Blair witch

Blair Witch

Seit 17 Jahren haben Fans auf eine Fortsetzung von Blair Witch Project gewartet. Wir ignorien hier einfach mal Blair Witch 2 und schauen uns an was Blair Witch kann.

Also 1999 der Film Blair Witch Project ins Kino kam, hat er den Horrorfilm verändert. Ein billig produzierter Film hat so einen riesen Erfolg und ebnete den Weg für das Found Footage Genre. Der Hype war so groß, das man Pläne hatte. Doch erschien ein Jahr später der zweite Teil und zerstörte diese. Dann war es lange Zeit still. 17 Jahre später auf der SDCC 2016, Regisseur Adam Wingard stellt seinen Film The Wood vor und enthüllt dass es das Sequel ist mit dem Namen Blair Witch. Der Hype war wieder da. Doch kann der Film dem ganzen gerecht werden?

Das schwerste bei einem Film wie diesem, ist die Handlung. Denn wie setzt man sie fort? Die Idee des Films ist interessant. Da wir so gut wie nichts über die Figuren aus dem Original wissen, kann man auch einen jüngeren Bruder erfinden. Dieser macht sich auf dem Weg seine Schwester Heather zu suchen. Durch eine Videoaufnahme, die im Wald aufgetaucht ist. So macht sich er und seine Freunde auf um nach seiner Schwester zu suchen. Dabei gibt es ein paar Details die auf das Original anspielen. Denn bei Blair Witch wird auch eine Dokumentation gedreht. Immer wieder macht das die Handlung.

Es ist ein Horrorfilm im Found Footage Stil, so ist die Erzählweise der Handlung natürlich limitiert. Wir sind immer bei den Charakteren und was ihnen passiert. Alle informationen bekommen wir aus den Gesprächen. So gibt es ein paar Informationen über den Wald und die Hexe, die auch schon beim ersten Teil erwähnt wurden. Doch auch hier sind es genau diese Informationen, die wichtig sind für den späteren verlauf. Denn die Handlung ist durchdacht und greift die Elemente von Blair Witch Project auf und erklärt sehr subtil in den Bildern was da wohl passiert ist. Alles bleibt aber immer unausgesprochen und man muss die Bilder und was gerade passiert deuten.

 © 2016 - Lionsgate

© 2016 – Lionsgate

Grusel, Schock und Ekel die Grundelemente jeder Horrorgeschichte.

Genau diese Elemente gibt es natürlich auch bei Blair Witch. Denn ein Horrorfilm funktioniert nicht ohne. Dabei macht der Film es genau richtig. Beginnt er doch langsam und steigert sich dann ins Finale. So wiegt man sich als Zuschauer wie die Charaktere im Film sicherheit. Doch das ändert sich schnell und der Terror beginnt. Denn das Unbekannte, die Hexe treibt ihr Spiel. Denn wie schon erwähnt, wird irgendwann in den Bildern erklärt was eigentlich passiert. So kommt ein kräftiger Schwung übernatürliches dazu. Denn das Unbekannt kann man als Zuschauer nicht so richtig erklären. Man muss die Bilder deuten und erfährt hier doch mehr über alles man am Anfang denkt.

Natürlich kommt ein Film wie Blair Witch nicht ohne Jump Scars aus. Doch diese sind gut gesetzt und werden nicht übertrieben eingesetzt. Sondern funktionieren wirklich gut. Dazu zeigt sich warum Adam Wingrad genau der richtige Regisseur für die Fortsetzung war. Denn zeigte er schon mit You’re Next und The Guest das er mit Genrekonventionen spielt. Das macht er auch bei diesem Film. Denn baut er auch Elemente aus anderen Genres unauffällig ein. Vor allem im Finale, hier kommen ein paar Elemente vor die vielleicht auch in einen SciFi Film passen würden.

