School of the Holy Beast

Nach 42 Jahren erscheint in Deutschland einer der Klassiker des Pinku Eiga oder auch des Nunspoiltation endlich in Deutschland. Doch die Frage ist: Wird School of the Holy Beast seinem Ruf gerecht?

Der Film School of the Holy Beast ist schon eine kleine Seltenheit. Auch wenn er ein Nunsploitationsfilm ist, von dennen gab es in den 70ern einige, denn gehört es zu dem Sexploitationsfilm oder auch dem Exploitationsfilm. Doch der Film kommt aus Japan und mit dem Land verbindet man wohl Pinku Eigas, die zwar viele Genres umfassen aber die des Nunsploitation wohl eher weniger. So erscheint nach 42 Jahren School of the Holy Beast erstmals in Deutschland und der geneigt Fan kommt in den Genuss des Films. Doch wie ist er?

Die Handlung beginnt mit einer Montage im Vorspann einer jungen Frau die einen schönen Tag erlebt und am Ende auch Sex mit einem Mann hat. Warum sie das tut erklärt sie auch gleich. Geht sie am nächsten Tag doch ins Kloster um Nonne zu werden. Schon sind wir im Nunsploitationsgenre drin und dennoch macht School of the Holy Beast einiges anders. Denn die erste Szene in der wir das Kloster sehen ist aufgebaut wie ein Horrorfilm. Ein unheimlicher Ort und nicht unbedingt das Gottes Haus was wir uns vorstellen.

So zeichnet der Film ein Bild von dem Kloster, was wohl die Leute im Vatikan schocken könnte und so einige gläubige auch. Denn wie üblich im Genre müssen die Nonnen leiden. Doch auch hier geht School of the Holy Beast einen anderen Weg. Denn nicht nur die Folterungen stehen im Vordergrund. Sondern auch die Rachestory, welche sich immer mehr steigert. So wird aus dem Film ein Revengethriller und hier zeigt sich das School of the Holy Beast keine Genregrenzen kennt.

school-of-the-holy-beast-2Symbolik und Blasphemie „Samen“

Was School of the Holy Beast von anderen Vertretern des Nunsploitationfilsm abhebt ist auch seine Bildsprache. Denn was man hier an Symbolik bietet muss mann schon gesehen haben. Denn neben der üblichen Blasphemie und Gotteslästerung. Was bei einem Film mit diesem Thema nicht ausbleibt. Bietet er doch noch viel mehr. So nutzt man die Bildsprache für dinge die man nicht zeigen kann. Wie beim Liebesspiel zweier Nonnen. Hier kann man deutlich erkennen was die beiden eigentlich wirklich machen. Wenn die eine der anderen zwischen gespreizten Fingern, die wie ein V aussehen, leckt.

Doch auch bei den Folterszenen geht School of the Holy Beast einige andere Wege. So ist eine Auspeitschung schon mal aus der Egoperspektive gedreht oder die Kameraeinstellungen sind schräg und anders. Immer wieder nutzt man solche Stilmittel im Film. Besonders interessant ist eine Szene wo mit Rosen und Dornen gefoltert wird. Hier dreht sich die Kamera immer schnell um die Nonnen die Foltern und wenn man das Opfer sieht, ist es eine Zeitlupenaufnahme, wie sie sich windet und es vielleicht doch geniest.

Doch auch schon der Angepsrochen Horror kommt immer wieder vor. So nutzt der Regisseur hier immer wieder typisches Horrorfilmelemente, sogar im Soundtrack um ein unheimlisches Bild des Klosters zu zeichnen. Das zieht sich hin bis ins Finale. Hier wird es sogar es übernatürlich, was aber nicht erklärt wird.

Was vor 44 Jahren ok war ist heute doch etwas fragwürdig.

Man sieht dem Film natürlich sein alter an. Dazu kommen aber auch andere Dinge die heute etwas fragwürdig wirken. Denn der Film bietet auch zwei Vergewaltigungen. Eine davon ist deutlich zu erkennen. Die andere wirkt schon mehr wie aus einer Komödie. So genießt es die Nonne sogar am Ende was hier mit passiert, jedenfalls in der Szene. Das wirkt schon etwas merkwürdig. Passt aber in den Kontext des Films.

Auch sonst wird sehr deutlich das wir es mit einem Film aus Japan zu tun haben. Denn man sieht zwar immer wieder Brüste aber mehr Nacktheit gibt es nicht zu sehen. Das reicht aber auch für den Film, ist sein Hauptaugenmerk doch ein anderes und erotisch wirkt er auch immer wieder.

School of the Holy Beast news

FAZIT:

School of the Holy Beast ist ein sehr unterhaltsamer Nunsploitationsfilm, der zeigt was in dem Genre alles möglich ist. Dabei ist er aber auch sehr typisch japanisch. In Punkto Nacktheit und Erotik hat er zwar auch einen Schauwert, dennoch ist er hier etwas Harmlos. Das stört aber weniger. Da der Film auch ein wilder Genremix ist. Denn man gesehen haben sollte, interessiert man sich für das Genrekino der 70er.

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 7/10
    Erotik - 7/10
  • 8/10
    Unterhaltung - 8/10
7.8/10
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Handlung:

Eine junge Frau geht als Nonne in das Herz-Jesu-Kloster, um herauszufinden, was Jahre zuvor mit ihrer Mutter passiert ist. Dort wird sie mit lesbischen Klosterfrauen, lüsternen Erzbischöfen und einer Reihe von dunklen Geheimnissen konfrontiert. Im Kloster wird eine starke Selbstdisziplin vorausgesetzt und masochistische Rituale wie Selbstgeißelung gehören zur Tagesordnung. So werden beispielsweise zwei Nonnen dazu gezwungen, sich bis zur Taille zu entblößen und gegenseitig auszupeitschen. Auch Takigawa gerät in den Fokus der brutalen Praktiken.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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