Rampage: President Down

Rampage: President Down

Mit Rampage: President Down erschien der letzte Film von Uwe Boll. Welche Message will uns der umstrittene deutsche Regisseur mit seinem letzten Output mitteilen.

Uwe Boll ist nicht nur einer der kontroversesten Filmemacher der Welt, gilt er doch auch als einer der schlechtesten. Dabei gibt es viel schlechtere Filme, vor allem wenn man an die Werke von Asylum denkt. Nicht jeder NeoTrash der Yploitation Generation ist so schlecht das er wieder gut ist. Doch als er 2009 Rampage drehte, zeigte er deutlich das er mehr kann als nur Videospiele verfilmen. Jetzt sieben Jahre später und mit der Veröffentlichung von Rampage: President Down beendet Uwe Boll seine Filmemacherkariere.

Schon wie in den Vorgänger wird schnell deutlich, Uwe Boll will mit diesem Film wieder seine politische Meinung an den Mann oder die Frau (oder Apache Helikopter) bringen. Denn wir Leben in einer Welt voller Schneeflocken, die sich von allem und jedem beleidigt fühlen. Also ist unser Antiheld in Rampage: President Down auf seiner letzten Mission. Denn hat er es geschafft zu überleben und unter zu tauchen. Bald ist er aber Zurück und schafft es den Präsidenten der USA zu töten. Damit fängt seine letzte Mission an.

Was als erstes bei dem Film auffällt ist, das man merkt das Uwe Boll Probleme hatte den Film zu finanzieren. Denn es gibt nicht viele Sets und Großteils spielt in einer Höhle und in Büroräumen. Auch gibt es Rückblenden auf die zwei Filme davor. Die Handlung von Rampage: President Down ist aber an dies angepasst und die politische Meinung wird in Gesprächen immer wieder erklärt und rüber gebracht.

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Politik

Das Uwe Boll schon immer seine Meinung gesagt hat und nie ein Blatt vor dem Mund nimmt, sollte jeder wissen. Das baut er auch ab und an in seinen Filmen ein. Man denke nur an seinen Auftritt in Postal. Doch bei Rampage ging er immer einen Schritt weiter und zeigte auf was in der Welt schief läuft. So gibt es immer wieder Moment wo Charaktere sich Unterhalten. So greifen sie die Rede von Bill aus Rampage 2 auf und kommentieren es. Dies wirkt auf den ersten Blick etwas befremdlich. Denn das Streitgespräch, zeigt beide Meinungen zu den Themen die aufkommen.

Doch dieser Diskurs zieht sich zwar durch den Film aber am Ende geht ihn etwas die Puste aus. Immer wieder merkt man auch, dass wohl einfach das Geld fehlt. Denn es gibt eine große Actionszene und die wird genutzt für den ganzen Film. Er beginnt damit und man sieht in Rückblenden was passiert ist. Auch wenn das Ende vielleicht zeigt was passieren könnte, wenn die Massen sich bewegen und wirklich alle Reichen, Politiker, Meinungsmacher etc. umbringen, so bleibt die Frage im Raum was kommt danach, was kann man jetzt besser machen?

So Kontrovers Rampe: President Down sein will, so wenig ist es doch was ihn in diesen Punkten wirklich überzeugen lässt. Zwar bleiben viele Ansätze in Erinnerung. Doch macht sich bald schon die Langeweile etwas breit, weil man hier versucht Bill wieder zu vermenschlichen. Von dem Bösen was er war, was er versucht hat zu erreichen und was er wirklich will.

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Fazit:

Rampage: President Down ist der Abschluß der Trilogie und der letzte Film von Uwe Boll. Die politische Meinung im Film ist interessant und zeugt von guten Ansätzen für Verbesserung. Doch viele werden wohl mehr auf die wenige Action und Gewalt im Film. Nach dem Abspann gibt es noch eine Szene mit Uwe Boll.

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 5/10
    Action - 5/10
7.0/10
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Handlung:

Nach der Geiselnahme in einem TV-Sender und der darauffolgenden Explosion im Gebäude wurde Bill Williamson (Brendan Fletcher) für tot erklärt. Dass dies sein Plan war, konnte keiner ahnen … Jahre nach dem Attentat lebt Bill fernab der Zivilisation und bereitet sich auf seinen nächsten Coup vor. Dank seines rigorosen Trainings als Scharfschütze gelingt es ihm, zunächst unerkannt den US-Präsidenten in Washington auszuschalten. Auf der fieberhaften Suche nach dem Täter wird das FBI auf den totgeglaubten Amokläufer aufmerksam. Schnell wird Bills Versteck ausfindig gemacht, doch jedem ist klar: Bill wird nicht kampflos untergehen! Seine finale Mission steht an und er ist bereit, dafür sein Leben zu geben …

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