dazu hat man mit Anderson einen weiblichen Charakter geschaffen, über dem wir zwar nicht so viel Erfahren aber alles was wir erzählt bekommen ist, wichtig und nützlich für die Handlung. Auch Ma-Ma die Anführerin des Klans bleibt meist im Dunkeln, die wenigen Informationen über sie reichen aber aus.

dredd 2

Schaut man sich Dredd an, merkt man wie viel liebe zum Detail in dem Film steckt. Denn durch die Drogen Slo-Mo wir die Zeit verlangsamt, das bringt nicht nur ein paar wunderschöne Zeitlupen aufnahmen im Film hervor. Sondern auch ein paar richtig Brutale. So zeigt sich schnell, der Film macht keine Gefangenen und der Gewaltlevel ist Hoch. Das alles ist aber so gut gefilmt, das es meist wehtut und die Gewalt nicht verherrlicht. Dennoch sieht Dredd wunderschön aus. Auch das Gebäude und seine Etagen, hier kommen wieder Ideen zum Vorschein, die es auch ähnlich bei The Raid gibt.

 

So bietet der Film einige Actionszenen, hier wird geballert, was das Zeug hält, durch die unterschiedliche Munition von Dredd, gibt es auch immer wieder Überraschungen. Dazu kommt eine Szene, wo ein komplettes Stockwerk zerstört wird. Das ist ein Highlight des Films.  Alles ist dabei immer sehr gut gefilmt und der Film zeigt, wie schon erwähnt, eine besondere Schönheit. Die Zeitlupen aufnahmen sind das Highlight des Films und sorgen für ein wunderschönes und hartes Finale, was auch ein Kontrast liefert, weil es wie schon vorher im Film Schnitte zu Szenen gibt, die in normaler Geschwindigkeit ablaufen.

 

Karl Urban ist eine gute Wahl für Dredd, auch wenn man immer nur seinen Mund sieht. Macht er sich als Dredd wirklich gut, seine Mimik mit dem Mund reicht vollkommen aus. Auch die Art wie er redet, alles ist logisch und ohne Emotionen. Anderson dagegen ist die Neue und zeigt noch Gefühle, was sich im Verlauf des Films aber langsam wandelt, dies verkörpert Olivia Thirlby perfekt. Auch Lena Headey als Ma-Ma gibt ihr bestes, zeigt sie, was sie für eine böse Anführerin die Figur doch ist, die alles tut, um das zu bekommen, was sie will.

dredd 3

Dredd ist ein düsterer, brutaler, SciFi Actionfilm. Der eine dichte Atmosphäre hat und mit viel Spannung daher kommt. Zwar hat man sich ein paar Ideen bei The Raid abgeschaut, doch die Idee funktioniert wunderbar und zeigt, welches Potenzial in der Figur und der Welt steckt.

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Action - 8/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Optik - 8/10
7.6/10
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Handlung:

Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden und immer mehr verfallen der neuen Droge Slo-Mo, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd, als oberster „Judge“ gefürchtet, will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson, nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nichts zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen. Die Zahl der Todesopfer steigt und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben….

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