Exzesse im Folterkeller

Mit Exzesse im Folterkeller schuf Regisseur Noribumi Suzuki, ein berühmt berüchtigten Film. Der jetzt erstmals auf Blu-ray erschien.

Japan in den 70er Jahren ein Land das sicherlich wie kaum ein anderes Genrekonvention sprengte und offen mit BDSM in seinen Film umgeht. Dabei gibt es auch immer wieder sehr viel Sexuellegewalt gegen Frauen aber auch Frauen üben gewalt aus wie in den Pink Violence Filmen. Bei Exzesse im Folterkeller handelt es sich um eine Live Action Version des Mangas von Masaaki Satô. Hierbei fällt es schwer den Film einzuordnen. Er tanzt immer wieder zwischen den Reihen und so passt er wohl am besten in das Pinku Eiga Genre.

Die Handlung ist schon etwas was man wohl als eine Art Serienkiller Film Handlung bezeichnen könnte. Denn Exzesse im Folterkellers zeichnet uns ein Bild eines typischen Serienkillers. Er hatte eine schreckliche Kindheit. Vom Vater geschlagen, die Mutter brachte sich um, ist er doch das Kind eines Serienkillers, der seine Mutter vergewaltigte. Der Film zeigt uns dabei auch immer wieder, wie sich die Hauptfigur in seine Neigungen vertieft. Baut er doch seinen Folterkeller. Was als Rache beginnt, doch bald schon anders endet.

Dabei wird aber auch deutlich, das die Handlung der Vorlage, wohl etwas mehr vertief bzw. die Einzeln Kapitel des Mangas wohl etwas mehr erzählten. So gibt es Szenen die ins Nichts verlaufen.  Bei anderen fehlt wieder Anfang und so logisch sind die Taten der Hauptfigur auch nicht. Irgendwie scheint immer wieder ein paar Handlungsdetails zu fehlen. Denn so interessant auch die Serienkiller Handlung sein mag. So mangelt es bei dem Rest immer wieder an allen Ecken und kanten an Details.

exzesse-im-folterkeller-1Hübsche Mädchen im Folterkeller, sind das wirklich Exzesse?

Auch am deutschen Titel des Films merkt man, das wir uns in der Hochzeit der Exploitationsfilm befinden. Denn aus Dabide no hoshi: Bishôjo-gari, was auf Deutsch übersetzt ungefähr soviel bedeutet wie: Davidstern: Hübschen Mädchen jagen. Daraus wurde dann Exzesse im Folterkeller. Es ist wohl klar warum man den Bezug zum Davidstern vielleicht nicht genommen hat. Denn im Film selbst spielt das eigentlich nur eine kleine Rolle. Auch die Faszination des Hauptcharakter mit den Nazis. Zwar ist es Thema, dennoch eigentlich nur am Rande, vielleicht ist im Manga davon mehr enthalten.

Doch schon die ersten Minuten des Films machen klar, warum er so einen Ruf hat. Beginnt er doch mit einer Vergewaltigung, dazu ist die Frau auch noch gefesselt. Shibari Bondage kommt immer wieder zum Einsatz im Film. Auch andere BDSM Thematiken. So nutzt der Film viele Folterwerkzeuge und Fetische. Vor allem aber Peitschen und pinkeln sind immer wieder eins der Hauptthemen. Es gibt sogar eine Szene die an School of the Holy Beast erinnert.

Das Motiv warum der Hauptcharakter das tut und die Frauen entführt und in seinem Keller gefangen hält, hat meist etwas mit Erziehung zu tun. Dazu treibt er manche Frauen auch in den Wahnsinn. So ist seine Folter ein böses Spiel, was er spielt. Dabei wird aber auch deutlich, das Sex für ihn zwar eine Rolle spielt, er es aber immer eher lustlos macht. Das ganze sieht dann im Finale anders aus, beim letzten Liebesakt, wirkt alles romantisch und voller Lust. Was ein starker Kontrast zum restlichen Film ist.

Nacktheit, Bildsprache und Symbolik.

Da der Film aus Japan ist, merkt man auch immer wieder bei den Szenen wie er gefilmt ist. Was auf der einen Seite sehr innovativ ist. Wenn immer etwas den Intimbereich der Frau oder des Mannes bedeckt. Auf der anderen Seite merkt man es aber auch das dieser Bereich nie gefilmt wird. Was natürlich an die strikten japanischen Regeln gilt. Sonst wär es wohl ausgeblurrt wurden, so genanntes Froggin. So gibt es niemals Full Frontal Nudity im Film.

Anders sieht es aber bei der Bildsprache aus, so ist immer deutlich was passiert. So muss ein Mädchen zu ihrer Rede masturbieren und da sie ein Schlüpfer an hat, kann man dies auch zeigen. Eine Szene die irgendwo zwischen Folter und Erotik schwebt. Wie eigentlich der ganze Film. Auch wenn Exzesse im Folterkeller, sicherlich die Frauen zu Folterobjekten deklariert und sie missbraucht werden gegen ihren willen. So ist das ganze auch etwas erotisch inszeniert. Denn die Lust siegt immer gegen den Ekel.

Ähnlich wie bei School of the Holy Beast von Noribumi Suzuki, gibt es auch bei Exzesse im Folterkeller eine bestimmte Symbolik. Vor allem im FInale, dreht es sich wieder um den Glauben und das Ende ist wieder sehr interpretierfreudig, was mit dem Hauptcharakter nun passiert und ob er nun ein waschechter Sadist ist oder ob er doch Gefühle hat. Auch hier gibt es im Climax einen Tabubruch, neben vielen anderen. Wird hier wieder dasselbe Motiv thematisiert. Die Erbsünde.

exzesse-im-folterkeller-3FAZIT:

Exzesse im Folterkeller ist besser als sein Ruf und bietet auch etwas mehr als man erwartet. Denn in seinen Grundzügen zeigt erviele Merkmale eines Serienkillerfilms. Dabei wird aber deutlich,das man sich versucht sehr nah an der Manga Vorlage zu halten. Dafür fehlen aber immer wieder Details. So ist Exzesse im Folterkeller wohl  ein Pinku Eiga, wie er im Buche steht.

  • 6/10
    Handlung - 6/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 8/10
    Regie - 8/10
  • 7/10
    Extrem - 7/10
7.0/10
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Handlung:

Tokio. – Aus einem Streifenwagen der Polizei ist der Gewaltverbrecher Genpei entkommen. Er dringt in das Haus eines Professors ein und vergewaltigt brutal dessen Frau. Die Frau wird schwanger. Völlig normal wächst der Junge heran. Im Alter von 18 Jahren verändert er sich plötzlich. Er hat im Hause seiner Eltern, die verstorben sind, eine Art Folterkammer errichtet. Ausgestattet mit allen Schikanen. Seine sadistischen Grausamkeiten kennen keine Grenzen. Raffi niert lockt er Schulmädchen, Prostituierte und eine Sängerin in sein Haus, um sie brutal zu vergewaltigen und zu töten. Selbst seine Freundin muß für seine Perversionen herhalten.

BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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