Kickboxer – Die Vergeltung

Remakes sind immer eine Sache und der Trend Kultfilme der 80er neu Aufzulegen geht weiter mit Kickboxer – Die Vergeltung.

Die 80er Jahre waren das Jahrzehnt für Martial Arts Filme aus den USA, kaum ein anderes bot soviele Filme wie dieses. Helden wie Steven Seagal oder Jean-Claude Van Damme versuchten in die Fußstapfen von Bruce Lee und Jackie Chan zu treten, die eine Boom los gelöst hatten. 1989 entstand der Film Karate Tiger 3- Der Kickboxer, der im Original nur Kickboxer hieß und nichts mit Karate Tiger zu tun hatte. 27 Jahre später entstand das Remake mit den Namen Kickboxer – Die Vergeltung. Neben einer ähnlichen Handlung spielt in beiden Filmen auch Jean-Claude Van Damme mit.

So ist es kein Wunder das die Handlung des Films sehr ähnlich ist. Doch hat man ein paar Sachen abgeändert. So wird Kurts Bruder getötet und nicht nur so verletzt, dass er Querschnittsgelähmt ist. Auch ist die Handlung natürlich etwas moderner. Dennoch erkennt man, wenn man das Original kennt immer wieder Szenen wieder. Dabei wird aber auch schnell klar, dass man auf biegen und brechen versucht hat,das alles irgendwie realistischer zu machen.Mit Koruptencops und Hintermänner. Dabei verläuft die Handlung immer wieder im Sand, wie auch ein Nebencharakter.

Man merkt auch deutlich beim Schauspiel, das viele Darsteller, wohl eher als Stuntmänner oder MMA Kämpfer gearbeitet haben. Denn sind manche Dialoge sehr Hölzern und emotionslos gespielt. Lichtblick ist hier schon Jean-Claude Van Damme der als Lehrmeister so locker und lässig daher kommt. Dazu gibt es zwei sehr auffällige Anspielungen an das Original. So eine Szene mit dem berühmten Spagat und der Original Tong Po Schauspieler hat auch ein Cameo im Film.

Kickboxer - Die Vergeltung
© Ascot Elite

Kampfkunst ist wichtig für einen Film wie Kickboxer – Die Vergeltung.

Schaut man auf den Darsteller von Tong Po, so fragt man sich schon: Warum verschwendet man soviel Potenzial? Natürlich ist klar das Dave “Batista” Bautista Leute zieht. Als Wrestler und Schauspieler den man aus Guardian of the Galaxy kennt, ist er berühmt genug. So kann er zwar durch seine Wrestling Künste in seinen Martial Arts Szenen überzeugen aber auch nur bedingt. Er wirkt auch wie ein großer Böser unbesiegbarer Gegner. Dennoch löst er kaum Emotionen aus. Da es dann doch zu wenig ist, was er leistet.

Auch Hauptdarsteller Alain Moussi zeigt in Kickboxer – Die Vergeltung das er zwar Talent hat aber nicht überzeugen kann. So sind die Actionszenen mit ihm zwar gut gemacht und er hat wirklich Talent, dennoch ist das Finale dann gegen Batista kann er nicht so glänzen. Zwar ist der Kampf länger und nimmt fast 20 Minuten ein. Dabei gibt es aber Unterbrechungen. Auch baut man die legendäre Szene aus dem Original wieder ein, das die Fäuste in Glas gesteckt werden, was den Film eine gewisse härte verleiht.

Wenn Jean-Claude Van Damme auftaucht und sein können zeigt, wird klar das er das Highlight des Films ist. Denn seiner Erfahrung vor der Kamera macht sich sehr deutlich. Natürlich merkt man das er alt geworden ist. Dennoch überzeugt er in seinen Szenen. So gibt er den Lehrmeister wirklich gut und auch seine Szene gegen Georges St-Pirre sind die eigentlich Highlights in Kickboxer – Die Vergeltung.

Wie ist das alles gefilmt?

Diese Frage gehört zu einem Martial Arts Film gestellt und auch beantwortet. Denn ist es doch ein wichtiger Punkt. Denn manchmal kann die moderne Actionkamera die Choreografie zerstören. Wenn es nicht gut geschnitten und in Szene gesetzt ist. Doch bei Kickboxer – Die Vergeltung hat man es eher mit einem klassischen Stil zu tun. So gibt es auch immer wieder etwas längere Szenen wenn es zu einem Kampf kommt.

Dabei nutzt man auch den alten Trick der Szenen Wiederholung, wenn ein Stunt besonders spektakulär sein soll. Wir kennen das aus ein paar Jackie Chan Filmen oder John Woo zeigt eine Explosion aus verschiedenen Perspektiven. Bei modernen Film hatte man es bei High Kick Girl wo bestimmte stellen nochmal in Zeitlupe gezeigt wird. Nur bei Kickboxer – Die Vergeltung wird es genutzt um Alain Moussi besser darzustellen. Denn eigentlich sah man vieles schon besser und auch Spektakulärer, selbst die Verfolgungsjagd und der Kampf auf Elefanten ist zwar nett anzuschauen aber das war es dann auch.

© Ascot Elite
© Ascot Elite

FAZIT:

Kickboxer – Die Vergeltung ist ein Remake was Ok ist. Es hat mit Jean-Claude Van Damme der hier die Rolle des Lehrmeisters übernimmt, einen Schauspieler aus dem Original dabei. Der auch als einziger ein wirkliches Highlight im Film ist. Die Action ist Ok, wird aber versucht spektakulärer darzustellen als sie ist.

 

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 7/10
    Regie - 7/10
  • 6/10
    Action - 6/10
  • 7/10
    Unterhaltung - 7/10
6.4/10
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Handlung:

Kurt Sloan (Alain Moussi) und sein Bruder David leben im kalifornischen Venice bei Los Angeles und sind erstklassige Karatesportler, was Letzterer nicht zuletzt durch die gewonnene Weltmeisterschaft unter Beweis stellt. Dadurch erregt er die Aufmerksamkeit eines zwielichtigen Promoters, der es auch schafft, den Sieger zu ködern und ihn zu einer Reise nach Hong Kong zu bewegen. Kurts Proteste bleiben ungehört und so verlässt David seine Heimat. Doch schon bald bittet dieser seinen in den USA zurückgebliebenen Bruder mit einem Brief, ihn in Thailand zu treffen. Als Kurt in Bangkok ankommt, muss er mitansehen, wie sein Bruder im Kampf getötet wird. Mit der Unterstützung von Davids ehemaligem Lehrer Durand (Jean-Claude Van Damme) versucht Kurt nun die Kunst des Thaiboxens zu meistern, um den Mörder seines Bruders, einen tödlichen Kickboxer namens Tong Po (Dave Bautista), zu besiegen…

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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