Trauma

Trauma ist der erste Film von italiens Kultregisseur Dario Argento den er in den USA drehte. Dazu auch der erste Film mit seiner Tochter Asia Argento in der Hauptrolle.

Dario Argento und seine Werke in den 90er, werden von den Fans schon etwas stiefmütterlich behandelt. Denn die Zeiten die Gialli und des Fantastico Giallo sind vorbei. Im Jahr 1993 drehte er seinen ersten Film in den USA. Dazu spielt seine Tochter Asia Argento auch das erste Mal die Hauptrolle. Dabei wirkt auf dem ersten Blick bei Trauma alles so wie man sich einen Argento Film vorstellt. Dennoch ist es der Film über den nie viel gesprochen wird. Dabei ist es vielleicht auch der Film, der die europäische Version eines US Serienkillersfilm zeigt.

Denn ein paar Jahre vor Trauma gewann Das Schweigen der Lämmer bei der Oscarverleihung ein paar Preise und von da an, gab es immer wieder Vertreter im Film die uns einen Serienkiller und die Jagd auf ihn zeigen. Zwei Jahre nach Trauma tat dies David Fincher mit Sieben. Doch Dario Argento tat dies in den 1970ern schon und zeigt in Filmen wie: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe, Vier Fliegen auf grauen Samt oder auch in Deep Red seine Version von einem Killer, der bis zur finalen Auflösung unerkannt blieb. So ist Trauma eigentlich die logische Weiterentwicklung des Argento Giallos.

Den die Handlung beginnt mit Aura die sich gerade versucht selbst umzubringen aber von einem Reporter gerettet wird. Aura wird zeuge wie ein Killer ihre Eltern umbringt und der Reporter versucht ihr zu Helfen,dabei aber auch seine Story im Kopf hat. Eigentlich sehr typisch für Argento, denn die Polizei spielt keine Rolle bei den Ermittlungen und ist auch nicht sehr hilfreich. Auch tritt die Jagd nach dem Serienkiller in der Handlung in den Hintergrund. Denn viel mehr geht es auch um das Trauma was Aura erlitten hat.

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Trauma und andere Schwierigkeiten

Wie Aura im Film ein Trauma hat, so scheint das Drehbuch auch einige Familienprobleme der Argentos auszuarbeiten. Denn Dario Argentos Tochter Anna litt unter Anorexie und diese psychische Krankheit hat auch Aura im Film. Diese Krankheit ist auch immer wieder Thema im Film, nur fehlt die Katharsis für den Charakter. Vielleicht hat Argento auch so das Ganze verarbeitet. Dazu tanzt Anna im Abspann, dabei verstarb sie aber kurz nach der Premiere von Trauma bei einem Unfall.

Doch noch etwas anderes ist merkwürdig im Film. Denn Argento macht seine Tochter zu einem Sexuellenobjekt, denn Aura wird vom Reporter begehrt und von anderen. Dabei filmt er Asia Argento auch oben ohne. Auch im Film selbst ist die Familie ein Problem des Traumas von Aura. So ist der Streifen wohl fast schon ein Spiegelbild von den Familienproblemen der Argentos.

Der Name des Films ist also Programm und hier merkt man dann auch warum wohl mancher Argento Fan seine Probleme mit ihm hat. Denn auf der einen Seite bekommt man etwas was man gewohnt ist. Auf der anderen Seite schweift der Film vom eigentlichen Thema ab und befasst sich mit den Problemen der Hauptcharaktere und malt aber auch so ein Bild, was in der Auflösung zu Ende gezeichnet wird. Denn hier kommt alles zusammen, was am Anfang vielleicht unpassende wirkte.

Typische Argento Kamera und schrecklicher Soundtrack

Auch wenn Trauma nicht mehr so Farben Froh ist wie  Suspiria. Sondern in einem Gelbbraunen Ton gehalten ist, welcher an Das Schweigen der Lämmer erinnert und heut zu Tage an einem Til Schweiger Film. So ist die Kamera doch sehr typisch für Dario Argento. Denn die subjektivekamera fliegt durch den Raum und über Personen. Zeigt uns das was der Killer sieht, sogar mit Fischaugenlinse. Hier ist die Handschrift des italienischen Kultregisseur wirklich zu erkennen.

Bei den Morden in Trauma, geht es vielleicht etwas Harmloser zu als man es gewohnt ist. Dabei ist auch das Mordwerzeug merkwürdig. Doch es funktioniert und die Tötung sind wie erwähnt immer sehr gut inszeniert. So bekommt der Argento Fan das was er erwartet. Auch das fantastische kommt in einer Szene durch. Wenn der Abgetrennt Kopf noch einen Hinweis mit seinem letzten Worten spricht. So ist rein optisch ein typischer Argento Film.

Der Soundtrack ist es leider nicht. Denn da wohl die US Produktionsfirma gegen Goblin war. Gibt es nun einen klassischen Hollywood Score von Pino Donaggi. Diese Musik Untermalung ist es manchmal was den Film fast zerstört. Denn wird er doch zu viel eingesetzt und funktioniert nicht mit den Bildern von Argento. Dabei gibt es stellen die viel zu fröhlich für den Film wirken.

trauma-3FAZIT:

Trauma ist der Start in eine neue Ära des Argento Films. Hier treffen noch typische alte Elemente auf neue. Dabei ist es auch der erste Film mit Asia Argento in der Hauptrolle und eins ihrer Markenzeichen, ihre Brüste sind auch zu sehen. Einzig der Soundtrack trübt den sonst so gelungen Film etwas.

 

  • 7/10
    Handlung - 7/10
  • 7/10
    Schauspiel - 7/10
  • 9/10
    Regie - 9/10
  • 8/10
    Spannung - 8/10
  • 5/10
    Soundtrack - 5/10
7.2/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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