Auch der Ekel gehört zu den Grundelementen des Horrors und kommt auch etwas bei Blair Witch vor. Doch hier setzt man natürlich mehr auf Grusel und Spannung, die uns schocken sollen. Was aber auch der Ekel tun kann. Dieser naritativer Faktor kommt auch in diesem Film vor und wird wirklich gut genutzt. Denn man erklärt nicht wirklich was da passiert und was es genau ist. Man sieht es nur und muss auch hier wieder mit denken. Denn es bleibt vieles offen, was auch den reiz des Films aus macht.

 © 2016 - Lionsgate

© 2016 – Lionsgate

Wie nutzt Blair Witch die typischen Elemente des Found Footage Films?

Seit Blair Witch Project 1999 in die Kinos kam, hat sich der Found Footage Horrorfilm verändert. Durch die Weiterentwicklung der Technik. Kommen natürlich neue Stilelemente hinzu und alte verschwinden. So nutzt man in Blair Witch viele neue Technik, von kleinen Kameras am Kopf bis hin zu einer Drohne ist alles dabei. Aber auch alte DV Bänder werden benutzt.  Dies macht sich auch bei der Bidlqualität des Films bemerkbar. So sieht jede Kamera anders aus und auch die Nacht aufnahmen haben ein etwas schlechteres Bild.

Etwas versteckt aber man kann es erkennen, sind bei Bildstörungen Bilder aus dem Original, immer ganz kurz für einen Frame vielleicht. So baut hier Adam Wingard seine Dämongesichter ein, wie es William Friedkin auch schon bei Der Exorzist getan hat. Doch die Limitierung des Found Footage Film hat natürlich auch seinen Preis. Der Schnitt und die länge der Szenen. Man kann hier natürlich nur bedingt mit verschiedenen Kameraeinstellungen arbeiten, obwohl bei Blair Witch das durch die vielen Kameras gut umgangen wird.

2007 bei [REC] gab es noch Szenen die gut 10-15 Minuten lang waren ohne Schnitt. Was natürlich für Schauspieler und Crew ene große Herausfoderung ist. Doch viele Found Footage Filme haben davon abgelassen. Man kann immer irgendwei tricksen. Vor allem ist das Filmmaterial ja beschädigt und es kann digitale Fehler geben. Dazu kommen natürlich die Schauspieler die hier einiges geben müssen und dies auch überzeugend rüber bringen. Dafür das sie wirklich erschreckt aussehen nutzt Adam Wingard auch Druckluftfanfare. Dies muss wirklich gut funktioniert haben.

© 2016 - Lionsgate

© 2016 – Lionsgate

FAZIT:

Blair Witch ist das lang erwartete Sequel zum Kulthit Blair Witch Project. Nach 17 Jahren hat sich natürlich einiges im Found Footage Genre getan und viele Dinge muss man nach so langer Zeit neu erzählen. Dafür ist es dem Film gelungen die Brücke zum Original zuschlagen und erzählt die Handlung clever weiter. Baut neue Elemente ein und erklärt in Bildern mit Andeutungen wie die Hexe arbeitet und was vielleicht passiert ist.

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 7/10
    Shockmomente - 7/10
  • 8/10
    Grussel - 8/10
  • 4/10
    Ekel - 4/10
7.4/10
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Handlung:

20 Jahre nachdem Heather Donahue und ihre beiden Freunde in „The Blair Witch Project“ in den Black Hills Wäldern verschwanden, macht sich Heathers Bruder James (James Allen McCune) zusammen mit seinen Freunden Peter (Brandon Scott) und Ashley (Corbin Reid) und der Filmstudentin Lisa (Callie Hernandez) auf, die Umstände des Verschwindens zu erforschen. Dass sich der Gruppe zwei Einheimische anschließen, um sie durch die Wälder zu führen, stimmt sie zunächst zuversichtlich. Doch schon bald wird ihnen klar, dass die Legende um die Hexe von Blair furchterregender ist, als sie es sich je hätten vorstellen können…

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