The Blastfighter – Der Exekutor

Wir befinden uns in den 80er Jahren, Filme wie Rambo und Mad Max haben das Actionkino verändert, das italienische Kino hat immer mehr Probleme und man sucht nach neuen Ideen für Filme. Der Horrorfilm hat sich gewandelt und auch andere Exploitationsgenre sind im nicht mehr so beliebt. Doch der Actionfilm zieht immer. So entstand vielleicht auch Blastfighter, ein Film, der mal als SciFi Actionfilm konzipiert war und als RipOff von Mad Max angedacht war, so sollte auch Lucio Fulci die Regie übernehmen. Doch am Ende wurde es Lamberto Bava. So entstand ein Film, der in vielen Dingen überraschen und überzeugen kann.

Die Handlung von Blastfighter nutzt gleich mehrere bekannte Elemente des Actionfilms oder auch Thrillers und baut daraus seine Handlung. Die Hauptfigur ist ein ExCop der ein neues Leben in seiner alten Heimat antreten will, doch seine Vergangenheit lässt ihn keine Ruhe, wie auch die Dorfbewohner. Denn sie sind Wilderer und er hat damit ein Problem. Das führt zu einem Streit, der langsam eskaliert.  Dazu taucht dann noch eine junge Frau bei ihm auf, schon bald ist alles so stark eskaliert, dass es kein zurück mehr gibt.

Wie man merkt, hat man sich  bei dem Film wohl anstatt wie geplant bei Mad Max zu bedienen sich bei Rambo bedient in der Handlung. Nur das es ein ExCop ist der wegen seiner Rache im Knast saß und seine Waffe bekommt am Anfang, bei dieser merkt man das es mal ein SciFi Film werden sollte. Doch sonst ist die Handlung von Blastfighter sehr bodenständig und man baut den Streit immer weiter aus. Die Angreifer der Gruppe werden immer Schlimmer. Das wird gut aufgebaut und das Finale ist wirklich spannend, auch wenn man davor es vielleicht manchmal etwas zu ruhig angeht und die Frau die auftaucht man merkwürdig vorstellt. So ist die Beziehung zu dem Hauptcharakter etwas merkwürdig, vielleicht sollte sie mal sein Loveintrest sein, doch bei der Wendung, die jetzt im Film drin ist, wirken manche Szenen unpassend.

blastfighter 2

Ein Actionfeuerwerk sollte man bei Blastfighter nicht erwarten, denn Lamberto Bava setzt hier mehr auf Spannung und versucht die Charaktere aufzubauen, was ihm auf gelingt, was aber bei dem Drehbuch dennoch etwas schwer ist. Denn immer wieder blitzen so Dinge hervor, die vielleicht mal in eine andere Version des Films gehörten, was man vor allem im Finale merkt. Denn die Waffe, die genutzt wird, ist doch sehr futuristisch, vor allem mit der Munition und wie sie genutzt wird. Dafür gibt es ein paar härtere Szenen, die sich aber alle im letzten drittel des Films abspielen, vorher setzt man wie gesagt auf Spannung und auf dem Aufbau der Handlung.

Die schauspielerische Leistung im Film hält sich natürlich im Rahmen, auch wenn man versucht zu Zeigen wie sehr die Bösen getrieben sind von ihrer jagt und wie kalt die Hauptfigur wirkt. So versuchen alle ihr bestes. Selbst George Eastman ist nicht nur da, obwohl er auch nur einen Gesichtsausdruck im ganzen Film hat. So ist sein Part in Blastfighter doch gelungen und passend.

blastfighter 3

The Blastfighter – Der Exekutor ist ein spannender Actionthriller, der sicher viel beim Rambo und Beim Sterben ist jeder der Erste abgeschaut hat. Für das was der Film einst werden sollte und was er ist, hat Lamberto Bava wirklich alles gegeben, wie auch die Schauspieler. So bekommt man einen interessanten Film geboten.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
6.4/10

blastfighter poster

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