R100 – Härter ist besser

Wenn Regisseur Hitoshi Matsumoto einen Film dreht, dann bekommt der Zuschauer immer etwas außergewöhnliches zu sehen. Auch bei R100 ist das nicht anders.

Hitoshi Matsumoto dreht Filme die anders und außergewöhnlich sind. Dabei entstehen kleine Meisterwerke die anders sind. Doch bei R100 hat man es als Zuschauer nicht einfach. Denn ein Film der sich der suche nach Befriedigung widmet in Form von BDSM. Dabei nimmt der Film das Thema aber nur selten ernst und man bekommt als Zuschauer irgendwie das Gefühl das hier was nicht stimmt und schon bald wird klar warum. Denn der Film wird immer absurder. Doch fangen wir erst Mal am Anfang an.

Die Handlung dreht sich um Takafumi der einem BDSM Club beitritt der Bondage heißt. In einem Jahr soll er die vollständige Erfüllung finden. Dabei wird er aber von Dominas immer wieder gefoltert und gequält. Das macht ihn auch Spass. Doch schon bald wird das alles härter und extremer und fühlt sich nicht mehr wohl. Dabei gibt es aber kein Safeword und so sucht er einen Ausweg. Ja die Handlung klingt schon nach einem Film der vielleicht zu weit gehen könnte. Doch beim Betrachten wird dem Zuschauer klar. Das R100 mit den Erwartungen spielt und das überspitzt er auch noch.

In der Handlung kommt irgendwann der Punkt an dem klar wird. Der Film nimmt sich nicht ernst. Dabei wird das Thema aber ernst erzählt und der Humor ist sehr unterschwellig und manche Szenen wirken auch nur komisch,weil sie so absurd sind. Denn R100 bricht auch die vierte Wand und das sehr interessant.

Die vierte Wand brechen und warum R100 vielleicht gar kein Film über BDSM ist.

In R100 kommt irgendwann der Punkt an dem man sich als Zuschauer fragt, was soll das alles eigentlich und genau an diesem unterbricht der Film seine Handlung. Hier wird die Metaebene eingeführt und man bekommt eine Erklärung warum man das alles sieht. Das ganze nimmt aber auch den Kritikern den Wind aus den Segeln. Denn der Humor und was hier besprochen wird, ist ungefähr das was man denkt. Aber auch auf dieser Ebene spielt man mit dem Zuschauer, denn wer die Figuren sind, die man sieht.Das wird erst später erklärt.

Da der Film aber auch andeutet das es um BDSM und Dominas geht, denkt man am Anfang das es wohl etwas härter zu gehen wird. Dabei ist der Film bis auf ein oder zwei Szenen,sehr harmlos was dieses Thema anbelangt. Das gehört aber dazu, denn R100 nutzt das alles viel mehr um zu zeigen, wie Absurd Filme machen ist und das manche Regisseure verrückte Vorstellungen haben. Die man am Ende nicht erklären kann. Genau das macht eine Besprechung von diesem Film auch so schwer.

Dazu ist der Film auch noch Farblos und alles wirkt so Grau und trostlos. Genauso wie die Geschichte am Anfang, was aber am Ende eigentlich auch egal ist. So ist am Ende alles sehr Absurd und als Zuschauer muss man sich fragen. Was hab ich hier gesehen. Die Szene nach dem Abspann beschreibt es eigentlich perfekt. Irgendwie ist alles möglich und alles hat einen Sinn und dann doch wieder nicht.

FAZIT:

R100 ist kein einfacher Film und das liegt nicht an der Thematik. Denn Film nimmt sich nicht ernst und spielt mit dem Zuschauer. Am Ende bekommt man wahrscheinlich nicht den Film den man erwartet hat. Dabei wird man aber unterhalten,auch wenn der Humor sehr subtil ist.

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
7.5/10

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Handlung:

Der biedere Bettenverkäufer Takafumi will seinem tristen Alltag entfliehen. Neugierig wird er Mitglied in einem mysteriösen S/M-Club namens Bondage . Ein Jahr lang werden ihn Dominas des Clubs ohne Vorankündigung in aller Öffentlichkeit züchtigen. Die verhängnisvolle Klausel: Ein Ausstieg ist nicht möglich. Zunächst geniesst Takafumi lustvoll die einfallsreichen Erniedrigungen, doch schon bald schlagen die Damen in Lack und Leder mit aller Strenge über die Stränge. Bald muss er sich und seine Familie vor den Überfällen der übereifrigen Sex-Einsatztruppe verteidigen.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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