Dämonenbrut

Das Jahr 2000 Andreas Bethmann drehte seinen zweiten Exploitationsfilm und will wieder dem italienischen Kino der 70er und 80er seinen Tribut zollen. Doch was er als Labelchef von X-Rated schafft. Doch bei seinen Filmen vor allem die alten, ist das nicht immer der Fall. Bei Dämonenbrut, war es der Versuch eine Horrorhandlung mit erotischen Szenen zu verbinden. Dazu hatte er sogar Katja Bienert in einer Hauptrolle.  Ein ehrenwerter Versuch, er muss auch gemerkt haben, dass seine erste Version nicht die beste war und brachte 2005 nochmals einen Director’s Cut heraus, um diesen dreht sich auch die folgende Review.

 

Die Handlung von Dämonenbrut versucht gleich mehre Plots zu vereinen, da wär das Schiff und seine Besatzung, wovon fast alle sterben und auf der Insel landen. Dann wären da die drei Gangster und ihre Geisel, welche auch auf der Insel landen, wie Teile der Besatzung des Schiffs und dann wär da noch die Frau in ihrer Wohnung, welche mit Dämonen Probleme hat. Man merkt, dass Andreas Bethmann beim Drehbuch und der Handlung eine Idee hatte. Doch wie das Ganze umgesetzt wurde, ist leider sehr amateurhaft.

 

So stolpern die Charaktere auf die Insel und dann kommen die Dämonen, was aber doch eine ganze Weile braucht. Denn man baut alles auf. Zwar im Director’s Cut schon sehr gestrafft doch es wirkt bei Dämonenbrut so, als ob die drei Subplots der Handlung, sehr viel Zeit brauchen. Doch alles wirkt zum Teil immer noch sehr ausgedehnt und in die Länge gezogen. Dabei springt man auch noch von Charaktere zu anderen. Was die Spannung, wenn sie mal aufkommt wieder zerstört.

dämonenbrut 2

Das einzige was bei Dämonenbrut eine Atmosphäre hat und funktioniert, sind die Höllenszenen, denn die wirkt düster und stimmig. Hier kommen dann die Tentakel zum Einsatz und diese missbrauchen die Frauen. Das ist zum Teil sogar erotisch, wenn natürlich nicht für jedermann. Auch in der Wohnung mit der jungen Dame, kommen diese zum Einsatz, hier funktioniert das auch Gut, was man aber vom restlichen Teil dieser Handlung nicht sagen kann, wie schon erwähnt, zieht sich das alles in die Länge.

 

Schauspielerischleistungen sollte man auch nicht erwarten. Außer Katja Bienert kann kaum jemand wirklich überzeugend agieren. Anja Gebel macht eine gute Figur und es war der Anfang ihrer kurzen Karierre, im deutschen Independent Sektor, doch auch bei ein paar Pornos war sie dabei. Der Rest der Darsteller, ist da und versucht zu schauspielern, dabei musste ein Charakter sogar synchronisiert werden von Timo Rose, das macht er gut und wertet auch etwas Dämonenbrut auf.

 

Die Effekte sind zum großen Teil billig, ein paar Dämonenmasken sehen ganz ok aus, nur die Tentakel sind gelungen. Sonst merkt man halt immer wieder, dass es eine billige Produktion war. Alleine, wenn die Soldaten auftauchen und mit ihren Spielzeuggewehren rum hantieren, wirkt dass eher lustig als realistisch. Die Splatterefekte sind auch nicht die Besten und zum Teil durch die Zeitlupe merkt man erst recht, wie billig der ganze Film war.

dämonenbrut 3

Dämonenbrut ist das was er ist, ein amateurhafter Horrorfilm mit ein paar expliziten Szenen von nackten Frauen. Einzig durch Katja Bienert und Anja Gebel wird der Film etwas aufgewertet. Dazu kommen die Höllenszenen die funktionieren. Sonst ist kein Film den man gesehen haben muss.

 

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 3/10
    Schauspiel - 3/10
  • 4/10
    Effekte - 4/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
3.6/10
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