Ein Zombie hing am Glockenseil

Mit Ein Zombie hing am Glockenseil startet Italiens Kultregisseur Lucio Fulci seine Gates of Hell-Trilogie.

1980 wir befinden uns mittem im Hoch der Horrorwelle und des Exploitationsfilms aus Italien. Aktuell sind Zombies noch angesagt und Regisseur Lucio Fulci zeigte schon mit Woodoo – Schreckens Insel der Zombies sein Talent für Horrorfilme. Doch mit Ein Zombie hing am Glockenseil startet er seine Gates of Hell-Trilogie. Ein Horrorfilm der wie seine beiden anderen Vertreter der Reihe eigentlich keinen Zusammenhang haben. Jendenfalls auf dem ersten Blick. So ist der deutsche Titel natürlich sehr reißerisch, denn der italienische Original Titel Paura nella città dei morti viventi, bedeutet nur soviel wie Stadt der lebenden Toten.

Zwar gibt es im Film einen Toten der am Glockenseil hängt, doch mit einem typischen Zombiefilm hat Ein Zombie hing am Glockenseil wenig zu tun. Denn die Handlung, ist viel mehr die Suche nach etwas, was nicht so genau erklärt wird. Zwar wollen die Protagonisten das Unheil aufhalten. Doch was genau passieren soll, wird nie erklärt. Das macht aber auch den Film aus, denn das geheimnisvolle, das unerklärliche. All das ist hier vertreten. Natürlich ist die Handlung recht dürftig und es gibt einige Szenen, die keinen Sinn ergeben. Doch das verleiht dem Streifen auch das alptraumhafte.

So ist die Handlung von Ein Zombie hing am glockenseil auch zweigeteilt. Denn wir sehen was in Dunwich passiert und dazu ein Reporter und eine Hellseherin, die versuch den Ort zu finden und das Unheil aufzuhalten. Dabei wirkt Dunwich aber so unwirklich und immer wieder passieren dinge, die entweder an einem schlechten Drehbuch liegen oder einfach zeigen sollen, dass der Ort verflucht ist und vielleicht sogar in eine andere Welt führt. Denn anders kann man die letzte Szene nicht erklären. Das Finale ist auch der Punkt, der alle drei Gates of Hell Filme verbindet.

ein-zombie-hing-am-glockenseil-2“whoever is angry who ever is sad whoever is here will rise from the dead a third of the moon a third of the sun judgement day has now begun” Untoten – Zombie hing am Glockenseil

Nicht nur die Handlung fängt das albtraumhafte ein, sondern auch die Kamera. Denn wie man es von Fulci gewohnt ist, wird hier der Horror und der Splatter zelebriert. Denn manchmal zieht er eine Szene in die länge, was natürlich die Anspannung bei dem Zuschauer steigert, denn was folgt ist meist ein sehr blutiger Mord. So dauert es doch unangenehm lange, bis manche ins Jenseits befördert werden.Das ganze immer mit Nahaufnahmen vom dem Objekt oder Gesicht. So ist der eigentliche Akt dann auch eine entladung der Spannung und geht in den Ekel über. Denn harmlos ist die Gewalt im Film nicht.

Doch neben den für Lucio Fulci typischen Splatterszenen, baut Ein Zombie hing am Glpckenseil auch viel Atmosphäre auf. Durch Kameraeinstellungen von Dunwich, der Ort und der Friedhof wirken unheimlich. Auch passieren immer wieder unerklärliche Dinge. Alles ist sehr gut in Szene gesetzt und trägt zum Spannungsaufbau bei. Denn man fühlt sich wirklich wie in einem Albtraum und vergisst die Zeit. Dazu kommt, dass schon öfters erwähnte Finale. Denn der Abstieg in die Katakomben ist wie eine Wanderung in eine andere Welt, vielleicht eine Art von Hölle. Jedenfalls ist es ein sehr interessantes Set mit Skeletten die von der Decke hängen.

Auch der Soundtrack von Fabio Frizzi hilft dem die Spannung und Atmosphäre aufzubauen. Untermalt er doch immer wieder die Szenen und trägt somit dazu bei das alles etwas unheimlicher wirkt. Auch wenn ein Lied vielleicht etwas zu oft eingesetzt wird, so passt es doch immer wieder. So kann auch der Soundtrack von Ein Zombie hing am Glockenseil überzeugen.

ein-zombie-hing-am-glockenseil-3FAZIT:

Ein Zombie hing am Glockenseil hat eine etwas zu dünne Handlung, kann dafür mit Spannung und Atmosphäre punkten. Denn der Film wirkt wie ein blutiger Albtraum. Der uns in eine andere Welt führt. Dazu ist es der Auftakt für eine Kulttrilogie für Horrorfans.

  • 5/10
    Handlung - 5/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 8/10
    Atmosphäre - 8/10
  • 8/10
    Effekte - 8/10
7.2/10
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Handlung:

Das Grauen kennt keine Grenzen. In dem kleinen und beschaulichen Ort Dunwich erhängt sich der Pfarrer am Seil seiner Kirchenglocke. Dieses grauenvolle Ereignis legt einen furchtbaren Fluch über die kleine Stadt. Aus den Gräbern erheben sich die Toten und greifen die Einwohner an.
Im fernen New York wird von einer Hellseherin das Ereignis vorausgesagt  und Sie stirbt beinahe an den Folgen der grauenvollen Vision. Ein Reporter bekommt Wind von der Geschichte und macht sich auf den Weg nach Dunwich. Dort treibt der untote Pfarrer die Zombies durch die Straßen und sorgt für Schrecken und Terror.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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