The Neon Demon

The Neon Demon ist der neue Film von Nicolas Winding Refn. Ein Horrorfilm über die Modewelt oder doch etwas anderes?

Nicolas Winding Refn ist ein Regisseur der immer wieder aneckt. Denn seine Filme sind alles andere als Mainstream. Denn immer wieder macht er etwas anders und geht seinen eigenen Weg. Sehr oft sind seine Machwerke sperrig und für viele Zuschauer nicht so zugänglich. Sein neuer Film The Neon Demon ist eine Art von Horrorfilm über ein junges Mädchen was in der Modewelt Fuß fassen will. Doch im Grunde ist alles wie immer bei einem NWR Film.

Die Handlung des Films ist eher kryptisch als linear. So sehen wir Jesse wie sie als neues Model langsam Erfolg hat. Doch auch wenn die Handlung geradlinig wirkt. So fehlen doch immer wieder Übergänge und Erklärungen. So wirkt es am Ende doch sehr Episodenhaft.  Man merkt hier wohl am deutlichsten, dass The Neon Demon ein Horrorfilm sein soll. Denn wirkt die Sprunghafte Handlung doch wie ein Albtraum. Die Charaktere werden dabei selten weiter entwickelt. So bleibt Jesse ein Mysterium. Fast schon eine Metapher für Schönheit.

So ist die Handlung zum größten Teil wie immer bei einem Nicolas Winding Refn Film nicht das wichtigste. Denn bei The Neon Demon wird schnell klar, der Regisseur spielt mit den erwartungen. Immer wieder gibt es kurze Momente wo die Spannung aufgebaut wird aber am Ende passier nichts. Das zieht sich ungefähr 90 Minunten durch den Film. Bis er eine Wendung nach der anderen nimmt und die Horrorelemente in der Handlung deutlich werden. Bis hin zum Twist der Story. Auch hier muss man wieder interpretieren, was genau man gesehen hat. Denn es geht um die Modewelt und Hollywood. Manches ist dabei schon sehr Holzhammer in das Gesicht. Wie die Blutsauger anspielung.

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Schönheit im Horrorhochglanz

Wie man es schon von den Vorgänger Filmen von NWR gewohnt ist, sieht auch The Neon Demon wieder wirklich gut aus. Hier zeigen sich die stärken des Regisseur. Alles wirkt durch den Hochglanzstil des Films wunderschön. Dabei hat der Streifen auch seine eigene Bildsprache und hier kommt wieder das kryptische zum Einsatz. Manche Szenen sind sehr deutlich und direkt. Andere dagegen sind verschachtelt und sind nur ein Bilderrausch. Die einen in ihren Bann ziehen.

Da The Neon Demon uns eine Geschichte über Models erzählt. Sehen alle Menschen im Film aus der Modewelt natürlich wunderschön aus. So hat man bei vielen Bildern eine Ästhetik die man selten bei anderen Film sieht. Was bei der Handlung und den Dialogen fehlt, erzählt Nicolas Winding Refn mit seinen Bildern. Alles ist dabei immer wieder wie der Name des Films schon andeutet in Neonfarben gehüllt. Ob alles so bedeutungsschwanger ist wie der Film aussieht oder ob es mehr heiße Luft ist, sollte jedem selber überlassen sein.

Junge Darsteller und treibende Beats

Elle Fanning die jüngere Schwester von Dakota Fanning, zeigt hier im Film deutlich das sie wohl die weibliche Version von Ryan Gosling ist. Sie hat Schauspieltalent und überzeugt in der Rolle der Jesse wirklich. Doch man merkt an, das Nicolas Winding Refn hier einfach seine typische männliche Rolle durch eine Frau ersetzt hat. Oft wandert Elle Fanning bei The Neon Demon durch die Modewelt mit ein und den selben Blick. Emotionen sind selten in den Film. Was natürlich auch eine Kritik an der Modewelt und Hollywood sein kann. Vielleicht ist es aber auch einfach nur ein Zeichen von einem schlechten Regisseur.

Der Soundtrack ist wohl der größte Hinweiß  das es sich bei The Neon Demon um einen Horrorfilm handelt. Die treibenden Beats und klänge von Cliff Martinez sind gelungen und erzeugen eine unheimliche Atmosphäre. So das Szenen wo keine Musik läuft, etwas beunruhigendes haben. So funktioniert der Soundtrack mit den Szenen am besten wo man sich brauschen lassen kann. Dann hat der Film schon etwas meditatives.

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FAZIT:

The Neon Demon ist ein typischer Nicolas Winding Refn Film. Der einzige Unterschied ist, dass es eine Frau im Mittelpunkt steht. Alles ist versachtelt und will das man es entschlüsselt. Dabei hat man aber nie das Gefühl eine neu Interpretation eines Horrorfilms zu sehen. Sondern einfach nur eine Neuauflage eines NWR Films. Ob man das nun mag und mehr in dem Film sieht als er vielleicht am Ende bietet, muss hier jeder für sich entscheiden.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Atmosphäre - 7/10
  • 5/10
    Spannung - 5/10
6.8/10
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Handlung:

Los Angeles – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Glamourwelt, Schauplatz zahlloser Träume und Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) nach L.A. kommt, kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Frauen auf sich ziehen wird. Und die scheuen keinerlei Mittel, um das zu bekommen, was Jesse hat…

 

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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