Oculus

Die Faszienation von Spiegeln beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten. Denn unser eigenes Ebenbild zu sehen, was sich genauso wie wir bewegt, ist etwas Besonderes. Auch im Horrorfilm haben sie eine besondere Rolle. Bei klassischen Vampirfilmen zeigen sie, wer ein Blutsauger ist. Manch mal führen sie auch in eine andere Welt oder treiben Menschen in den tot. So etwas hat man auch bei Oculus. Doch dieser Horrorfilm macht einiges anders.

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen und man sieht eine Familie die langsam durchdreht und zwei Geschwister, die versuchen hinter das Mysterium des Spiegels zu kommen, welcher wohl schon viele Menschen vorher in den Wahnsinn getrieben hat. So baut sich die Handlung auf und schon bald kommt es zu den ersten Wendungen. Hier zeigt sich die Stärke des Drehbuchs. Denn als Zuschauer weiß man wie die Figuren nie so richtig, was jetzt Real ist und was nicht.

Das Oculus so ein Verwirrspiel macht mit dem Zuschauer und den Figuren, kommt den Film sehr zugute. Denn so baut sich eine enorme Spannung auf. Denn warte man doch bei bestimmten Szenen drauf erlöst zu werden, ob das nun das Werk des Spiegels ist oder es wirklich passiert ist. Das zieht sich durch den ganzen Film durch und man weiß nie, wann es wieder zu schlägt. So erfährt man natürlich mehr, wie der Spiegel funktioniert, doch zu gleich ist man sich nicht sicher, ob alles wirklich so stimmt. Das führt auch zu einem Bitterbösen ende.

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Auch bei der Regie zeigt Oculus seinen stärken. Denn Mike Flanagan schafft es nicht nur mit der Handlung den Zuschauer genauso wie die Figuren zu manipulieren. Sondern auch bei den Bildern. Denn auch hier ist nie klar was passiert gerade wirklich und was nicht. Dazu kommt das ganze mit den zwei Zeitebenen. Als Zuschauer wird einem natürlich dieser twist schnell klar. Doch wie das ganze aufgebaut ist und zum Höhepunkt hinleitet, kommt doch sehr überraschend.

Auch beim Schnitt zeigt sich, was für ein guter Horrorfilm Oculus ist, denn es gibt keine Jumpscars. Sondern man baut alles auf mit einer Atmosphäre und lässt vielleicht an bestimmten Stellen erst mal Informationen weg. Zum Finalen hin im Climax, gipfelt das ganze dann wenn man nicht mehr sicher ist, was nun wohin gehört. Das zeugt von einem guten Schnitt, denn man baut hier Emotionen und Spannung auf.

Die Schauspieler bei Oculus können auch überzeugen. Vor allem Karen Gillan zeigt wie wandelbar sie doch ist. Kannte man sie vorher nur als Begleiterin von Doctor Who, wo sie als Amy Pond auch schon überzeugen konnte. Doch hier als Kaylie die besessen ist von dem Spiegel, die sich regel recht festgebissen hat an ihm um heraus zu finden was hinter dem Mysterium steckt. Dieser Wahn und wissen von ihr treibt auch die Handlung voran und bringt immer wieder neue Informationen über den Spiegel.

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Oculus ist ein Horrorfilm der wirklich überzeugen kann. Die Schauspieler, die Regie und die Handlung sind wirklich gut. Dazu kommt, dass der Film mit einem spielt und man sich keine Sekunde sicher sein kann, was nun wirklich ist und was nicht.

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
8.2/10
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Handlung:

Der junge Tim Russel wird des brutalen Mordes an seinen Eltern verurteilt. Als er 10 Jahre später entlassen wird, ist seine Schwester Kaylie immer noch fest von seiner Unschuld überzeugt. Gemeinsam wollen Sie beweisen, dass der mysteriöse, antike Spiegel für den Tod der Eltern verantwortlich ist, denn in ihm lauert das Böse. Als sie die diabolische Macht des Spiegels herausfordern, beginnt der Alptraum ihrer Kindheit von neuem…

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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