Die Außenseiterbande

Nachdem Jean-Luc Godard mit die Verachtung 1963 seinen ersten großen Studio Film drehte und es nur Probleme gab. Drehte er 1964 einen kleinen Film, der aber natürlich wie vieles von Godard aus der Zeit zu Meisterwerken wurden der französischen neuen Welle. Denn er liefert seine Hommage an den Gangsterfilm ab und verleiht dem ganzen aber seinen Stil. So wird aus Die Außenseiterbande etwas Besonderes.

 

Franz und Arthur sind kleine Kriminelle, sie Planen als nächstes jemanden zu überfallen. Dafür freunden sie sich mit Odile an. Doch beide verlieben sich in Sie. Doch ihr Coup soll dennoch stattfinden. Wie man merkt, ist die Handlung von Die Außenseiterbande sehr einfach, doch für das, was man im Film sieht, ist es mehr als genug. Denn Godard nutzt es um seine Figuren aufzubauen oder besser gesagt, wir sehen Schauspieler beim Schauspiel zu. Auch wenn der Stil etwas anders ist, als bei Außer Atem, so sind es immer Moment aufnahmen, der drei und der eigentliche Plan und das es Verbrecher sind, bleibt meist im Hintergrund.

 

Was Die Außenseiterbande ausmacht, sind die Kommentare aus dem Off, hier erklärt uns der Regisseur der Film und was die Figuren denken und das immer sehr zynisch. Das verleiht dem Film eine Metaebene. Wenn uns Godard die Gefühlswelt der Charaktere erklärt, während der berühmten Tanzszene erklärt und dabei ein Charakter nach dem anderen verschwindet. Hier zeigt sich die Genialität des Regisseurs. Bitterböse ist auch der Kommentar am Ende, wo es Seitenhiebe auf die ganzen Probleme bei der Produktion von Die Verachtung gibt und zeigt eigentlich auch die Sinnlosigkeit des Films und der Figuren.

außenseiterbande 2

Der Film dreht sich um Odile, die von Anna Karina gespielt wird, die in vielen Godard Filmen mitwirkte. Sie ist das Objekt der Begierde von Franz und Arthur, den durch sie kommen sie an ihre Beute. Doch auch ist das Love intrest der beiden. Bei Arthur sogar sehr offensichtlich. Durch Fragen, die so willkürlich sind, in der Pause vom Englischkurs bandeln beide an. Es war wohl Liebe auf dem ersten Blick, oder wie der Regisseur aus dem Off erzählt, die Gefühle sind so klar, das sie keine Erklärung brauchen.

 

Eine der berühmtesten Szenen des Films ist neben der Tanzszene, die kurze welche im Louvre spielt. Sie bekam ihre Hommage in den Film Die Träumer. In dem Film rennen alle drei Hauptfiguren durch das Museum um den Rekord zu brechen, denn man braucht um es zu besichtigen. Auch wenn die Szene so wirkt, als passe sie nicht in Die Außenseiterbande, zeigt es doch die drei Hauptcharaktere perfekt, wie die Tanzszene.

 

Auch wenn Jean-Luc Godard bei Die Außenseiterbande keine Jumpcuts benutzt, so gibt es viele One Takes und hier können die Schauspieler zeigen, was sie können. Denn es wirkt realistischer, als wenn man dauernd zu einer anderen Einstellung umschneidet. So lebt der Film von seinen langen Aufnahmen und was uns Godard zeigt, dabei entsteht das Gefühl, dass das nicht gezeigte vielleicht sogar wichtiger wär. Doch wie schon erwähnt, durch den letzten Kommentar, wird alles sehr deutlich, warum der Film so ist, wie er ist.

außenseiterbande 3

Die Außenseiterbande ist ein weiteres Meisterwerk von Jean-Luc Godard, dieses Mal eine Hommage an den klassischen Gangsterfilm. Der Film hat etwas und das muss man erleben. Denn so einfach, wie er klingt, ist er nicht. Durch die Offkommentar und die langen One Takes, entsteht ein Film über Belanglosigkeiten, die zwar banal sind aber Ende kommt es anders, als man es erwartet.

 

  • 9/10
    Handlung - 9/10
  • 10/10
    Schauspiel - 10/10
  • 10/10
    Regie - 10/10
  • 8/10
    Schnitt - 8/10
9.3/10
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Handlung:

Odile arbeitet als Au-pair-Mädchen in Paris. Franz, ein Bekannter aus ihrem Englischkurs, macht sie mit seinem Freund Arthur bekannt. Gemeinsam wollen sie das Geld von Odiles Arbeitgeberin rauben. Während sich Odile und Arthur ineinander verlieben, geht der geplante Coup leider total schief …

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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