Lehrmädchen-Report

Deutschland in den 70ern, eine Revolution ging durch die Kinos, wie in der ganzen Welt. Kein Jahrzehnt bot mehr Nacktheit und Freiheit auf der Leinwand als dieses. Dieser Kinokult hat viele Gesichter, alles ging natürlich mit dem Schulmädchen Report los, wo Ernst Hofbauer Regie führt. Doch es sollte nicht bei dem einem Reportfilm bleiben, es folgten unzählige. Dazu gehört auch Lehrmädchen-Report, hier führte Hofbauer auch wieder Regie.

 

Die Handlung von Lehrmädchen-Report dreht sich, wie der Name schon sagt um Auszubildende in den 70ern in Deutschland und ihre Probleme. Im Laufe des Films werden uns mehre dieser Lehrmädchen vorgestellt. Dabei gibt es keine Rahmenhandlung, außer das eine Reporterin verschiedenen Menschen fragen stellt, zu dem Thema Ausbildung. So ist jeder Episode für sich selbst sprechend.

 

Was aber sehr deutlich auffällt, ist das der Film nicht wirklich aufklären will.Viel mehr ist dass das Albi wie bei allen Reportfilmen. Denn viel mehr handelt es sich um Schmuddelheftfantasien. Auch wenn in der ersten Episode das Lehrmädchen vergewaltigt wird, wofür ihr der Film noch Schuld gibt. Das ist doch mehr als fraglich, im Verlauf des Films bessert sich zwar die Haltung zu den Frauen aber die Männer sind immer die Unschuldigen und Naiven, auch wenn es ein paar Böse gibt. Die Moral schwankt bei Lehrmädchen-Report so wie man sie gerade für die Episode braucht.

lehrmädchen Report 1

Wie erotisch Lehrmädchen-Report ist, fragt man sich natürlich auch. Nun der Film ist halt typisch für seine Zeit, es gibt zwar viel nackte Haut zu sehen und alle Mädels sieht man früher oder später so wie Gott sie schuf. Doch erotisch ist das kaum. Denn es ist zum größten Teil nie erotisch in Szene gesetzt und durch die erste Episode weiß man nie, ob so was nicht noch mal vorkommen kann. Was im späteren Verlauf ja so ähnlich noch mal passiert. Dazu sollte man die 70er mögen, die es gibt viel KörperBehaarung zu bestaunen, so ist der Busch meist immer da aber auch das Achselhaar. So ist der Film sicherlich total unerotisch steht man auf aktuelle Trends in Sachen Behaarung am Körper.

 

Da die Reportfilme alle zum größten Teil mit Laiendarstellern besetzt waren, kann man natürlich keine große Schauspielerischleistung erwarten. Dafür machen alle aber ihre Sache gut, was auch an der Nachsynchronisation liegen kann. Bei Lehrmädchen-Report kann man aber Sascha Hehn und Elisabeth Volkmann entdecken.  Frau Volkmann darf sogar eins der Lehrmädchen verführen/sexuell belästigen.

 

Gefilmt ist Lehrmädchen-Report routiniert und es gibt eigentlich kaum etwas zu meckern. Es ist natürlich auch kein Highlight mit irgendwelchen interessanten Kamerafahrten oder Einstellungen. Außer eine Szene, da gibt es einen Faustkampf, der zum Teil aus der Egoperspektive gefilmt ist, so bekommen wir als Zuschauer was aufs Maul.

lehrmädchen Report 3

Lehrmädchen-Report ist ein typischer Report film der 70er Jahre. Es ist viel mehr eine alt Herrenfantasie als Aufklärung. Dazu ist der Film auch immer moralisch etwas fragwürdig. Man hinterfragt zwar ab und an die Rolle der modernen jungen Frau und wie man mit ihr in der Ausbildung umgeht, dennoch sind andere Dinge im Film, die daran doch zweifeln lassen.

 

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 5/10
    Schauspiel - 5/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
5.0/10
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