Sex & Fury

Die 70er Jahre in Japan, es war eine Zeit von Sex und Gewalt im Kino. Da das Fernsehn immer beliebter wurde und man etwas bieten wollte, was man nicht im TV sehen konnte. So entstanden die Pink Violence Film, hier spielten Frauen die Hauptrolle und waren für groß Teil der Gewalt zuständig. Zwar gibt es Nacktheit, doch im Gegensatz zu anderen Pinku Filmen spielt er keine Hauptrolle. Einer der bekanntesten Vertreter dieses Genre ist Sex & Fury (Furyô anego den: Inoshika Ochô) von Noribumi Suzuki mit Reiko Ike in der Hauptrolle. Er zeigt, perfekt warum die Pink Violence Filme so beliebt waren und heute immer noch Kult sind.

Die Handlung von Sex & Fury dreht sich um das Thema Rache. Ochô ist eine Straßendiebin und will den Tod ihres Vaters rächen. Das Ganze ist in der Meiji Zeit angesiedelt und so gibt es einen Anarchisten und eine britische Spionin dazu. So abgedreht wie das ganze klingt, so ist es auch. Die Suche nach den Killern des Vaters entpuppt sich als Relativ einfach und ist meist auch unspannend. In der Handlung kann Sex & Fury nicht wirklich punkten.

sex & fury 2

Was Sex & Fury nicht bei der Handlung abliefert, tut er bei dem, wie er gefilmt ist. Denn hier gibt es echt eine menge interessante und abgedrehterer Kameraeinstellungen, wie man es aus dieser Ära des japanischen Kinos gewohnt ist. Das geht schon los, wenn Reiko Ike komplett nackt eine Horde von Gegnern fertigmacht, was ein Highlight des Films ist. Da in Japan der Schambereich von Menschen nicht gezeigt werden darf, ist man hier doch sehr kreativ, wie man die Nackte Reiko Ike zeigt. Titten und Po sind kein Problem, doch dann mit Schnitt und Kameraeinstellungen, wird alles andere vertuscht. Das auch bei den Liebesszenen.

Im Film spielt auch Christina Lindberg, welche eine Kultschauspielerin der 70er geworden ist, durch ihre Rolle in Thriller. Doch in Sex & Fury zeigt sie, dass sie echt Probleme hat mit dem Schauspiel, ihre Darbietung in englisch und auch etwas japanisch ist nicht die beste. Dabei hat sie eine größere Nebenrolle und kann so nur in den Szenen glänzen, wo sie nackt ist. Den Rest kauft man ihr nicht ab. Reiko Ike macht das dann schon etwas besser. Als Frau die Rache will aber auch hier sind wir in Japan und Emotionen sind meist unterkühlt. Sie spritzen eher heraus, wie das Blut der Menschen die getötet werden.

Gewalt gibt es in Sex & Fury in allen Formen und Farben zu bestaunen. Von den typischen übertriebenen Blutfontänen bis hin zu Bondage ist alles dabei. Selbst Christina Lindberg darf Reiko Ike auspeitschen, was auch wieder sehr interessant gefilmt wurde. Spätestens bei der schon erwähnten Szene, wenn Reiko Ike nackt kämpft, zeigt der Film seine blutigste und härteste Szene. Der Rest von Sex & Fury bietet zwar auch immer wieder etwas Gewalt aber diese Szene wird nie wieder erreicht in allen belangen.

sex & fury 3

Sex & Fury hat zwar nicht die beste Handlung, bietet aber dafür viel Sex und Gewalt. So zeigt der Film ,was das Pink Violence Genre zu bieten hat und warum der Film, zu den Film gehört die das Genre definieren. Man bekommt sehr viele interessante Kameraeinstellungen geboten und Reiko Ike und Christina Lindberg sind etwas fürs Auge, auch wenn das Schauspieltalent etwas zu Wünschen überig lässt.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 5/10
    Action - 5/10
  • 6/10
    Gewalt - 6/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
6.3/10
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sex & fury poster 1

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