Macabro – Die Küsse der Jane Baxter

Regiedebüts sind immer so eine Sache, entweder geben sie den Ton an, was man von dem Regisseur erwarten kann oder sie sind anders als sein restliches Schaffen. Auch das Regiedebüt von Lamberto Bava ist in vielen anders als seine restlichen Werke. Denn Macabro – Die Küsse der Jane Baxter ist viel mehr noch ein Versuch, eine art Test. Der Anfang von etwas und man merkt sehr deutlich das hier Hitchock das Vorbild war. Doch wie ist der Film?

Die Handlung von Macabro beginnt ganz friedlich in New Orleans, doch schnell wendet sich das Blatt die Tochter von Jane Baxter stellt sich als Psychopatin heraus und dazu kommt ein Unfall. Dann macht die Handlung ein Schnitt und wir haben ein Jahr später. Jane betritt nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie ihre Wohnung, wo sie ihre Affäre hatte, welche bei dem Unfall vor einem Jahr ums Leben kam. Sie lebt dort von nun an mit dem blinden Robert. Doch er merkt schnell, irgendwas stimmt nicht.

Man merkt beim Schauen des Films schnell, die Handlung ist sehr ruhig erzählt. Es gibt kaum andere Person die auftauchen. Höchsten wenn Robert anfängt Nachforschungen anzustellen. Doch ist ein leerer Film. Man fühlt sich einsam beim schauen, doch auch schnell ab und an gelangweilt. Denn irgendwie will die Story von Macabro nach dem guten Anfang nicht aus dem Knick kommen. So dauert es lange, bis die Charaktere hinter dem Geheimnis kommen, was sich im Kühlschrank verbirgt und auch die Tochter taucht immer wieder auf und spielt ihre Psychospielchen. Alles gipfelt dann in dem Finale, wo der Film noch mal punkten kann. Auch wenn das Ende irgendwie schon fast zu viel ist.

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Bei der Kameraführung und dem Spannungsaufbau merkt man deutlich, das Lamberto Bava hier wohl einen Hitchcock Film kopieren wollte. Doch gelingt ihn das nicht wirklich. Zwar ist die Reduzierung der Handlung zum groß Teil auf das Haus eine gute Idee. Doch es passiert viel zu wenig und die Aufnahmen sorgen auch selten für Spannung. So bleibt nur die Einsamkeit zurück, vielleicht ist dies auch Absicht. Da alle Person im Film alleine sind und kaum miteinander interagieren. Wenn führt das meist zu Streit oder die Tochter treibt ihr böses Spiel.

Auch wenn die Handlung von Macabro nicht die beste ist, so geben die Schauspieler doch ihrer bestes. Vor allem Bernice Stegers als Jane Baxter, sie spielt die Figur so vielschichtig, wie sie ist, mit all ihren Stimmungsschwankungen und Problemen. Doch die Show stiehlt immer wieder Vernoica Zinny als Tochter, das ihr Talent nicht weiter gefördert wurde, ist schade, ist Macabro doch der einzige Film, wo sie ihr Talent zeigen konnte.

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Macabro – Die Küsse der Jane Baxter ist das Regiedebüt von Lamerto Bava, es ist vielleicht nicht sein bester Film, da der Film überweite Teile viel Langweile verspürt. Doch das Schauspiel ist gelungen und auch das Finale kann punkten. Doch am Ende ist Macabro eine Hitchock kopie.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Spannung - 6/10
6.8/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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