Guts of a Beauty

Im selben Jahr wie Guts of a Virgin entstand auch Guts of a Beauty, ein weiterer Splatter-Eros Film, vom selbem Regisseur. Dabei ein anderes Thema, ist der Film so interessant wie er klingt?

1986 drehte Gaira nicht nur Guts of a Virgin, sondern gleich auch das Sequel Guts of a Beauty. Beide sind Splatter-Eros Filme, ein Subgenre des Pinku Eiga. Doch anders als man denken könnte, haben beide Film eigentlich nichts mit einander gemein. Guts of a Virgin hatte noch Horrorfilmelemente, doch schon bei Guts of a Beauty ist das alles anders. Denn hier wird sich fröhlich durch die Popkulturkopiert, vor allem Finale. Dazu kommt das der Streifen auch Elemente aus dem Rape and Revenge Genre nutzt. Dabei geht er aber gerade mal 67 Minuten.

Die Handlung von dem Film deutet schon mal an, das sie mehr zu bieten hat als der Vorgänger. Doch das täuscht nur, denn auch wenn am Anfang wirklich versucht wird, die Charaktere zu zeichnen und die Bösen einzuführen. So bleibt doch die Handlung irgendwann auf der Strecke, denn nicht nur das der eigentliche Hauptcharaktere keine Einführung bekommt, warum sie das Opfer rächen will, nein auch die Verwandlung in das Rachemonster bleibt ungeklärt. Man kann es sich vielleicht zusammenreimen, das es etwas mit der Droge Angelrain zu tun hat.

Da der Pinku Eiga und auch sein Subgenre Splatter-Eros wohl keine genauen Vorgaben haben, wie sie sein müssen, kann eigentlich alles passieren. Das tut es in Guts of a Beauty auch, denn hier springt man durch die Genres, vom Yakuza Thriller, zum Rape and Revenge bis hin zum übernatürlichen Horrorfilm ist alles dabei. Dabei nutzt man aber nur Elemente aus den verschiedenen Genres, was jetzt hier auf dem virtuellen Papier besser klingt als der Film es ist.

Guts of a Beauty kann Spuren von Alien, Bodyhorror und Hypnose enthalten.

Wie schon angesprochen nutzt der Film einige bekannte Elemente aus Filmen,die wohl 1986 beliebt waren. Dabei wird eins sehr deutlich, man hat sich echt dreist bei Alien bedient. Dann der Penis des Rachemonsters sieht aus wie ein kleines Xenomorph, doch das ist noch nicht alles. Denn in Guts of a Beauty gibt es sogar eine Szene die genau auf Alien anspielt, was natürlich schon von viel Humor der zeugt oder es ist eine Hommage, wenn das Monster durch die Bauchhöle bricht, wie es auch bei Alien passiert ist.

Mit dem Rachemonster und der Droge wandert man auch auf dem Pfad des Bodyhorror. Denn immer wieder verwandelt sich der Hauptcharakter in das Monster. Dazu kann es auch noch Geschlechter wechseln. Hätte man hier sich mehr mühe beim Drehbuch gemacht und das ganze besser erklärt, wär es sicherlich auch interessanter. Denn so wirkt es mehr als ob man auch bei David Cronnenberg vorbeigeschaut hat und sich einige abgekupfert hat.

Der weibliche  Hauptcharakter, welcher die andere Frau rächt, warum sie das auch immer macht. Hat auch noch besonderere Fähigkeiten. Denn sie kann Hypnose und nutzt dies auch für die Rache. Man bekommt zwar auch hier keine Erklärung warum sie es kann oder warum sie so glaubt ihre Rache funktioniert. Aber Hey es führt zu einer Szene und läutet quasi die zweite Runde ein. Denn ab hier geht es wieder mit dem Rape and Revenge Genre in Guts of a Beauty los und die eigentliche Handlung beginnt.

