The World of Kanako

Ein Film von Tetsuya Nakashima ist immer wie eine Achterbahnfahrt. Das zeigt auch The World of Kanako. Doch kann der etwas unterschätze japanische Regisseur mit seinem aktuellen Werk auch überzeugen?

Moderne japanische Regisseure gibt es viele, vor allem spricht man aber immer wieder von Takashi Miiki, Takeshi Kintano oder von Sion Sono. Doch es gibt da noch Tetsuya Nakashima, der vielleicht nicht soviele Filme dreht. Daber aber alleine schon mit seinem Werk Kamikaze Girls im Gedächtnis bleibt. Auch sein Rachethriller Geständnisse – Confesions konnte überzeugen. Sein aktuelles Werk ist The World of Kanako und es ist wieder ein Thriller. Doch auch andere Genre sind auch vertreten.

Die Handlung beginnt damit das Akikazu einen Anruf bekommt, seine Tochter ist vermisst und er macht sich auf die Suche nach ihr. Doch was er nach und nach findet, zeigt ein ganz anderes Bild seiner Tochter, als ihm lieb ist. Der FIlm ist wie ein Puzzle aufgebaut und so wie die Hauptfigur nach und nach neue Informationen bekommt, fügt sich für uns den Zuschauer ein neues Stück ein. Denn wir sind nicht schlauer als Akikazu, so gibt es viele Wendungen und am Anfang auch ein paar Szenen, die erst nach und nach einen Sinn ergeben.

Da die Handlung von The World of Kanako immer wieder Zeitsprünge macht und wir in Flashbacks erleben, wie Kanako gelebt hat. So zeichnet der Film doch nie ein so wirkliches Bild von Ihr. Zwar wissen wir nach und nach, das sie wahrscheinlich nicht die brave unschuldige Tochter war, wie man denken konnte. Doch ihre Motive und Beweggründe bleiben uns fern. So auch wie das Ende,was leider auch etwas enttäuscht. Denn die ganze Auflösung, ist nach knapp zwei Stunden irgendwie nicht die beste.

kanako-2DenDen Passion

Der Vorspann des Films macht klar, The World of Kanako ist auch eine Hommage an die 70er. Denn der Ex-Cop der durch die Welt wütet ohne irgendwelche Konsequenzen, außer der er ein paar Wunden davon trägt. Passt irgendwie nicht mehr in die moderne Welt. So ist der Vorspann auch wie ein Film aus den 1970ern gestalltet. Er macht uns als Zuschauer klar was uns alles erwarten kann. Dabei ist es aber nur der Anfang von vielen optischen Mitteln. Auch wenn es manchmal wirkt, als versucht man sich an der Retrowelle eines Quentin Tarantinos dran zu hängen.

So gibt es auch hier ein paar Szenen die animiert sind und einen Nebencharakter zeigen, der irgendwie am Anfang nicht ins Bild passt, warum wir seine Handlung auch noch erzählt bekommen. Das gehört aber zu dem großen Ganzen was erzählt wird. Auch gibt es immer wieder Bild zu sehen wenn Akikazu etwas auf dem Kopf bekommt oder es brutal zur Sache geht. Dann sieht man ganz kurz ein gezeichnetes Bild aufblitzen. Rot und Schwarz sind die Hauptfarben, wie in einem Comic wenn Blut spritzt.

Nicht nur optisch gibt es immer wieder einen Bilderrausch zu erleben. Sondern auch bei dem Soundtrack. Neben dem immer wieder einsatz des House of the rising Sun Covers, gibt es noch etwas anderes zu Entdecken. Denn die Idol Gruppe Dempagumi.Inc sind auch im Film vertreten. Ihr Lied DenDen Passion läuft in einer Clubszene, während Drogen genommen werden und andere Dinge passieren. Der Chaos der Popmusik den die Idols machen passt perfekt zu dem Chaos der Bilder, die der Film liefert.

kanako-4FAZIT:

The World of Kanako ist ein wilder Mix aus Bilderrausch und ruhigen Szenen. Dabei ist der Film auch immer wieder sehr brutal. Ein sehr gelungener Thriller, der mit Genrekoventionen spielt. Leider kann das Finale und die Auflösung nicht so überzeugen. Dafür bekommt man vorher aber einen wirklich guten Film zusehen.

 

  • 8/10
    Handlung - 8/10
  • 8/10
    Schauspiel - 8/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
8.3/10
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Handlung:

Der völlig abgebrannte und heruntergekommene Ex-Cop Akikazu unterbricht die Abwärtspirale in den sicheren Tod für eine paar Tage, um seine vermisste Tochter zu suchen. Allerdings entwickelt die Suche sich zu einem unendlich brutalen Trip in die japanische Unterwelt. Denn der Apfel fällt nicht weit vom Stamm und die kleine Kanako hat selber ganz schön Dreck am Stecken. Nach und nach entfaltet sich das Psychogramm ihres wilden Lebens aus Karaoke, Sex und jeder Menge bunter Pillen. Zeit, dass der Papa sich den Nachwuchs mal vornimmt!

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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