Der New York Ripper

1982 drehte Lucio Fulci einen spät Giallo oder schon mehr Serienkillerfilm, der Geschichte schrieb. Denn gehört zu den Filmen der bei seinen Fans beliebt ist und auch bei dem Autor dieser Review in jungen Jahren eindruck hinterlassen hat, als er den Film das erste Mal auf VHS gesehen hat, es war das Astro Tape. Ein Film, der heute immer noch sehr gut funktioniert und zeigt warum Fulci so beliebt ist. Doch was genau ist Der New York Ripper eigentlich?

 

Die Handlung von Der New York Ripper dreht sich um einen Serienkiller, der immer wieder junge Frauen foltert und tötet. Die Polizei ist auf der Suche, doch der Killer spielt ein Spiel mit der Polizei. Doch ein Polizist und ein Psychologe nehmen die Verfolgung auf. Wie man schnell merkt, ist die Handlung des Films noch stark an die Gialli angelehnt, doch 1982 war das Genre längst tot. Doch der Slasherfilm war in, aber Der New York Ripper ist kein Slasher und auch kein richtiger Giallo. Es ist mehr ein Serienkillerfilm, wo man den Killer erst am Ende sieht. So ist es eine abgewandelte Form des Giallo.

 

Durch die leichte Abwandlung der Gialloelemente, ist der Film natürlich spannend. Denn man weiß bis zum Ende nicht wer der Killer ist. Zwar legt der Film immer wieder Spuren, doch die sind, wie man es gewohnt ist, falsch. So gibt es bei Der New York Ripper auch ein Opfer, was etwas gesehen hat, sich aber nicht genau erinnern kann und ihren Albtraum auch nicht richtig deuten. Doch nicht nur falsche Spuren gibt es, sondern auch falsche Killer. Es werden verschiedene Personen präsentiert, die sich alle verdächtigt verhalten. So gibt es aber auch Handlung, die einfach im Sand verläuft, vor allem bei ein paar Nebencharaktere, hier merkt man deutlich das alles nur da ist um uns als Zuschauer zu verwirren.

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Doch die Handlung ist, wie man es von Lucio Fulci gewohnt ist, düster und nihilistisch. Nach dem seine Filme von 1979 bis 1981, außer Das Syndikat des Grauens. Alle Elemente aus dem Übernatürlichen hatten, wie Zombies oder übersinnliche Fähigkeiten. So ist es bei Der New York Ripper alles sehr realistisch gehalten. Die Polizeiarbeit wird gezeigt und es vergehen Tage, bis man bestimmte Informationen bekommt und auch der Psychologe, versucht die Tatmotive zu analysieren. Dazu kommt das Ende, nach der Auflösung des Killers, gibt es eigentlich ein Happy End, es ist bitterböse, wie man es von Fulci gewohnt ist. Es passt Perfekt zu der Atmosphäre und Stimmung des Films.

 

Der Film ist voller Gewalt, vor allem gegen Frauen, was ma ende von Der New York Ripper erklärt wird und passend für einen Serienkillerfilm ist. Doch es gibt natürlich viele Bilder die schon dafür Sprechen. Das geht von eindeutigen nackten Opfern die getötet werden, bis hin zu einer Frau die in einem Laden mit einem Fuß vergewaltigt wird. Doch auch Szenen, wo ein Opfer, breit beinig im Auto sitzt und dem Killer anschaut, gefilmt ist das ganze im POV und man merkt deutlich die sexuelle Spannung in der Szene aber auch das etwas böses passieren wird. Dazu kommt das viele Stiche in den Unterleib der Frau gehen. Was natürlich auch noch mal sexuelle Motive andeuten. Doch 1982 waren viele natürlich nicht so aufgeklärt. Das mancher Mord mehr bedeutet. Heut zutage wär Der New York Ripper wahrscheinlich eine Doppelfolge von Criminal Minds. Wo uns auch erklärt wird, warum er Donald Duck nachmacht, was zwar der Film am Ende auch erklärt. Doch man würde wohl mehr in die Tiefe gehen.

 

Gefilmt ist Der New York Ripper auch sehr gut. Hier zeigt sich das Talent von Fulci. Denn es gibt nicht nur bei einem Mord Point of View Aufnahmen. Sondern auch bei einer Hausdurchsuchung, das bringt uns natürlich näher an den Film, wenn man die unsichtbare Grenze bricht und wir als Zuschauer quasi ein Teil des Films werden. Dazu spielt der Regisseur auch mit Licht und Farben. Bei einem Mord ist das ganze Zimmer Grün und erst wenn die Tür aufgeht und Licht rein fällt, wird das Bild an der Stelle Rot. Was natürlich tolle Bilder hervor bringt, bei so einem brutalen Mord.

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Der New York Ripper ist ein Serienkillerfilm mit vielen Gialloelementen. Ein bitterböser, düsterer und brutalter Film von Lucio Fulci. Dazu bietet der Film eine gelungene Kinematografie und ein Verwirrspiel um den Killer. Hier zeigt sich deutlich, warum Fulci so beliebt ist, dazugibt ist der Film sehr nihilistisch, so gibt es auch kein Happy End.

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
  • 7/10
    Effekte - 7/10
7.8/10

 

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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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