Merkwürdiger Schnitt und billige Effekte

Wie schon bei Guts of a Virgin gibt es auch bei Guts of a Beauty eine Szene, die hier wieder versinnbidlichen soll was passiert. Dabei ist es wohl auch aus der Not entstanden, denn die Szene dauer keine Sekunde und wirkt sehr schnell rein geschnitten. Vielleicht soll man als Zuschauer nicht mit bekommen, dass es eine Wassermelone ist die auf dem Boden zerplatzt, weil man kein Geld für den Effekt hatte. Das könnte eine Erklärung sein, warum diese Szene im Film ist. Denn im Verlauf nutzt man dies eigentlich weniger.

Dabei ist der Schnitt von Guts of a Beauty zumTeil sehr mies. Hier holpert man von einer Szene zur nächsten. Man merkt das der Streifen sehr billige produziert wurde. Nicht nur das viele Szene sehr lange gehen und manche Schauspieler im Hintergrund nicht wirklich wissen was sie tun sollen. Sondern manchmal ist der Schnitt auch schlecht gesetzt, vor allem bei Szenen übergängen.

Sieht das Rachemonster noch gut aus, so sind die wenigen Splattereffekte im Film doch zum größtenteril auch eher schlecht als Gut. Da ist die schon angesprochen Wassermelonenszene, eigentlich ein sehr kreativer Einfall. Doch bei einer anderen Szene wo ein Kopf durchgeschlagen wird oder vom Kopf abgeschlagen wird, das bekommtman nicht so genau mit, wegem dem schlechten Schnitt. Ist diese Stelle in Guts of a Beauty einprägsam, weil alles so schlecht gemacht ist und leider nicht von der Sorte guter Trash.

Erotik und die Kameraführung, Guts of a Beauty soll schon erotisch sein oder?

Ein Pinku Eiga oder sein Splatter-Eros soll auch erotisch sein, was bei dem Thema des Films doch eher schwer ist. Dabei fällt aber doch einiges auf. Denn manche Szene ist Freizügiger als andere und auch das Fogging fällt nicht so stark aus wie bei Guts of a Virgin. Dennoch gibt es Szenen die Zensiert sind, wie ein Blowjob, der aber wie ein Schattenspiel wirkt und durch die digitale Verfremdung eher lustig als erotisch.

Dafür gibt es aber eine Szene von einer Dame die Masturbiert und das direkt in die Kamera, hier ist nichts verpixelt oder geblurrt. Dafür sieht man aber auch nichts, nur das die Schauspielerin es schlecht stellt. Denn man sieht deutlich das sie ihren Finger nicht bewegt und dieser abgeknickt ist. Was die Nahaufnahme nur verdeutlicht. So ist auch dies Simuliert im Film. Dabei sind die Sexszenen oder die Vergewaltigunsszene alle gleich gefilmt und verlieren dabei auch ihre Wirkung.

Wie schon erwähnt hat der Film neben den geklauten Kameraeinstellungen und Szenen aus anderen Filmen, auch viele längere Takes. Dabei ist aber nicht ersichtlich ob das nun das Stilmittel ist oder man einfach Geld sparen wollte, weil 1986 war Filmmaterial noch teuer und so konnte man einiges sparen, wenn eine Szene länger in einer Einstellung gedreht wird.Spart Schnitt und Material. Tut hier dem Film auch etwas gut, doch funktioniert auch nicht immer, weil der restliche Film,deutlich an den schwächen der Macher scheitert.

FAZIT:

Guts of a Beauty ist ein der Film der auf dem Papier besser klingt als er eigentlich ist. Denn er hat viele gute Ansätze, versagt dann aber immer wieder bei der Umsetzung. Neben der zugeben interessanten Alien Kopie im Finale, bietet der Film nicht viel. Auch für Splatterfans gibt es kaum was zu schauen. So ist der Streifen, wohl nur für Pinku Eiga Fans und für alle die selber sehen wollen was passiert oder auch nicht.

  • 4/10
    Handlung - 4/10
  • 6/10
    Schauspiel - 6/10
  • 5/10
    Regie - 5/10
  • 4/10
    Erotik - 4/10
  • 3/10
    Spannung - 3/10
4.4/10
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BastitheEnd

Filmfan, Autor dieser Seite.

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