Deadball

Baseball ist eine beliebte Sportart in den USA aber auch in Japan und es gibt viele Anime sund Mangas zu dem Thema 2003 drehte Regisseur Yûdai Yamaguchi seine Splatterkomödie Battlefield Baseball, die nicht wirklich gut war. 2011 drehte er die inoffizielle Fortsetzung Deadball. Tak Sakaguchi ist auch wieder mit dabei. Doch wie ist der Film besser als sein Vorgänger?

Die Handlung von Deadball spielt in einer alternativen Zukunft von Japan. Es ist ähnlich wie bei Battlefield Baseball, nur das es dieses Mal Jûbei Yakyû in den Knast verschlägt um seinen Bruder zu finden. Dabei schwor er auch noch nie wieder einen Baseballball zu werfen. Doch im Gefängnis wird er dazu gezwungen und es kommt zum entscheidenden Spiel. Im Grunde ist die Handlung des Films egal. Denn sinnvoll ist sie nicht, zwar bietet sie ein paar Motive das der Streifen voran kommt. Doch viel zu bieten hat Deadball nicht in diesem Bereich nicht. Vor allem geht der Film fast 100 Minuten und für soviel Laufzeit ist kaum Handlung vorhanden.

Viel mehr lebt der Film von seinem Humor und seinen absurden Szenen. Das geht damit los, dass Jûbei immer aus dem Bild fasst und eine neue Zigarette hat bis hin dazu das man hier einen Women in Prison Film hat, nur sind es Männer statt Frauen. Die Nazis die den Knast leiten gibt es aber auch. Dazu kommen viele Anspielungen an die japanische Popkultur. Hier versucht der Film alles von Parodie, Satire über Metahumor bis hin dazu das die zweite Hauptrolle von einer Frau gespielt wird die einen Mann spielt. Doch viele Gags zünden einfach nicht oder man versteht sie nicht, wenn man die japanische Popkultur nicht kennt. Da reichen schon die Idolgruppe des Films PuPu, wenn der Kommentator anspricht das die beiden noch einen Nebenjob hätten und sie dies verneinen, weil sie doch Idols sind. 2011 war die Idolwelt noch anders und Idols war angeblich ein Fulltime Job  und sie sind nur für Fans da und haben auch nie einen Festenfreund. Doch international geht so ein kleiner Seitenhieb verloren und davon gibt es viele im Film.

deadball 2

Ein Splatterfest wie Tokyo Gore Police oder Machine Girl sollte man bei Deadball auch nicht erwarten. Zwar spritzt immer wieder viel Blut, doch alles ist so übertrieben, es ist halt mehr Zeichentrickhumor. So wirkt der ganze Film viel mehr wie ein Live Action Film zu einem Manga den es aber nicht gibt. So ist alles doch recht Harmlos und schockt sicher niemanden mehr. Man merkt einfach immer wieder das es entweder CGI Effekte sind oder die Szene so übertrieben ist, das sie unterhalten soll. Was manchmal auch passiert.

Die Schauspieler machen bei Deadball einen guten Job und man nimmt ihnen die Rolle ab. Vor allem Mari Hoshino die als Vierauge hier einen Jungen spielt obwohl sie eine Frau ist. Was vielleicht auch eine Parodie auf das Kabukitheater ist, wo Männer immer die Rollen der Frau gespielt haben. Doch so sicher kann man sich nicht sein. Denn wie schon erwähnt. Ist man kein Japaner oder kennt sich sehr gut mit der japanischen Popkultur aus, ist man verloren bei Deadball.

deadball 3

Deadball ist mässig unterhaltsam, da man viele Witze und Anspielungen einfach nicht versteht.So ist man als Zuschauer sehr oft verloren. Dennoch gibt es ein paar Witze die zünden und Tak Sakaguchi ist ein guter Schauspieler der seine Rolle wirklich gut darbeitet. Am Ende ist Deadball aber ein Harmloser Film.

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 5/10
    Unterhaltung - 5/10
  • 6/10
    Effekte - 6/10
5.4/10
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