Suicide Squad

Warner Bros. und DC Comics versuchen ihr eigenes Cinematic Univers auf die Beine zu stellen. Doch anstatt wie Marvel es langsam angehen zu lassen, wird seit Batman v Superman auf das Gaspedal gedrückt, so dass man den Justice Leauge Film nächstes Jahr in die Kinos bringen kann. So werden Charaktere auf den Zuschauer geworfen, kurz gezeigt und sie verschwinden wieder. Doch bevor es so weit ist, gibt es erst mal die Suicide Squad, eine Truppe aus Bösewichten ,die nun zu Antihelden werden sollen. Erstmals ist nicht Zack Synder für den Film verantwortlich, sondern David Ayer, der zwar auch Probleme bei der Handlung in seinen Filmen hat aber dafür gute Action zeigen kann. Doch wie ist es, wenn er so einen Film wie Suicide Squad stemmen muss?

Der Film gibt zwar vor eine Handlung zu haben, doch die ist eher dürftig. Denn irgendwie beginnt alles mit vielen Rückblenden auf die Figuren die wichtig sind und das sind hier gerade mal der ganzen Suicide Squad. Da wäre Deadshot, der Auftragskiller der immer trifft, welcher auch schon bei Arrow einige Auftritte hatte und da besser gezeigt wurde. Der Fanliebling Harley Quinn, ist der zweite Charakter, der eine halbwegs vernünftige Einführung bekommt, hier erfährt man wie sie zu der wurde, die sie ist. Dazu gibt es hier auch Fanservice an Batman: The Animated Series. Doch der Rest der Suicide Squad bleibt blass, außer vielleicht Boomerang aber er ist auch meist einfach nur da und wurde, benutzt um neben Batman noch eine andere Figur von der Justice Leauge zu zeigen.

So baut man um die beiden und noch ein paar andere eine Handlung auf, die aber überhaupt nichts hergibt. Denn man vergisst dabei, den Gegenspieler vernünftig einzuführen. Der ist einfach da und will dann irgendwas machen. Dann müssen die Antihelden anrücken und so geht der Film dahin. Wär Harley Quinn nicht in dem Film die immer wieder für Unterhaltung sorgt, wär man echt gelangweilt,weil man einfach mal Figuren zeigt, die einem egal sind. Quinn ist der interessante Charakter im Film, dazu auch der Joker, der aber viel zu kurz kommt und zum größten Teil einfach nur in Rückblenden. Die restlichen Charaktere der Suicide Squad sind sehr austauschbar. Was natürlich auch in den Comics vorkommt und man bei Arrow auch schon so gemacht hat, doch dort wurde das einfach besser gelöst.

© 2016 Warner Bros. Entertainment Inc., Ratpac-Dune Entertainment LLC and Ratpac Entertainment, LLC
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Natürlich kann man hoffen, wenn die Handlung nicht viel hergibt, dass der Film vielleicht optisch überzeugen kann. Ja das kann er etwas. Es zeigt sich, das David Ayer ein guter Regisseur ist, der es sogar schafft in Bilder zu zeigen, wie die Emotionen der Charaktere sind, wie Akira Kurosawa es schon gemacht hat. Denn an einem bestimmten Punkt wirkt alles so, als ob es den Bach runter geht, da wird der Himmel dunkel und es regnet. Auch sonst gibt es immer wieder Szenen, die gut aussehen. Doch muss sich Ayer dem Stil von Zack Synder beugen so das der Film wie die Vorgänger aussehen und das ist irgendwie Schade. Auch merkt man, das man wohl von der düsteren Version die hier mal geplant und gezeigt wurde abgeändert hat. Denn manches wirkt im Film doch unpassend.

Auch die Action bei Suicide Squad wird bedeutungslos, bei all den Helden und den Fähigkeiten von Deadshot, wird dies nie wirklich verdeutlich, man nutzt die Chance für eine coole Bulletetime Szene um zu zeigen, wie Deadshot alle Gegner genau trifft. Sondern zeigt es nur mal kurz am Schießplatz aber auch hier alles so schnell das man es nicht mitbekommt. Hier wären Zeitlupenszenen wirklich mal angebracht gewesen um auch etwas mehr Schwung in die Action zu bringen. Denn sonst passiert nie all zu viel und die Kampfszenen bringen die Handlung auch nie wirklich weiter. So passiert zwar immer viel, doch im Finale ist die Luft schon längst raus und muss einem CGI-Feuerwerk weichen.

Das Schauspiel ist auch so eine Sache, zwar ist Will Smith charismatisch und zeigt das er noch als Actionheld funktioniert und das sein Charakter auch Emotionen hat und er mit Margot Robbie gut harmonisiert, so ist er irgendwie unpassend in einer Comicverfilmung. Einzig Margot Robbie kann als Harley Quinn überzeugen, es wirkt so, als ob sie wirklich in der Rolle aufgeht und zeigt wie verrückt der Charakter ist. Dazu ist sicher, das wir bald viel Harley Quinn Cosplay sehen werden (oder es schon tun) und an Halloween wird es wohl eins der meist genutzten Kostüme sein. Doch der est der Schauspieler ist einfach da, außer Viola Davis, welche die Suicide Squad ins Leben ruft. Sie hat hier wohl den Charakter, der am meisten Bad Ass ist, wie es eigentlich die Antihelden sein sollten.

© 2016 Warner Bros. Entertainment Inc., Ratpac-Dune Entertainment LLC and Ratpac Entertainment, LLC
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Suicide Squad hätte ein guter Film werden können, doch versagt total bei der Handlung und der Charaktereinführung. Großteil der Gruppe bleibt einfach im Hintergrund und ist einfach da. Auch die Action ist schwach und kann kaum überzeugen. Zwar ist der Film besser als Batman v Superman, dennoch zeigt deutlich, das Marvel hier immer noch längen besser ist mit den Comicverfilmungen.

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 6/10
    Unterhaltung - 6/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 4/10
    Spannung - 4/10
5.3/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

Ein Gedanke zu „Suicide Squad

  • 4. Oktober 2016 um 23:31
    Permalink

    Also ZUstimmung in einigen Punkten vorallem bzgl. der Charaktere. Es drehte sich eindeutig viel um Harley Quinn und Deadshot während die restlichen Member eher versteckt im Hintergrund hielten. Was schade ist. Genau wie die eher oberflächliche Behandlung und Blickwunkel auf den Bösewicht. „Er war einfach da..“ . Wie gesagt eine nähere Betrahctung der Beweg-und Hintergründe hätte dem Film gut getan.

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