Emanuelle und lolita

Emanuelle und Lolita

Die 70iger Jahre, ein Jahrzehnt wo im Film alles möglich war und es Unmengen an Sexplotationsfilme gab. Dazu gehört auch Emanuelle und Lolita.

Der Sexploitationsfilm ist sicherlich ein Genre was durch das Aufkommen des Pornofilms immer mehr in Vergessenheit geraten ist, vor allem im Kino ist das Genre tot. Auch sonst gibt es eigentlich kaum noch vertreten des Genres. Das sah in den 70igern anders aus. Dort gab es sie wie Sand am Meer. Einer dieser Vertreter ist Emanuelle und Lolita. Ein Film der sicherlich zu den unbekanntesten des Genres gehört. Doch ist er zu Recht vergessen?

Also eine Handlung bei dem Film zu finden ist schwer. Es geht wohl um ein Hotel was auf einer Insel von Thailand gebaut werden soll. Doch versucht Emanuelle und Lolita die Story nie wirklich zu erzählen. So erlebt man immer Stücke davon. Der Rest sind Aufnahmen und Szenen die in die länge gezogen werden. So bekommt man als Zuschauer schnell das Gefühl der Film ist viel zu lang.

Wo keine Handlung ist, so gibt es auch kein gutes Schauspiel. Das merkt man deutlich. Irgendwie bemüht sich keiner der Schauspieler wirklich. So ist es kein Wunder das Thiwa Yuporn (Wortwitze und Anspielungen an eine Bestimmte Webseite dürft Ihr alleine machen) nur in diesem Film dabei war. Sie spielt die Lolita und das auch mehr schlecht als recht. Überzeugend ist sie und ihre Verführungskünste nicht wirklich.

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Nacktheit Ja aber nicht erotsich.

Das große Problem bei Emanuelle und Lolita ist die Erotik. Denn die ist kaum Vorhanden. So gibt es zwar immer wieder Brüste zu sehen und die Darstellerinnen sind auch hübsch. Dennoch versagt der Regisseur hier komplett. Denn er schaft es nicht das ganze erotisch wirken zu lassen.

Regisseur Henri Sala arbeitet mit vielen Nahaufnahmen. Das ist könnte natürlich gut sein. Doch immer wieder sieht man so Rücken, Männer hintern, Füße oder gar Hände. Das wirkt so als ob man versucht den Sex nicht zu zeigen. So gibt es auch ein paar groß aufnahmen von Brüsten. Doch alles wirkt so Lust los. Das spielt sich auch bei den Schauspielern wieder. Denn die wirken auch so, als ob sie vielleicht gerade Einkäufe im Kopf durch gehen. Gespielt Lust sieht definitiv anders aus.

Zwar ist die Idee mit den Nahaufnahmen eine interessante Idee aber wird bei Emanuelle und Lolita falsch eingesetzt. Es gibt zwar ein paar interessante Einstellungen,wie die Spiegelung im Deckenventilator. Doch davon bietet der Film viel zu wenig. Auch das Ritual was auf der Insel gezeigt wird, ist zwar interessant, wirkt aber total fehl am Platz.

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FAZIT:

Emanuelle und Lolita ist vielleicht zu Recht so unbekannt. Denn ist er nicht überzeugend. Eine Schlaftablette von einem Sexploitationsfilm. Dabei bietet er eine Interessante Idee und auch ein exotisches Setting. Das alles wird aber nicht genutzt. So bekommt man einen langweiligen Film ohne Erotik oder Handlung.

  • 2/10
    Handlung - 2/10
  • 4/10
    Schauspiel - 4/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 2/10
    Erotik - 2/10
  • 2/10
    Unterhaltung - 2/10
3.0/10
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Handlung:

Die attraktive Geschäftsfrau Emanuelle liebt Abenteuer und Sex und genießt ihr ungezügeltes Leben mit wechselnden Liebhabern in vollen Zügen. Bei einem Helikopterflug in Thailand strandet sie mit ihrem Ehemann in einer abgelegenen Gegend. Lolita, ein blutjunges Mädchen aus dem Dorf, ist fasziniert von der schönen Fremden und sucht ihre Nähe. Nachdem die sinnliche Asiatin zuerst Emanuelles Ehemann verführt, erliegt auch die erfahrene Frau den Reizen der Kindfrau…

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